Televisionen-Schweiz 

Erste Erkenntnisse über das Fernsehen in der Schweiz:

 CCIR 625 Norm B, 

 

   
   
1951 [1]

Das ist der Kanal 4 im Band I, 

1. Juli 1954 Es gibt 2.765 angemeldete Fernsehteilnehmer, 841 davon in Hotels und Gaststätten [6], 5 Franken beträgt die Fernsehgebühr monatlich [9]
1954/55 Fernsehsender auf dem La Dole in Bau  [5]
Oktober 1955 Mit Oktober 1955 stieg die Zahl um 623 auf 9.247 Fernsehteilnehmer,  davon 6.811 Heim und 2.436 in Gaststätten & Hotels, mit 1.12.1955 wird der 10.000. Teilnehmer erwartet [9],

Die Einführung des Fernsehens in der Schweiz ist von der Frage der Finanzierung sowie der Durchsetzung dieses Mediums selbst gegenüber diversen Kräften des Landes geprägt. Da man sich gegen eine Werbefinanzierung aussprach [6], blieb eine Anleihe (auf spätere Fernsehgebühren), bzw. eine Regierungsunterstützung und/oder eine Kombination als Finanzierung übrig. Der Zuschuss würde mit einer Zeitspanne von 9 Jahren [7] (7 - 10 J [8]) veranschlagt werden, bis eine Selbsterhaltung möglich wird. Ein schielen auf das Werbeetat Potential am Beispiel einer Camel Zigarettenwerbung anlässlich eines Fußballspiels blieb dennoch nicht aus [7].  

Als Budget sind seitens der PTT jährlich 10 Millionen Franken aufzubringen [8].

Die geografische Lage des Landes, wie auch die sprachliche Dreiteilung machte einen Sendernetzaufbau in diesem gebirgigen Land entsprechend aufwendig und kann hier mit Westösterreich verglichen werden. 

Zuerst aber (1954/55) war Österreich, konkret Vorarlberg Zaungast bei den Schweizer Nachbarn die auf dem Band I Kanal x vom Sender auf dem Uetliberg mit dem Programm aus Zürich da Fernsehen schon hatten. Ein freundliches Geschenk unserer Nachbarn [2].

Als Begriff taucht hierbei "Tele-Club" auf, eine Bezeichnung, die in den 1990er Jahren der gleichnamige Pay TV Fernsehkanal mit seinen historischen Namenspatron teilte.

Damals aber waren es tatsächlich Clubs organisiert durch die Konsumvereine, also Personen die sich zum gemeinsamen Fernsehen zusammen taten, da ein Fernsehgerät für einen Individualbesitzer oft noch zu teuer waren.  Dies war nicht nur eine Frage des Preises, sondern eben auch der jeweiligen Kaufkraft der Bevölkerung.

Vorbild hatte diese Form des Fernsehens im benachbarten Frankreich [3]. Das weit verbreitete Gemeinschaftsfernsehen in totalitären Staaten wie der DDR und der UdSSR sind hier, da eben anders motiviert und organisiert als Beispiel nicht gebend angeführt. 

Der Empfang ausländischer Sender machte gerade auch in der Schweiz Multistandardgeräte für frankophon sprachkundige erforderlich, wie der nahe gelegene Sender unweit Lausane, der jedoch in der französischen 819 Zeilen Norm arbeitete schließen lässt [4].   

Quellen (Auszugsweise): 

  1. FT Mai 10/1951

  2. Zeitschriften "Radio Österreich", Heft 22, 29. Mai 1954, S.8; aus dem Archiv DOKU Funk Wien

  3. Zeitschriften "Radio Österreich", Heft 5, 28. Jänner 1955, S10; aus dem Archiv DOKU Funk Wien

  4. Zeitschriften "Radio Österreich", Heft 1, 1. Jänner 1955, S.8; aus dem Archiv DOKU Funk Wien

  5. Zeitschriften "Radio Österreich", Heft 45, 6. November 1954, S.26; aus dem Archiv DOKU Funk Wien

  6. Zeitschriften "Radio Österreich", Heft 33, 14. August 1954, S.10; aus dem Archiv DOKU Funk Wien

  7. Zeitschriften "Radio Österreich", Heft 32, 7. August 1954, S.10; aus dem Archiv DOKU Funk Wien

  8. Zeitschriften "Radio Österreich", Heft 25, 19. Juni 1954, S.10; aus dem Archiv DOKU Funk Wien

  9. Magazin "Fernseh-Informationen" 6. Jahrgang 1. November Ausgabe Nr. 21/1955, S. 537

  10.  

 

 

© 11/ 2007  - by W. Scheida zu www.scheida.at/scheida/televisionen gehörend

Updated: 11.12.10