Japans Televisionen: Sehen - Studieren - Nachbauen - Verbessern - weltweit Verkaufen
noch in Arbeit !! Updated: 24 April 2010
Vorkrieg:
Mr. Kenjiro Takayanagi (1899 - 1990) der "Vater" des japanischen Fernsehens baute 1931 einen auf Braunscher Elektronenröhre basierenden 100 Zeilen bei 20 Vollbildern/sec arbeitenden Fernsehempfänger um einfache Schriftzeichen darstellen zu können.
1936 vervollständigt er sein vollelektronisches 245 Zeilen TV System
1938 übernahm das Japanische Fernseh Forschungskomitee den 441/25 Standard mit Zeilensprung als Vorbereitung für die Olympischen Spiele, die 1940 in Tokio stattfinden und übertragen werden sollten wozu es Kriegsbedingt nicht mehr kam.
Zu diesem Zweck waren auch Geräte aus Deutschland bestellt die aber nicht mehr übergeben werden konnten.
Der Ideengedanke einer geplanten "Weltnorm" liegt hier einmal mehr im Raum. (Deutschland/ Italien/ UdSSR/ Japan)
Nachkrieg:
Unübersehbar ist der amerikanische Einfluss auf das japanische Fernsehen:
Einführung des NTSC I S/W Standards im August 1953 von der staatlichen Station NHK
Basis: 12 VHF Kanäle japan. Band I + III die sich jedoch wesentlich vom US Kanalraster unterscheiden!
525 Zeilen/60Halbbilder; Beachte das 100 V (!) 50 & 60 Hz* Spannungsnetz in Japan dessen Ursprünge auch auf das Deutsche 441 Zeilen System Rückschlüsse zulassen!
Ein Stellvertreter der Empfangsgeräte jener Zeit ist der 14" Sharp TV3-14T

Mit zweierlei Maß reagierte das Handelsministerium in Tokyo mit dem Einfuhrverbot ausländischer Fernsehgeräte. [A-Der Radiopraktiker Nr. 19 8.Mai 1954]
NHK testet neben NTSC auch das "De France System > Damit wäre dies der erste bekannte Test von 525 Zeilen SECAM [A- Der Radiopraktiker Nr. 6/S23 7. Februar 1959]
Einführung der NTSC II Farbnorm in September 1960
Siehe PDF - Artikel aus (A) Radioschau 1/1961
Die ersten Geräte (alle mit 21" RCA 21CYP22 Importröhre!)
1958 - Toshiba D-21WE

Hitachi CT-150

JVC

Dann 1961 folgte die Vorstellung der Eigenentwicklung einer 17" - 43cm Farbbildröhre was von der Gerätegröße eher den japanischen Marktwünschen entsprach:
Toshiba 17WG mit 430AB22 Bildröhre
weitere Entwicklungen waren die 6BZ6, 12BY7A, 12BH7A, 6AQ5, und 6DQ5 Fernseh Röhren
Ab 1964 wurde am analogen HDTV System gearbeitet welches Anfang der 1980er Jahre im MUSE (Multiple sub-nyquist sampling Encoding system) Standard mündete: FM Übertragung 1125 Zeilen/60Halbbilder/sec. bei 1035 aktiven Zeilen und 5/3 Bildformat.
Quellen und Verweise:
http://museum.toshiba.co.jp/history/1goki/1958tv.html
Die angeführten NTSC Empfänger wurden auch zu Studienzwecken nach Bukarest/ Rumänien gebracht
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* 1896: AEG und Siemens liefern nach Japan. 1896 gingen in einem Kraftwerk der Tokyo Electric Light Company gleich 6 Drehstromgeneratoren der AEG in Betrieb, im selben Jahr waren es 4 Generatoren von Siemens für das Keage-Kraftwerk in Kyoto. Mit diesen Importen aus Deutschland holte Japan die Frequenz 50 Hz ins Land, wo sich vorher durch Einfuhren aus den USA schon die «amerikanische» Frequenz 60 Hz angesiedelt hatte. Als Folge davon ist Japan bis heute geografisch in zwei Frequenzgebiete geteilt: östlich des Fudschijamas gelten 50 Hz, westlich davon 60 Hz [17]. |
Zitat aus Der Weg zur Normfrequenz 50 Hz Gerhard Neidhöfer, 5212 Hausen bei Brugg |
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Updated: 24 April 2010