Updated: 30.06.10 Eine Darstellung der Entwicklung des Fernsehens aus dem "anderen" Deutschland - der DDR :
TV Developement in the "other" part of Germany - the GDR
Das DDR Fernsehen - DDR TV: Aufstellung aller DDR Fernsehgeräte ab 1946 bis 1989/91 und vieles mehr!
List of all television sets until 1989, which were manufactured after 1945 in the area of the former GDR
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Nur hier: Liste aller auf dem Gebiet der DDR hergestellten Fernsehgeräte ab 1946 bis 1989 als pdf
List of all television sets until 1989, manufactured after 1945 in the area of the GDR
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DDR TV Sender Kennung - GDR Testpattern |
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DDR TV Sender Kennung - GDR Testpattern
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DDR TV Sender Kennung - GDR Testpattern |
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DDR 1 SECAM Farbtestbild |
| Ein Leser sendet mir seine mit zum Teil aus DDR
Restbeständen aufgebaute Antennenanlage in Dessau zu:
Hier zwei Bilder von meiner Antenne im Garten. Die Antennen selbst sind schon weit über 25 Jahre alt. Errichtet ist die Anlage aber erst in den letzten zwei Jahren. www.andat.de/radio/radiomuseum.htm
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Die SAT Antenne denken wir uns weg, die vertikal polarisierten Antennen wären Allerwahrscheinlichkeit zu DDR Zeiten horizontal polarisiert gewesen da zumeist erst bei DVB-T Einführung auf vertikal umgestellt wurde. Interessant ist die drehbare UKW und UHF Antenne an der Mastspitze, die, wie es zu den FDJ Dachkletterzeiten auch in der reinen VHF Ausführung gab wo man nach Einbruch der Dunkelheit zur allabendlichen Republikflucht "mal rüber nach dem Westen gedreht hat".... Als industrieller Hersteller kämen unter anderem der VEB Blankenburg mit seinen hochwertigen Erzeugnissen für unsere Genossen in der DDR in Frage.
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Hier das damalige Sendernetz mit ca. Entfernungsangaben auch für den Westen, 100 km Reichweite kann durchaus angenommen werden. |
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Authentischer aus dem Jahr ~1980 geht es in nachfolgenden Bildern zu: DDR Fernsehempfangsanlagen mit sehenswerten gestockten Antennenaufbauten zum "Rübermachen in den Westen" für den vermutlichen Ochsenkopf Empfang mit den vertikal Antennen im Band I. |
DDR TV Daten + Fakten: GDR TV Facts
| 21. Dezember 1952 |
Beginnt das DDR- Fernsehzentrum in Adlershof mit der regelmäßigen öffentlichen Ausstrahlung eines zweistündigen Versuchsprogramms
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| 6. Oktober 1955 | Der erste Übertragungswagen der Englischen Firma Pye wird in Betrieb genommen.(lt. TV Doku Aktuelle Kamera 11.3.2010 Phoenix) | ||||||||||||
| 3. Januar 1956 | Nach dreijährigem Versuchsbetrieb wird in den offiziellen Programmbetrieb übergegangen | ||||||||||||
| Das DDR Fernsehen begann in der Sendenorm D d.h. mit 6,5 MHz
Tonträgerabstand im Gegensatz zur BRD mit 5,5 MHz Tonträgerabstand.
Um dem "Klassenfeind" in der BRD dennoch den (Ton-)Empfang der DDR Programme zu ermöglichen wurden in den späten 1950er Jahren bis Anfang der 1960er Jahre die Sender von der OIRT Norm auf CCIR umgestellt. Beachte die in Leipzig und Dresden verwendeten Kanäle: Schalterstellung: 4 58 — 65 Leipzig (Kanal OIRT R2) 5 174 — 181 Bln./Inselsberg 6 184 — 188 Brocken 7 188 — 195 — 8 195 — 202 Marlow & (später) Karl Marx Stadt 9 202 — 209 — 10 209 — 216 — 11 144 — 151 Marlow/Katzenstein/Dresden (Absoluter Sonderkanal der weder in der OIRT noch CCIR definiert war, da hier der 2m Amateurfunkbereich etc. liegt) |
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| 1961 | Kanalbelegung laut WRHB 1961:
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| 03.10.1969 | Eröffnung des 2. Fernsehprogrammes mit mehrstündigen
Farbsendungen (in SECAM) an den Wochenenden - (vom neuen Berliner Fernsehturm - Berlin Alexanderplatz)
Es standen rund 1.000 Stück RFT Color 20 aus heimischer Produktion zur Verfügung. Launch of the 2nd GDR TV Programm in SECAM Color System RFT - Color 20 der erste DDR Farbfernsehapparat
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| 1975 | Die Unterzeichnung der KSZE Schlußakte in Helsinki am 1. August 1975 führte nach und nach in Folge zur Lockerung beim Empfang von Ausländischen Programmen (Westfernsehen) sowie zu serienmäßigen PAL-SECAM Farbfernsehgeräten ab der 2000er DDR FarbTV Serie um 1980. | ||||||||||||
| 1982 | Gespeist über den sowjetischen Gorizont Satelliten (C-Band)
wird für die sowjetischen Streitkräfte FSA das TV Zentralprogramm
TSS-1 in Teilen der DDR ausgestrahlt. Bekannt ist Kanal 21 in SECAM Norm K für Berlin (6,5 MHz Ton). Band V ist in der DDR nicht in Verwendung. (Quelle FS 2/1983 Seite 74) |
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| um 1985 | Das Richtfunknetz in der DDR
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Neben technischen Parametern die aufgrund der Zugehörigkeit der DDR zur OIRT anstelle der in Westeuropa "üblichen" CCIR anders lauteten war zu Beginn mit den handelsüblichen DDR Fernsehempfängern der Ton des Westfernsehens nicht hörbar.
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Technisch erklärt sich dies mit einem Bild/Tonträgerabstand von 6,5 MHz anstelle der im Westen üblichen 5,5 MHz der sogenannten Gerber Norm. Die einschlägige Literatur [] teilt sich mit Angaben zwischen Mitte der 1950er Jahre (1957) bis Anfang der 1960er Jahre wo es den Technikern in seltener Eintracht gelang in diesem Punkt die DDR zum Abkehr der OIRT Norm hin zur CCIR Norm zu bringen. Dies bedingte eine Umrüstung der Ton ZF Kreise von rund 100.000 Geräte die vermutlich in Einzelphasen von Sendergebiet zu Sendergebiet erfolgt sein könnte. |
Diese Umstellung ermöglichte fortan auch den Zusehern im Westen ab jetzt "den richtigen Ton zum sozialistischen Bild" zu hören.
Dann gab es noch die Feinheit, wonach die Kanalwähler die hüben wie drüben in jenen Tagen allesamt Trommelkanalwähler waren und die serienmäßig gelieferten DDR Fernseher nur Kanalstreifen für die örtlich empfangbaren DDR Sender bestückt hatten.
Ein florierender Tauschhandel bzw. Nachrüstungen mit "für den Westen" nötigen Kanalstreifen wie dem Kanal 4 für den Sender Ochsenkopf war damit vorprogrammiert.
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Trommeltuner mit 12 Kanälen und die nötigen
Einschubstreifen
Hier im Beispiel Kanalstreifen aus dem Hause Philips - die im Osten hergestellten sahen auch kaum anders aus! |
Mit dem Beginn der 1960er Jahre gingen im Westen des Landes das ZDF wie auch "die Dritten" auf Sendung was fürs erste das Gro der DDR Zuseher außen vor ließ.
Bastler und solche die sich Medial zu den gut informierten Kreisen zählen wollten organisierten sich Material wie die Spezialtransistoren aus dem Westen und gingen gar soweit sich Drähte selbst zu versilbern um sich einen solchen Umsetzer die aber dann zumeist auf einen Kanal fest abgestimmt blieben zu bauen.
Erst die Aufschaltung des 2. DDR Fernsehprogramms und der Landesweite Ausbau der damit nötigen UHF Sender im sogenannten Band IV (4) ab 1969 ließ Bastelanleitungen, Beistellnachrüstumsetzer und natürlich auch Fernsehempfänger mit serienmäßigen UHF Teil am Markt erscheinen.
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Set Top Box anno 1970: Der UHF Konverter - Linientreu zur Partei haltend natürlich nur bis Kanal 39 arbeitend ! |
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DDR 1970er Jahre: Wenn eine Antenne für den Fernseher gut war .... dann sind doch zwei besser ! Warum wohl? ;-) |
Damit Unterschied sich die DDR zur BRD lediglich in der Beschränkung auf das Band IV also bis UHF Kanal 39 was für DDR Bürger Westkanäle die über Kanal 39 lagen erneut lediglich zum Inhalt ihrer Träume werden ließ.
Der Sharp SQ-46D wobei das D für DDR stehen könnte war ein DDR Importfernseher der exakt den Wünschen Erichs entsprach, da dieses Japanische Gerät tatsächlich auch nur bis Kanal 39 arbeitete und damit für ein Westprodukt ein Novum darstellt. Die Häufigkeit mit der dieser Sharp auf den Internetauktionshäusern auftaucht mag ein Indikator für seine Verbreitung sein und passt in die Ära in der später auch Toshiba sein Farbbildröhrenwerk geliefert hat und man gar den Mazda 323 jetzt auch im sozialistischen Alltag des Öfteren zu sehen bekam. Das Modell gab es auch bei Quelle im Westen - jetzt als Universum Typ SK933 und natürlich mit ganzem UHF Band IV & V.
All denjenigen die voller Wehmut an gute alte Zeiten zurückdenken darf ich folgenden in DDR Wohnzimmern oft gesehenen Kasten in Erinnerung rufen der stets für Spannung zu sorgen hatte.
230 Volt Netzspannung mit einer engen Toleranz wie heute meistenorts üblich, war in der DDR nicht selbstverständlich, und lässt sich mitunter mit den Energieengpässen und Kontingentierungen erklären.
Hier hatte ein Spannungskonstanthalter wie im Bild ersichtlich für eine weitgehend Spannungsschwankungsfreie Versorgung des Televisionsgerätes zu sorgen während im Westen dieserlei Geräte eher selten und wenn dann nur im ländlichen Raum Anwendung fanden.
| Spannungskonstanthalter wie die Konstanze II waren im unermüdlichen Einsatz um eine konstante Ausgangsspannung wenn die Braunkohle wieder einmal im Winter eingefroren auf Halde lag...... | ![]() |
| Selbst in den 1980er Jahren beim Farbfernsehen und Kaffeekränzchen gehörte so ein Kasten zu so mancher Wohnzimmerausstattung ......... | ![]() |
1969 baute ein DDR Amateur eine erste Amateur Farbfernsehübertragungsanlage wie dieser ausführliche Beitrag berichtet:
Wird fortgeführt........
Ehem. Link: Genossenschaftlich empfohlenes
Gemeinschaftserlebnis kontra Individualempfang:
Eine Arbeit von Michael Meyen
Fernsehstuben in der DDR und anderswo Rundfunk
in den neuen Bundesländern (1990 - 1992)
©2005/06/07/08/09 & 2010 - W. Scheida gehörend zu www.scheida.at/scheida/televisionen.htm