Unerfüllte Erwartungshaltungen an ein über 50 Jahre altes Radio-Phono-TV Kombinationsgerät der frühen Unterhaltungselektronik

-Die Chancen und Risiken im Betrieb eines nostalgischen Geräts

 

Nachstehendes schreibe ich, um geneigten Sammlern die sich mit der Absicht spielen ein nostalgisches Gerät mit dem Ziel einer möglichen Alltagstauglichkeit anzuschaffen einige Gedanken auf dem Weg zu geben. Nicht sehr viel anders gelagert sind die Voraussetzungen wenn man ein solches Gerät „nur“ zum Anlass von Gastbesuchern im funktionierenden Betrieb nehmen will.

Damit soll keineswegs die Lust und Freude an solchen Vorhaben zerstört oder gemindert werden, jedoch auf die der Substanz zu Grunde liegenden Problematiken und Aufgabenstellungen kurz eingegangen werden um falsche oder zu hohe Erwartungen zu vermeiden.

Als Gerätebeispiel, und es könnte auch eines einer beliebig anderen Herstellermarke sein wähle ich den Österreichischen Minerva Gloriette 590 (A) 

Denn das Kombigerät bietet, selbst wenn es nicht eingeschaltet ist ein sehr eindrucksvolles Auftreten. Die „kleine“ 43er Bildröhre beim 590 (ohne A) sorgt zudem auch bei Verwendung als Ziermöbel noch für moderate Gehäuseabmessungen im Arbeits- oder Wohnzimmer.

Es handelt sich dabei um ein Österreichisches „Multimediacenter“ etwa aus dem Jahre 1958. Das bedeutet, dass ein eigenständiges Fernsehchassis mit eigenständigem Abstimmaggregat vorhanden ist (im Gegensatz zur „Sparefroh“ Ausführung mit dem unpraktischen Kombituner des Minerva Schrank 569). Weiters ist ein vier Geschwindigkeiten Dual Plattenspieler 295 mit Automatikabschaltung sowie ein mit UKW und eindrucksvollen Klangregeleinrichtungen ausgestattetes Radioteil vorhanden. Es fehlt lediglich der später in Mode gekommene „3D Klang“.

 

Voraussetzung:

 

Dem Betreiber eines solchen Geräts wird nahegelegt selbiges nur unter persönlicher Aufsicht eingeschaltet zu lassen um Brandgefahr und anderes hintanzuhalten. Bei Arbeiten am nicht geerdeten sondern spannungsführenden Chassis ist die Verwendung eines Trenntransformators zum Schutz von Leib und Leben dringlich empfohlen!    

Auf was kann (aber nicht unbedingt muss) sich ein Käufer eines solchen Geräts sofern es von einem Vorbesitzer nicht jüngst komplett restauriert und fortwährend gewartet worden ist einstellen?

 

Zum Fernsehteil:

Auf dem Modell des Minerva Gloriette 598/599 basierend bietet der Fernsehteil einige nette Features wie die zuschaltbare Abstimmanzeigeröhre und umfangreiche Bild und Toneinstellmöglichkeiten. Die Synchronisation ist noch nicht automatisch arbeitend, was den Reiz auch hier noch sebst Hand anzulegen erhöhen kann. 

Gehen wir von einem grundsätzlich funktionierendem Chassis und der Bildröhre aus, dann flimmert nach dem Einschalten und der Warmlaufphase zuerst einmal ein helles Raster wenn der Kontrast- und Helligkeitsregler etwa auf zwei Drittel aufgedreht sind.

Da es den terrestrischen Analogfernsehempfang nicht mehr gibt, bietet sich um hier auf der sicheren Seite zu sein an, wie in diversen Foren & RM.org Threads bereits beschrieben wurde z.B. einen DVB-C/S/T Receiver mit UHF Modulator anzuschaffen dessen Ausgang mit einem zeitgenössischen UHF Konverter verbunden wird, der wiederum das Signal auf einen VHF Band I Kanal umsetzt den unser Gerät verarbeiten kann (Noch besser wäre aber sehr selten am Markt mit VHF Modulator!).

Dies ist auch bei Kabel TV Nutzern zu empfehlen, da in absehbarer Zeit nach der Anfang 2012 durchgeführten Abschaltung der Analogabstrahlung über Satellit demnächst nach Adam Riese auch das Analoge Kabel zugunsten einer Aufstockung der Digitalkanäle diesem Beispiel folgen wird und bisherige PAL Kanäle abschalten wird.

Alternativ steht bei „unserer“ Type die Option offen einen originalen UHF Einbaukonverter nachzurüsten da bereits eine Band IV (UHF) Taste sowie die dafür erforderlichen Antennenbuchsen vorhanden sind.

Ein Pferdefuß (genauer gesagt sind es deren zwei) bleiben jedoch bei der Methode: Im Fall Eins steht unpraktisch auf der oben angebrachten Klappe des Plattenspielers ein "Konverterkastl" alias Set-Top Box herum. Im Fall Zwei müsste man elektrisch am Gerät aber auch an der rechten Seite des Holzgehäuses, wenn auch so vorgesehen, Modifikationen vornehmen. Und in beiden Fällen hat man immer ein leichtes Moiré des 4,43 MHz Farbträgers im Bild das uns natürlich nichts bringt, sowie systembedingt zumeist auch Rücklaufstreifen die sich aus nicht vollständig dunkel getasteten Impulszeilen sowie Teletextinformationszeilen zusammensetzen.

Ebenso ergeht es uns wenn wir auf diese Gerätetype eine passende Zimmerantenne (Libelle) aufstellen die auch schon UHF haben darf (und soll weil DVB-T mitunter nur auf UHF ausgestrahlt wird), jedoch auf dem Gerät wegen der Phonoklappe nicht wirklich eine Heimat finden wird.

Als Königsweg gibt es daher den hinsichtlich des Ausgangskanals frei programmierbaren AXING Modulator, der, wenn mit dem in Fachkreisen bekannten „Darius“ Modul nachgerüstet wurde den Rücklaufstreifen aber auch den ungenutzten Farbträger ein Ende bereitet und so eine Bildqualität ermöglicht die letztlich besser ist als es in den 1950er Jahren terrestrisch denkbar war. (Für die nachträgliche Erzeugung zur Epoche passenden Störungen kann ein nachgeschaltetes Dämpfungsglied oder eine Reflexionsstrecke dienen ;-) .

Nostalgiefernseher mit Vertikalfehler  Nostalgiefernseher mit passendem Testbild

Bilder: Ist/Sollzustand des Vertikalablenkteils und der dazugehörenden Synchronisierung

Erst jetzt werden wir mitunter feststellen müssen, dass es uns nach einigen Minuten oder mehr, nicht mehr gelingt die Bild und/oder Zeilensynchronisation nachzuregeln da wir bereits den Regleranschlag erreicht haben und damit das Bild unkontrolliert „durchläuft“. Als übliche Verdächtige sind hier wie mir eine Rücksprache mit Fachprofis aus jener Zeit empfahl Kondensatoren im Vertikalteil beim Bildoszillator/generator und deren Umfeld in den Fokus zu nehmen was somit eine erste und je nach Werkstattausstattung und Vorbildung des Sammlers mehr oder weniger große Hürde darstellen mag.

 

Zum Radioteil (mit Verstärker):

Wie der Fernsehempfänger lässt auch der Rundfunkteil mit aussetzenden Tasten und krachenden Reglern nicht lange auf sich warten, was soweit gehen kann, dass die Potentiometerschleifer mitunter stellenweise gar keinen Kontakt mehr haben und man so mitunter nichts hört oder sieht. Die richtige Behandlung von den Schiebekontakten in den Tastenaggregaten sowie die Instandsetzung von Potentiometern ist bereits umfangreich erläutert und mit Warnhinweisen versehen worden. Etwas anderes ist es, wenn zudem die Tasten nach dem Drücken nicht richtig einrasten und so ein „Klavierspiel“ nötig wird um einigermaßen zu einem Erfolg zu kommen. Hier wird nur eine individuelle Fehlersuche und Nacharbeit an der Mechanik bzw. eine Reparatur Abhilfe schaffen können.  

Zum Phonoteil:

Wir finden einen Dual Plattenspieler 295 vor der zum wahlweisen Abspielen der alten Schellacks wie auch der „modernen“ 45er Singles eine umschaltbare Nadel (Stellung "N" für Normal (hier also 78er Schellacks) & "M" für Micro Rille) am Kristallsystem besitzt.

Hier tun sich bei aller Einfachheit der zugrundeliegenden Prinzipien eine Vielzahl an Fehlerquellen auf: Wohl bedingt durch ausgetrocknete Lager und Reibflächen schaltet sich der Plattenspieler schon wieder ab kaum das er die Einlaufrille der Schallplatte erreicht hat. Ein reinigen und nachfetten/schmieren/ölen bzw. einreiben mit Graphitpaste kann Abhilfe schaffen. Auch können ausgeleierte müde Federn die Mechanik außer Tritt gebracht haben. In unserem Beispiel war zudem die Tonleitung zum Rundfunkchassis abgerissen die zuerst ohne dazu das Rundfunkchassis ausbauen zu müssen an den rückseitigen Phono Eingängen per Bananensteckern verbunden werden konnte. Stumm blieb das Gerät dennoch, da der nicht mehr originale Tonarm wohl ein defektes System hatte.

Abhilfe schaffte, da es sich beim Dual 295 um eine häufig(er) anzutreffende Sammeltype handelt, die Anschaffung eines Kofferplattenspielers mit weitgehend gleichem Chassis. Nach der Überarbeitung von Anschlußproblemen war, wiewohl das Gerät im Koffer ursprünglich spielte noch immer nichts zu hören. Erst ein Reinigen der mechanisch/elektrischen Lager und Kontakte zwischen System und Tonarm brachte Besserung aber auch die Erkenntnis, dass die mechanische Nadelführung wohl im Zusammenspiel mit einem bereits aussetzenden Kristallsystem keine befriedigenden Ergebnisse liefert und erneut einer Nacharbeit bzw. eines Plans „B“ bedarf. Dies gilt auch für die Antriebsmechanik selbst, die zwar jetzt nicht vorzeitig abschaltet, jedoch bei jeder Umdrehung unangenehme Schleifgeräusche von sich gibt.                  

Zwischenfazit:

Vom ursprünglichen Wunsch ein gut erhaltenes Gerät zum fairen Preis zu erwerben, das zudem einwandfrei die nächsten Jahre spielt ist man zwischenzeitlich leider mehr als einem lieb sein mag entfernt.

Das subjektiv sehr gut erhaltene Möbel, dessen schönes Design, der satte Klang und die leuchtstarke scharfe Bildröhre jedoch machen es allemal wert sich mit den problematischen Details Stück für Stück, oder wenn es sie gibt, mit Fachprofis hinsichtlich einer Komplettrestaurierung auseinanderzusetzen. Auch im Inneren sind die Chassis von einer eindrucksvollen Sauberkeit ohne schmierige, verkrustete oder oxidierte Oberflächen versehen was den positiven Eindruck unterstreicht.

Einmal mehr konnte der Unterschied zwischen dem Begriff „REPARATUR“, also der Behebung in der Regel EINES aufgetretenen Fehlers wie sie bei Geräten und technischen Erzeugnissen INNERHALB der REGULÄREN Nutzungsdauer auftreten herausgearbeitet werden. An dessen anderem Bandbreitenende steht das Erfordernis einer teil- oder gar voll „RESTAURIERUNG“ darauf begründet, das so gut wie alle Baugruppen alterungsbedingten Verschleiß aufweisen und/oder elektrische Bauelemente wie Kondensatoren und Röhren ihrer ursprünglichen Normwerte verlustig wurden (beispielhaft sind hier bei Röhrengeräten 8 Jahre zu nennen im Wissen das es vereinzelt auch 25 Jahre und länger Radios im Einsatz ohne Fehler gab und gibt). 

Zudem haben wir es hier in Summe mit drei eigenständigen Geräten zu tun, sich also die Zahl der möglichen Fehlerquellen im Vergleich zu einem Einzelgerät entsprechend hochrechnet.

Möglicherweise gerufene Helfer für Teilproblemlösungen können jedoch in solchen Fällen leicht dem Vorwurf unterzogen werden wahlweise ohnehin „nichts“ oder im Zweifelsfall noch „schlimmeres“ getan zu haben, da sich bei einem solchen Gerät mitunter nach jedem Arbeitsschritt weitere Baustellen auftun die mangels Testmöglichkeit zuvor noch gar nicht zum Vorschein geraten waren oder aber diverse Baugruppen alleine schon durch die wenigen Betriebsstunden während der thematischen Auseinandersetzung nach und nach „in die Knie“ gehen. Währenddessen unvermutet aussetzende (neu gekaufte !) Stromverteildosen garnieren dann solche Begegnungen zu unvergleichlichen und „sehr entspannenden„ Erlebnissen.

Hier kann es nicht schaden, wenn man als Sammlerfreund zuvor selbst die Erfahrung mit der Restaurierung/Reparatur/Langzeitinstandhaltung und Wartung eines historischen Gerätes, selbst wenn es „nur“ ein kleiner Radio war gemacht hat, und man so mit einer größeren Gelassenheit und Langzeitgeduld an die Sache herangehen kann. Die Freude am Besitz eines Klassikers, selbst wenn es manchmal "Manderln macht", steigt dann proportional.

Quellen & Themenlinks: 

  1. Die Links verweisen in der Regel auf die Modellseiten des Radioportals RMorg. Dieser Beitrag ist zudem dort im Forum gespiegelt wiedergegeben.

  2. Bilder: W. Scheida 
  3.  

W. Scheida / Wien Fernsehhistoriker 11-12/2011


Leser schreiben mir: 

Historische Röhrengeräte im Alltag - Was man wissen muß! 

Unser Sammlerkollege Herr Kippes schreibt folgende Zeilen die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:  

"Vielen Dank, Herr Scheida, dass Sie sich dieses Themas annehmen.

 

Leider ist Ihr Beitrag sehr schnell wieder verschwunden (Bei RMorg Anmerkung) und blieb erstaunlicherweise ohne jede Diskussion. Hier meine Meinung dazu als eMail, da ich nicht direkt auf den Thread antworten kann.
 

 

Historische Röhrengeräte sind nach meiner Meinung als nostalgische Gebrauchsgegenstände für Jedermann völlig fehl am Platz.

 

Es gilt allgemein:

 

Wer sich mit Antiquitäten umgeben und damit wohnen will, der muss ein besonderes Verhältnis dazu haben. Er muss wissen, wie man sie benutzt und pflegt. Das gilt nicht nur für historische Möbel (nicht auf den Stühlen schaukeln!) oder alte Teppiche (keine Teppichbürste am Staubsauger). Auch wer öfter mal sein Oldtimer-Auto (vielleicht einen Opel Olympia von 1950) benutzen will, muss wissen, wie man mit Zwischengas zurück schaltet und wo die Zündkerzen sitzen, wenn - durch unsachgemässes Starten - der Motor "abgesoffen" ist.


Nur wer diese Einstellung und das nötige Wissen hat, kann solche alten Dinge als "alltags- oder sogar wohnzimmertauglich" empfinden und sie nicht nur als Schauobjekt betrachten.

Ein Bekannter von mir hat in seiner Wohnung mehrere Röhrenradios in Betrieb: 1. bringt in der Küche eine Philetta (B2D23A) von 1962 UKW-Empfang (meist BR 2. Programm), 2. Im Wohnzimmer steht ein Philips Capella Tonmeister 784  mit externen Lautsprechern, auch nur für UKW-Stereo, 3. steht im "Party-Raum" eine grössere Musiktruhe (vier EL84), um damit Musik von CD wiederzugeben und 4. hat er im Arbeitszimmer mit einem Radio (etwa 1950, keine Tasten) AM-Empfang auf Mittel- und Kurzwelle.

Elkos und Koppelkondensatoren hat er ausgewechselt, Netztrafos auf 240V gestellt, er wollte auch Heissleiter einbauen.

 

Den Ärger mit krachenden und aussetzenden Tasten hat er radikal beseitigt: Bei den Geräten 1 bis 3 hat er die entsprechenden Kontakte überbrückt - es geht nur noch UKW (bei 1 und 2) bzw. Bandeingang (bei 3)! Nur die "AUS"-Taste funktioniert normal.

Ein Problem hat auch dieser Radiofreund nicht gelöst: Die aussetzenden oder krachenden Potis. Er "nervt" seine Familie, weil er immer wieder verlangt, vor dem Ausschalten alle Potis auf "Null" zu stellen (so wie es Profis und Toningenieure lernen). Auch hat er mit viel Mühe Ersatzpotis aufgetrieben. Aber selbst fabrikneue, originale Potis krachen zum Teil. Na klar, wenn sie 30 oder 40 Jahre in der gleichen Stellung gelagert wurden (statt in "Null-Stellung").

Auch ich hatte vor einem Jahr viel Mühe einer Gruppe von Jugendlichen ihre famose Idee auszureden: Sie wollten aus einer alten Musiktruhe eine "tönende Bar" machen!

Ich persönlich halte wenig davon, Vorkriegsgeräte wieder "funktionsfähig" zu restaurieren: Da müssten nicht originale Teile eingebaut werden, man hätte dann zwar ein funktionierendes Gerät, aber ein "Technikdenkmal" zerstört.

 

Mein Vergleich: Kein Restaurator käme auf die Idee, bei einer gotischen Holzplastik (oder einer Madonna von Riemenschneider) alle holzwurmzerfressenen Teile auszuwechseln damit sie wieder "wie neu" aussieht.


Sicher haben auch andere Sammlerkollegen ähnliche Erfahrungen gesammelt. Aber leider hat keiner die Diskussion eröffnet.
 

 

Mit freundlichen Grüssen
Otto Kippes."

 

Nachtrag von WS:

 

Beiträge wie diese sollen keinesfalls die Lust an diesem schönen und lehrreichen Hobby mindern. Vielmehr wollen wir damit einen "mündigen" und gut informierten Sammlerzuwachs ansprechen bzw. Unterstützung anbieten um Diesen heranzubilden. 

 

Technische Antiquitäten auch technisch funktionell erleben: 

Unser Sammlerkollege Herr Gerber schreibt folgende Zeilen die ich ebenso gerne poste: 

Mit Herrn Kippes stimme ich vollkommen überein, daß jemand, der sich mit Antiquitäten umgibt und mit ihnen leben will, ein besonderes Verhältnis im Umgang mit ihnen haben muß.


Nicht jedoch zustimmen kann ich seinem Vergleich von historischen Röhrengeräten mit den Holzwürmern in der Riemenschneider-Madonna!

Im Gegensatz dazu sind Röhrengeräte technische Antiquitäten, die nach meiner Intention neben (und gerade auch wegen) ihrem historischen Kulturgutstatus auch technisch funktionell sein sollten. In meiner Röhrenverstärkersammlung, die zu einem Teil unter meinem Profil zu sehen ist, sind fast alle Geräte von mir wieder bühneneinsatztauglich gemacht worden. Es erfüllt mich immer wieder mit großer Freude, wenn ich mit meinen Musikerfreunden bei Konzerten diese alten Schätzchen verwende, um traditonellen, akustischen Blues mit Verstärkern und Instrumenten der zugehörigen Zeitepoche den Zuhöhrern nahezubringen. 
Auch würde es mir nie einfallen, meine Motorräder aus den 20er und 30er Jahren nur in der Garage stehen zu haben, für mich gehören sie, wenn auch nicht täglich, zum Fahren auf die Straße. Wenn ich damit unterwegs sein kann geht mir richtig das Herz auf.


Meiner Meinung nach sollte man alte Technik nicht nur anschauen, man sollte sie auch erleben können.

 
Mit freundlichen Grüßen
Hannes Gerber

 

Updated: Freitag, 21 Dezember 2012