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meinen in die Familie eingeheirateten Urgroßvater Kurt Windisch 

(1914 - ~1988)  

Eine Bilderzählung aus seinem Leben
 
Etwa im 8. Lebensjahr wurde eine damals nicht heilbare Kinderlähmung festgestellt die sein Leben nachhaltig prägen sollte. Folglich er immer mit einem Rollstuhl, Gehsessel mit dem er sich abstützen konnte im Haus der Eltern wo er in Mödling aufgewachsen war sowie den späteren Lebensorten fortbewegen konnte.
Erhalten ist eine Postkarte geschrieben von seinem Vater aus der russischen Kriegsgefangenschaft (1. Weltkrieg) wo er nach seinem Sohn fragt.

Er dürfte noch eine Schwester sowie einen Bruder gehabt haben.
Überlieferungen nach konnte sein Vater mit diesem "körperlichen Mangel" nicht angemessen umgehen.

Schon früh hielt die motorisierte Fortbewegung mit Motordreirädern einzug, ab den 1950er Jahren mit dem damals wirtschaftlich günstigen Glas Goggomobil, dem Puch 500 und etwa ab Ende der 1960er Jahre der Renault 8 sowie sein letztes Auto mit dem Renault 5.

Gearbeitet hat er als Lohnbuchhalter, soweit bekannt in den Enzersfelder Metallwerken ehe er in den 1960er Jahren in die Frühpension bzw. Invaliditätsrente gehen konnte.

Siehe dazu die eigene Website zu seinem RENAULT 8 Automatic in der behindertengerechten Ausführung.

Markant waren auch seine Nutzung neuer Medien, heute uns selbstverständlich, wo er mit Kassettenrekorder für Freunde, Bekannte und der Familie Tonbriefe zuzüglich seiner auch intensiver geführten schriftlichen Korrespondenz sowie seinem damals intensiven Telefonieren kommunizierte.

"Nicht gehen lassen" war ein Merksatz dem er einst einem jungen "beleibteren" ebenso Querschnittgelähmten auf den Weg gab. Die Ärzte hätten ihm seinerzeit selbst nur rund 40 Lebensjahre "gegeben".

Mit seiner Disziplin wurden rund 74 daraus.

Im etwas höheren Alter heiratete er meine Urgroßmutter Leopoldine, selbst eine dem Krieg und anderen Ereignissen geschuldete mehrfache Witwe wo sie von der WAG Traisensiedlung nach Lilienfeld und später an die Mariazellerstraße Marktl/Traisen nahe des Fried von Neumann Werkes zogen wo es eine behindertengerechte Wohnung, einer ehemaligen Schusterwerkstatt gab an der auch eine Garage aus einer Waschküche heraus ausgebaut werden konnte. .  

 

 

 
 
 
Kurt_Windisch            

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