| Kurzzusammenfassung zur geschichte des Rumänischen FernsehenS: |
sHORT
HISTORY OF TELEVISION
in Romania
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Beitrag in fortlaufender Bearbeitung & Korrektur! Stand 27.3.2009 Der Rumänische Analogfernsehstandard war nach OIRT D/K (6.5 MHz Ton) und SECAM? Farbe
Neben den schicksalsträchtigen weltbewegenden Ereignissen vom Fall der Berliner Mauer waren es insbesondere die rot gefärbten Fernsehbilder der Revolution aus Rumänien die uns am Übergang zu einer neuen Zeit teilhaben ließen. Das Medium Fernsehen spielte bei diesem Ereignis zudem eine Schlüsselrolle im Geschehen. Grund genug sich mit der Entwicklung und dem Aufbau des Mediums Fernsehen in Rumänien zu beschäftigen (wiewohl es keine Schlüsselfunktion für die Fernsehtechnische Entwicklung innehatte) was ich dank einem informativen EMail von RM.org Mitglied Frau Lenuta C. vom Museum für Wissenschaft und Technik in Bukarest in einer ersten Aufstellung und einer frei gehaltenen Übersetzung aus dem Englischen mit Einbindung weiterer Beiträge hier unternehme: Das mechanische Fernsehen: In
Rumänien sind die ersten Veröffentlichungen zum Fernsehen in zwei
Fachzeitschriften „Radio Român“
and "Radiofonia" bereits 1925 erschienen. Zu diesem Zeitpunkt hatte aber das Fernsehen (Television) noch keine offizielle allgemein gebräuchliche Bezeichnung. Der britische Erfinder John Logie Baird bezeichnete zu dieser zeit seine Gerätschaft als "Televisor" während der Rumänische Begriff zwischen radio-viziune, radioteleviziune and televiziune wechselte. 1925 unternahm das Laboratorium für Akustik & Optik der Universität von Bukarest auch einen Versuch zur Übertragung von Bildern über kurze Distanzen. Der
Physiker George
D. Cristescu, veröffentlichte 1928 das erste Rumänische Buch zum Thema
Fernsehen mit dem Titel „Problema
televiziunii“ in dem er ein neues System zur mechanischen Abtastung
vorschlug [1]. Im November 1937 präsentierte das Bukarester
Athenäum
als demonstrativen Beweis Rumänischer Leistung im Rahmen einer Konferenz
einen im Labor der
Fakultät der Wissenschaften in Bukarest aufgestellten Bild Sender (Mech.
oder elektronische Bilder?). Die Vorstellung weckte das Interesse von mehr als 2000 Personen und als Konsequenz wurde das Experiment wiederholt [2].
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In
Romania, the first pieces of information
on television were published in two specialized magazines, Radio
Român and Radiofonia, already in 1925. By then, television had not yet had an
official name. Baird refers to it as televisor
– and the Romanian versiosn oscillate between radio-viziune, radioteleviziune
and televiziune. In 1925 the
Accoustics and Optics Laboratory within the University of Bucharest carried out
the experiment which consisted in the transmission at small distances of some
drawings.
George
D. Cristescu, physicist,
published the first work on television in Romania “On Television” (original
title “Problema televiziunii”), Bucharest, 1928, where he proposed a new
system of mechanical exploration[1].
In 1928 he also carried out the first attempts within Romania of
tele-transmission of images.
In November
1937, the Romanian Athenaeum of
Bucharest presented within a demonstrative conference the first Romanian
achievement in the field of television: an image – broadcaster made within the
laboratory of the Faculty of Sciences in Bucharest. The presentation raised the
interest of more than 2000 persons and consequently the experiment had to be
repeated[2].
The first experimental
television station ever built in Romania was prepared by a team coordinated by
prof. Alexandru Spătaru of the Central Laboratory of Telecommunication
Research in Bucharest. On 23 August 1955, the experimental station started
regularly broadcasting for the few tens of TV sets existing by then in Bucharest.
By the end of the same year, the Television Centre of Bucharest started its
activity and it was equipped with Russian devices.
In 1964 there took place the first demonstrations of colour television
using the SECAM system, but it was only in 1972 that the broadcast station of
the Television Studio became operaţional.
It
was in 1964, within the Electronica
enterprise, that the specialists of the factory created and produced the first
TV: E43-110, which was then followed in 1966 by the TV sets
Dacia, Miraj with
Romanian electronic tubes. In
1970 there took place the inauguration of the Black-and-white
Kinescopes Enterprise with German and American licenses. Between 1971-1978
hybrid TV sets were created (with transistors and electronic tubes) H1 and H2
and starting from 1977 black-and-white TV sets with integrated circuits were
produced. In 1984, there were built the first portable TV sets with reduced
consumption of energy.[3]
In 1983 the first Romanian colour TV set was produced, its name being Telecolor
3006. After
1989 the Romanian electronic industry could not cope with the concurrency and
from producer it turned into a costumer. Electronica
still produces electronic equipments and assembles TV sets produced by famous
brands on the market.
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Das elektronische Fernsehen in Rumänien: Die überhaupt erste gebaute experimentelle Fernsehstation Rumäniens entstand durch ein Team unter der Leitung von Professor Alexandru Spătaru vom Zentralforschungslabor für Telekommunikation in Bukarest. Am 23. August 1955 begann die experimentelle Station mit der Ausstrahlung regulärer Sendungen für einige duzende Fernsehempfänger die es in Bukarest bereits gab. Mit Ende des Jahres 1955 startete dann das Bukarester Fernsehzentrum seinen Betrieb, ausgerüstet mit Sowjetischer Gerätschaft. Das World Radio TV Handbook 1961 weist für Rumänien folgende aktive Kanäle (Ein Programm) aus: Bukarest: Kanal II mit 20 kW Sendeleistung Bacau: Kanal I als Relayssender Orasul Stalin: Kanal III Pitesti: Kanal IV Birlad: Kanal VIII Bei nur verhältnismäßig wenigen Wochenstunden auf Sendung. Außer Bukarest haben alle Sender nur geringe Sendeleistungen ausgewiesen! Das Farbfernsehen in Rumänien: 1964 wurden die ersten Farbfernsehvorführungen nach dem SECAM System durchgeführt, wiewohl erst ab 1972 das Farbfernsehen Einzug in die staatlichen Fernsehstudios gehalten hat. Die Rumänische Fernsehgeräteindustrie: Das Unternehmen „Electronica“ entwickelte 1964 selbst den ersten rumänischen Fernsehempfänger Type E 43-100 dessen Modellreihe 1966 durch die Modelle Dacia und Miraj (letzteres übersetzt: Fata Morgana) beide mit Rumänischen Röhren bestückt später auch mit dem Modell Cosmos fortgesetzt worden ist. (Die Wahl und Häufigkeit der Namen ähneln scheinbar wie bei den sowjetischen Modellnamen wie etwa "Mir" oder "Volga" die vom Rasierapparat über den Radio und Fernseher bis hin zum Auto gerne für alles verwendet wurden.) Wie auch beim allbekannten Rumänischen Auto „Dacia“* , dem Farbfernsehsystem SECAM selbst, aber auch in der Stadt Bukarest manifestiert als das "Paris des Ostens (Klein-Paris)", erkennen wir eine kulturelle Anlehnung an Frankreich die auch wirtschaftlich für beide Länder Früchte gebracht hat. *(das jüngst eine nie da gewesene Popularität in Europa mit seiner beliebten Neuauflage erhalten hat – ein echter Volkswagen also, auch wenn er eigentlich von Renault kommt) Der langjährige Staatschef Nicolae Ceauşescu verfolgte in seiner Politik einerseits eine wirtschaftliche Autarkie Bestrebung für sein Land mit der er sich über Blockzugehörigkeitsbedingte Einschränkungen, wie etwa dem Ostblock/Warschauer Pakt mit eigenen „Ideen“ zur Wehr setzte. Auch sind uns über den Farbfernsehstandard unklare Informationen vorliegend: (Siehe englischer Beitrag [4]) Wie oben angeführt wurde für ein Ostblockland naheliegend der SECAM Standard "gewählt". "Unstimmigkeiten" zwischen dem Rumänischen Staatschef und Moskau dürften aber eine Abkehr von Sowjetischer Technik eingeleitet haben was sich vielleicht in einem späteren PAL Votum niedergeschlagen hat. Die PAL Referenz, Walter Bruch schreibt über Rumänien in einem seiner Fachbücher nur von seinen erfolgreichen PAL Übertragungsvorführungen an Sendern sowjetischer Technik in den Karpaten. Über die endgültige Standardentscheidung schweigt er sich aus. Da erst mit 1983 Farbfernsehgeräte aus eigener Produktion zur Verfügung standen, so wäre seit 1972 für über 11 Jahre alles auf sowjetischen Importgeräten aufgebaut gewesen wenn es denn tatsächlich überhaupt einen ernsthaften Farbfernsehstudio- und Sendebetrieb gegeben hat. 1970 folgte die Inbetriebnahme eines Schwarz-Weiß Bildröhrenwerkes auf Basis von Deutschen & Amerikanischen Lizenzen. Zwischen 1971 und 1978 wurden S/W Hybridfernsehgeräte Typ H1 & H2 mit Röhren und Transistoren Bestückung hergestellt während mit 1977 die Fertigung von S/W TV’s mit integrierten Schaltkreisen begann. 1984 folgten die ersten tragbaren TV Geräte mit bereits reduziertem Energieverbrauch.[3] 1983 wurde mit dem „Telecolor 3006“ der erste Rumänische Farbfernseher produziert. (Andere Quellen sprechen vom Telecolor 3006 als ein „DDR RFT Colorett 3006 mit zusätzlicher OIRT-Norm als eigentlichen Import TV?“ oder gar einer DDR Lizenzfertigung?) Als
weiteres Modell wird der Telecolor 3007 genannt. Als Halbleiter sollen DDR
Produkte Verwendung gefunden haben während "Unitra" – Polen,
"Videocolor" – Italien oder "Toshiba" - Japan mit
Typen 2. Wahl speziell für Rumänien als Bildröhrenlieferanten dienten.
(Vergleiche DDR mit den Sowjet Importröhren beim Color
20) Telecolor 5601, 5602 and 5603 folgten bereits mit Videoeingang jedoch mit merklich sinkender Qualität/Standfestigkeit bei den eingesetzten Bauteilen [4]. (Vergleiche die Qualität der Lada Auto Fertigung in der UdSSR zu Beginn noch mit ausgesuchten hochwertigen Importteilen in den 1970er Jahren und ausschließlicher Eigenproduktion in den 1980er Jahren). Nach der Revolution 1989 konnte die Rumänische (Unterhaltungs-) Elektronikindustrie nicht mehr zum internationalen Wettbewerb aufschließen und wurde vom eigenständigen Produzenten zum reinen Verbraucher oder Importeur. Electronica produziert weiterhin (Infostand aus 12/2006) elektrotechnische Produkte und fährt als verlängerte Werkbank Produktionslinien für die Herstellung von Fernsehgeräten für bekannte internationale Markenhersteller. Das Medium Fernsehen der Rumänen im kommunistischen Alltag: Programmmäßig diente das Medium als Träger der Selbstdarstellung des omnipräsenten Staatsführers der selbst wiederum in China bei Mao und in Nordkorea seine diesbezüglichen Vorbilder gefunden und studiert hat. Auf die allgemeine Lebenssituation im Rumänien der 1980er Jahre möchte ich hier nicht in den Details eingehen - soweit es für die Fernsehzuseher relevant war sei soviel hier gesagt: Mir selbst hat Anfang der 1990er Jahre im Rahmen eines Verkaufsseminars in Salzburg ein Rumänischer Dipl. Ingenieur von seinem Studium bei Kerzenlicht erzählt...... Verordnete Stromabschaltungen reduzierten zudem das Fernsehen wochentags auf etwa 2 - 3 Stunden täglich [4]. Kein Wunder also wenn die Antennenbauten speziell spätestens in den 1980er Jahren gerne nach allen Himmelsrichtungen hin erweitert wurden. |
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Aus Google: Eine Übersicht des Landes mit Entfernungsgrößenordnungen zur Orientierung für möglichen terrestrischen Auslandsfernsehempfang |
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Bukarester
Fernsehteilnehmer und im Süden des Landes wohnende Genossen ergänzten
ihre Informationen zumindest in der Sprache der Bilder mit dem Programm
aus dem benachbarten Bulgarien - ein Land das ein etwas moderateres Regime
am Ruder hatte.
Der Nordosten des Landes mit Moldawien durfte sich am Sowjetischen Fernsehen der Perestroika Ära unter Gorbatschow erfreuen*, der Nordwesten war mit Ungarischen Bildern versorgt und der Südwesten des Landes war wohl mit Informationen aus Titos Staatennachlass in PAL CCIR B/G (5.5 MHz Bild/Ton anstelle OIRT 6.5 MHz) auf dem Laufenden. * Es dürfte was am "Flair und der Ausstrahlung" des UdSSR TV dran gewesen sein, wenn es in den 1980er Jahren einen österreichischen Zeitungsbeitrag wert war zu berichten das sich viele jüdische Emigranten aus der UdSSR in Israel um damals 70.000 Schilling (~5.000,- € ohne Inflationsberichtigung) erste SAT Anlagen (4 GHz) für den Empfang der Sowjetisch-Russischen Satelliten aufgestellt haben. Das an der Revolution nicht ganz unbeteiligte Temesvar (Timişoara) mit seinem historisch hohen Anteil einer ungarisch stämmigen Bevölkerung und die offensichtlich einfache technische Erreichbarkeit für Fernsehsender aus Serbien und Ungarn wird wohl kein zufälliges Stück im Gesamtpuzzle um die Ereignisse jener Tage gespielt haben. |
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Quellennachweis: [1] Mihai Drăgănescu, mit der Präsentation Din istoria telecomunicatiilor in Romania „Die Geschichte der Telekommunikation in Rumänien“ : Telekommunikation in Rumänien.“: Telecomunicatiile in Romania. Ausgewählte Seiten mit den Arbeiten aus der Konvergenz “Istoria Telecomunicatiilor in Romania”, abgehalten in der Aula der Rumänischen Akademie am 5 April 2003. [2]
Andrei Ciontu, erban Naicu, Laurenţiu Moisin, Vasile Ciobăniţa,
Pagini din istoria electronicii şi radiocomnicaţiilor, Editura Naţional,
1998 [3]
Idem Weitere Informationen siehe Forenbeitrag im Englischen Teil! Ein besonderer Dank gilt Frau Lenuta C. vom Museum für Wissenschaft und Technik in Bukarest. Anmerkung: Allfällige Widersprüche dieses Textes mit den bekannten Daten bei den im RM.org gelisteten Rumänischen Herstellern sind Gegenstand fortlaufender thematischer Auseinandersetzungen und Überprüfungen (Stichwort: Tatsächliche Eigenentwicklungen und Lizenzfertigungen)! Bleibt noch die Einladung an alle Rumänische Fernsehgeräte in unserem Radiomuseum.org auch zu listen! - Gegenwärtig (3/2009) haben wir dort keinen einzigen!
Für sachdienliche Hinweise schreiben dem Autor bitte ein EMail- Danke!
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[1]
Mihai Drăgănescu, the
presentation “Din istoria telecomunicatiilor in Romania :
Telecomunicatiile in Romania. Pagini de Istorie”, works of the conference “Istoria Telecomunicatiilor in Romania”,
organized in the Aula of the Romanian Academy on 15 April 2003 [2]
Andrei Ciontu, erban Naicu, Laurenţiu Moisin, Vasile Ciobăniţa,
Pagini din istoria electronicii şi radiocomnicaţiilor, Editura Naţional,
1998 [3] Idem Special thanks to Mrs. Lenuta C. from the Musee de la Science et de la Technique [4] Taken from a threat written by Telecolor 3007 Bucharest, Romania:
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© 12/ 2006/ 2009 - by W. Scheida
Updated: 19.05.09