Zeitzeugenarchiv-Wien

Kämpfen Sie mit gegen das Vergessen und dokumentieren Sie Ihre Lebenserinnerungen!

Inhalt:

 

Warum ist das sinnvoll und notwendig? 

Dies nicht nur aufgrund des Ablauf von Zeit, die biologisch bedingt Menschen früher oder später aus dem Leben scheiden lässt. Sondern vielmehr noch das Beschreiben des Wandels der alten seit 1945 bekannten Weltordnung wie wir sie kennen und damit aufgewachsen sind in eine sich immer rascher ändernden Zeit.

Welche Lebensmodelle und Werte waren es, werden schon in wenigen Jahren sich interessierte Personen fragen und leider keine direkt noch lebenden verwandten die erzählen können mehr haben.

Hier bietet das Zeitzeugenarchiv-Wien i.G. an, Einsicht in die Alltagskultur der Eltern, Groß, sowie Urgroßeltern oder auch deren Zeitgenossen zu nehmen wie auch den persönlichen Besonderheiten derer zu Erfahren die heute noch unter uns sind und berichten können und wollen.

Was von musealen Einrichtungen und zum Geschichtsunterricht nur von Zeit zu Zeit und zumeist nur zu bestimmten Themen bekannt ist kann jetzt durch Einfach zu bedienende Zuhilfenahme elektronischer Speichersystem und Aufnahmetechniken eine breitere Personenzahl erreichen.   


Zum Verständnis der Tätigkeiten des Zeitzeugenarchiv-Wiens anbei FAQ´s - Fragen und Antworten die Ihnen die meisten Themen beantworten können:

Wer steht hinter dem Zeitzeugen-Archiv?

Initiiert ist das Zeitzeugenarchiv-Wien von Herrn Wolfgang Scheida 1220 Wien, der sich bereits seit seiner Kindheit intensiv mit der Geschichte unseres Landes, der Ostregion und der Heimatstadt Wien beschäftigt hat. Es ist geplant zu einem passenden Zeitpunkt das Archiv mit Gleichgesinnten übergeordnet als Verein oder als Ableger einer öffentlichen Institution zu betreiben. Zeitzeugenarchiv-Wien ist eine nicht auf Gewinn ausgerichtete Plattform (NPO).

Helfer die einmalig oder auch wiederholt bestimmte Aufgaben übernehmen möchten sind herzlich eingeladen sich bei den Betreibern zu melden. Dazu gehören Tätigkeiten wie Interviews, Bedienen technischer Gerätschaft, Archivierung, Transkription, Grafik, Texterstellung-Publishing usw. Schreiben Sie uns an Zeitzeugenarchiv-Wien (at ) Chello . at

Was macht das Zeitzeugenarchiv-Wien?

Im Wesentlichen zwei auch voneinander getrennt mögliche Unterstützungen:

  1. Einmal gehört dazu, Ihnen eine Hilfe bei der strukturierten Erstellung Ihrer persönlichen Lebenserinnerungen – Ihrer Lebensgeschichte durch z.B. geführte Interviews in Ton und/oder Bildaufnahme, der Information bei der Erstellung von Fotobüchern und Biografien anzubieten. Sowie bei der Sichtung und Zuordnung ihrer Bilder & Dokumente. Einer vorbereitenden Stammbaum Erstellung (Genealogie-Ahnenforschung).
  1. Eine weitere Aufgabe ist es, von Ihnen frei gegebene Erinnerungen für Historiker und andere an den Themen arbeitenden Kreise zugänglich zu machen sowie zu archivieren. 

 Was wird dokumentiert?

  1. Es gilt den persönlich und individuell erlebten Erfahrungsschatz zu dokumentieren. Das kann die Erfahrung eines „gewöhnlichen“ Lebens ebenso sein, wie die Erlebnisse der Generation die noch die Zwischenkriegszeit, Kriegszeit, Nachkriegszeit, Vertreibungen und Wiederaufbau erlebt haben und sich ihren Platz in der Gegenwart oft mühevoll erkämpfen mussten. Das kann der persönlich erlebte Wandel von der kleinbäuerlichen Existenz hin zu einem Stadtbewohner und Industriearbeiter oder auch einem intellektuellen Akademiker sein. Das kann die Hausfrau und Mutter sein deren Alltag mit neuen Haushaltsgeräten einfacher geworden ist.
  2. Das können wirtschaftliche Anschaffung und die Erlebnisse mit dem ersten Auto, dem ersten Fernseher usw. sein.
  3. Der Umgang mit Behörden wenn man etwas haben wollte und es noch sehr „amtlich“ in den Schreibstuben zuging.
  4. Die Schilderung wie man Migration und Integration in eine andere Welt hinein selbst erlebt hat.

 Was kostet das?

 Das Zeitzeugenarchiv-Wien arbeitet ehrenamtlich. Somit werden keine Kosten oder Gebühren verrechnet. Für von Ihnen gewünschte am Markt befindliche kommerzielle Produkte von z.B. Fotobüchern etc. verweisen wir auf die jeweiligen Anbieter und deren Angebote unabhängig vom Zeitzeugenarchiv-Wien. Wir freuen uns natürlich, wenn Sie unsere nicht unerheblichen Aufwendungen für Spesen und technische Ausstattung durch eine freiwillige Spende einmalig unterstützen oder eine längerfristige Sponsorenpartnerschaft oder Teilnahme an der Bausteinaktion mit dem Zeitzeugenarchiv-Wien eingehen möchten. Wir beraten Sie gerne. Darüber hinaus sind wir um Unterstützung mit Infrastruktur (Räumlichkeiten, Technik etc.) gerne auch von kommunalen/musealen Einrichtungen im Rahmen von Partnerschaften bemüht und freuen uns auf Ihr Angebot.

Was ist das Zeitzeugenarchiv-Wien nicht?

Zeitzeugenarchiv-Wien pflegt den ideellen Nachlass, wenn gewünscht auch zu Lebzeiten des Zeitzeugen für spätere Dekaden in digitalisierter (in Computer lesbarer) Form. Wir sammeln jedoch keine physischen persönlichen Gegenstände oder Altwaren und sind auch keine Nachlaßverwalter oder Ansprechpartner im Sterbe- oder Krankheitsfall und verweisen hier an dafür vorgesehene Institutionen.

Ausnahmen sind möglich, wie zum Beispiel die temporäre Übernahme zusammenhängender Schriftgutsammlungen Verstorbener, Dokumente, Tagebücher, Film-, Tonaufnahmen und Fotoalben die Ihnen als Nachlass einer Ihnen bekannten Person zugänglich gemacht wurden und eine Rekonstruktion dieses Lebens im Sinne einer geschichtlichen Auswertbarkeit eventuell mit Ihrer Erinnerung kombiniert ermöglichen.  

 Wann sollen Sie sich mit uns in Verbindung setzen?

 Am besten jetzt. Denn das menschliche Gedächtnis kann auch vergessen oder einmal krankheitsbedingt vollständig versagen. Dann ist es gut wenn man seinen Wissens- und Erfahrungsschatz bereits sicher gespeichert hat. 

 Wem nützt das denn?

 Auch wenn es Gegenwärtig nicht so scheint, so kann die Geschichte ein aufschlussreicher Lehrmeister sein. Oft werden Zusammenhänge in der großen Weltpolitik genauso wie auch in der eigenen Familienlinie erst in einer Rückschau über viele Jahrzehnte oder gar erst nach Hundert Jahren oder länger besser begreifbar. Geben Sie doch der dann lebenden Generation den Schlüssel zum Verstehen schon jetzt mit, auch dann wenn Sie keine eigenen Kinder oder Enkelkinder haben.   

Wem spricht das Zeitzeugenarchiv-Wien an?

 Angesprochen werden in erster Linie Jährgänge die das Jahr 1945 zumindest als Kind noch erlebt haben, aber auch Personen mit Migrationshintergrund Stichwort Ungarn 1956 und Prager Frühling 1968. Weiters Personen die durch den persönlichen Kontakt über bereits verstorbene oder für nicht mehr für sich selbst sprechende Personen mit deren Einverständnis sich Einbringen möchten. 

Warum gibt es das Zeitzeugenarchiv-Wien?

Die wenigsten Menschen hatten Zeit, Möglichkeit und Muße ihre persönlichen Erinnerungen und Erlebnisse aber auch ihre Erfahrungen mit dem jeweiligen Zeitgeist zu dokumentieren. Es folgten mitunter familiäre oder beruflich bedingte Trennungen und Übersiedlungen die selbst Unterlagen, Dokumente wie auch Fotos verlustig werden ließen.

Wenn dann die „Kinder aus dem Haus“ sind, und man in der Pension Zeit hätte sich dem Thema zu widmen, dann fehlt einem mitunter die Übersicht und der „richtige Draht“ dafür wie man die Sache am besten angehen kann.

Oft kommt dazu, dass man selbst keinen Begriff dafür hat was das selbst tagtäglich erlebte und gelebte Leben an informativen "Wert" einmal haben könnte, da es ja wie der Name sagt etwas Alltägliches war und ist. Doch auch der Alltag änderte sich im Laufe eines Lebens und dies noch umso mehr im Rückblick über Generationen die so in die eigene Familiengeschichte Einsicht nehmen können.

Leider hat bereits die eigene Familiengeschichte des Initiators gezeigt, das mit dem Ableben von Verwandten meist auch konkrete und sachlich richtige Erinnerungen an deren Leben und Wirken verlustig gingen. Was bleibt, sind oft mehr oder weniger stark verklärte Anekdoten. Vereinzelt, leider krankheitsbedingt verliert mitunter im Lebensabend die Großmutter oder der Großvater als Zeitzeuge das Gedächtnis die dann nicht mehr befragt werden können. Gleiches gilt für verstorbene Bekannte wo man selbst oft noch zu jung oder „mit anderen Dingen“ beschäftigt war ehe es für die Erinnerung zu spät wurde.

Auch eine aufgenommene Tonband-Kassette ohne Begleitinformationen und Fotos sind dann kaum zu einem Thema und einem Ereignis mehr zuordenbar. Von sich ergebenden technischen Unzulänglichkeiten, Stichwort alte Tonbänder und Super 8 Filme, einmal abgesehen.

Durch die intensive Auseinandersetzung der Mitarbeiter von Zeitzeugenarchiv-Wien mit der Geschichte ist zudem eine Hilfe und Fehlerminimierung bei der Zuordnung von Ereignissen gegeben.

Wie funktioniert das Zeitzeugenarchiv-Wien?

Der Ablauf:

  1. Sie nehmen Kontakt per Email [Zeitzeugenarchiv-Wien (at ) Chello . at] oder Telefon mit dem Zeitzeugenarchiv-Wien auf und wir vereinbaren einen unverbindlichen Gesprächstermin.
  2. Gerne erläutern wir im Detail welche Möglichkeiten es gibt und können Zusammen einen Plan erstellen in dem Ihre Wünsche und Themen abgezirkelt festgehalten werden.
  3. Sie bestimmen, ob Sie selbst frei erzählen wollen was immer Sie sagen möchten oder ob Sie ein vom Interviewer geführtes strukturiertes Gespräch mit Rückfragen zu Details bevorzugen.
  4. Sie bestimmen selbstverständlich auch welche Themen oder Ereignisse sie bewusst auslassen möchten.
  5. Dann folgen die Gespräche.

 Nachfolgend sind die gedachten Varianten und Inhalte angeführt:

Varianten

Lebenserinnerungen als Interview, nur Ton

Lebenserinnerungen als Interview mit Bild & Ton

Strukturieren & Digitalisierung von Foto und Scannen von Dokumenten

Gespräch für Fotobuch

Gespräch für Biografie

Nur für Sie persönlich

 

 

 

 

Für Sie und umgehend freigegeben für das Zeitzeugenarchiv-Wien

Für Sie und freigegeben für das Zeitzeugenarchiv-Wien posthum

 

 Wo gehen meine Erinnerungen hin?

 Dieses bestimmen in erster Linie Sie selbst bereits durch die Wahl der gewünschten Unterstützung!

  1. Das kann eine Ausfertigung nur für ihren persönlichen Gebrauch sein. Ergänzt werden kann dies durch eine gezielte Streuung um den Totalverlust z.B. bei technischen Gebrechen oder Diebstahl/Feuer etc. zu minimieren. Ideal wird eine kontrollierte Streuung (Durch digitale Kopienanfertigung) sein. So wird eine Ausfertigung bei Ihnen weiter gelagert, weitere Ausfertigungen können an Ihnen nahe stehende Personen gegeben werden, einem Notar hinterlegt usw.

  2. Sie bestimmen ob Ihre Erinnerung bereits zu Ihren Lebzeiten vom Zeitzeugenarchiv-Wien verwendet werden darf oder erst nach dem Ableben für Historiker u.a. mit dem Thema arbeitende Menschen zur Verfügung stehen soll. Das so gespeicherte Vermächtnis wird entsprechend technisch abgesichert aufbewahrt und nach bestimmten Suchbegriffen de, Personenkreis zugänglich gemacht. 

 

 

Quellennachweise:

Passende Links zum Thema:

  1. Zwei Minuten kostenlos eine mündliche Nachricht Aufnehmen in der Österreichischen Mediathek
  2. Das ZDF Projekt "Gedächtnis der Nation" 
  3. Zeitzeugenarchiv Österreich für Tirol und Südtirol 

 

Erstellt von W. Scheida im Oktober 2011, Update 08.11.2011

Postanschrift: Zeitzeugenarchiv Wien c/o R. Eberl, A-1190 Wien, Döblinger Hauptstraße 17/12

Email: Zeitzeugenarchiv-Wien (at ) Chello . at