Henry-Radio, Kapitän Oswald Heinrich & Ing. Julius Weissenberger & Co

HENRY Firmengeschichte vom Radiobote HENRY "Magnos" Großlautsprecher

Bilder: Das umfassende Buch zu HENRY, sowie stellvertretend der

Einleitung:


Meine ersten Recherchen begannen wieder auf der Ebene wo so gut wie kaum Informationen zu einem Thema greifbar waren.
In einem meiner Artikel führe ich meine Erinnerungen an "Henry" betreffs eines NF-Verstärker der 1930/40er Jahre aus, um dann festzustellen, das so gut wie nichts über "Henry" an direkt zugänglichen Informationen existiert.

Und das wenige zudem augenscheinlich nur von einer Website im Internet zur nächsten kopiert worden ist.

Denoch sei auf die mir zum Zeitpunkt der Artikelentwurfs noch nicht vorliegende HENRY Firmenbiografie der Redaktion des Radiobote verwiesen die als Print Büchlein dort erhältlich ist.

Im "Radiobote" Heft 82, 14. Jahrgang, Nov. – Dez. 2019 wird die Firmengeschichte angeboten:
 
Firmengeschichte HENRY, Autor Fritz Czapek (†), 2017, A5, 32 Seiten, geheftet Preis: € 7,-
 
  
Doch der Reihe nach:

Übersicht:

  1. Einleitung
  2. Wer war "Henry" ?
  3. Die Firmengründer und Gesellschafter
  4. Firmenlogos
  5. Kriegszeit
  6. Nachkriegszeit
  7. Drahtfunkradio in Gmunden
  8. Patente
  9. Henry-Radio Produktpalette
    1. Zur HENRY Tonrolle
  10. Quellen und Literaturnachweise
  11. Weitere Lesetipps des Autors


Wer war HENRY ?


Gegründet wurde >"Henry", als Vertrieb technischer Erzeugnisse Kpt. Heinrich & Co.< 1928 vom ehemaligen k&k Korvettenkapitän der Reserve, respektive im Ruhestand, Herrn Oswald von Heinrich sowie dem Kaufmann Herrn Ing. Julius Weissenberger.

14.3.1941: "HENRY" Heinrich & Co., Unternehmen für Elektrotechnik, Radio- & Kinotechnik

Henry-Radio Heinrich & Co.
Unternehmen für Elektroakustik, Kino- u. Radiotechnik
(Wortlaut 1950er Jahre).

Adressen:
Tätig war das Unternehmen in Wien 7, Kirchengasse 19 und der Schottenfeldgasse 39.

Ein Zweigwerk befand sich in Gmunden, Oberösterreich in der Satoristrasse 18.
Nachgewiesen anhand von Briefpapier aus 1957 ist weiters die Danglstraße 6, Tel. 774.

Zuvor auch Gmunden, Schlagen 67 (Cumberland)
Andere Schreibweisen lassen "HENRY" groß geschrieben sein.


Anmerkung:
Ebenfalls ein früherer Kapitän


Bild: Gründungsverlautbarung aus "Oesterreich-ungarische Maschinenwelt vom 20. November 1928"

Als Auftakt befasste man sich mit der Alleinvertretung des Deutschen Unternehmens "Körting" welches u.a. bereits stark in Sachen Lautsprecher und Niederfrequenzverstärkung tätig war.
Diese Vertretung schloß Südeuropa, den Nahen- wie auch fernen Osten ein [12].


Inwieweit eine zufällige Namensgleichheit mit "Henry-Radio" und auszugsweise deren Modell DL4, P13 in Zusammenhang mit diesem "Henry" steht ist noch zu prüfen. Erstere wurden bereits im "Der Morgen." Wiener Montagblatt vom 12. September 1927 beworben und von Musikhaus "Brigitta" Inh. Otto Reich, Wien 20, Wallensteinstraße 17 vertrieben.

[12] führt wiederum aus, wonach es im August 1928 die Grundsteinlegung für das Unternehmen gegeben hat.

Firmenprotokollierung

Mit 27. September 1946 wurde der öffentliche Verwalter Karl Rieger enthoben.

Dieser Vorgang findet sich an damals so gut wie allen Unternehmen deren Besitzverhältnisse kriegsbedingt aber auch im Zusammenhang mit dem Holocaust unklar waren bzw. eine Beteiligung und Mitwirkung an der Kriegsproduktion im Raum stand die es noch zu "klären" galt.

Ein Thema war dabei u.a. ob deutsches Kapital eingesetzt worden ist.

 

Prokura Henry-Radio

Quelle: Neue Prokura  Wiener Zeitung 9. November 1946

 

Hier allgemein umschrieben, da es dem Ableben zwangsweise folgen musste: Julius Weissenberger ist ausgeschieden.

Noch unbestätigt dürfte sein Sohn Wilhelm Weissenberger als Kaufmann die Position übernommen haben.

Weitere Gesamtprokuristen: Dipl. Ing. Max Wallenta und Ing. Fritz Andrusko.

Henry-Radio

Quelle: Wiener Zeitung vom 9. November 1946

Gemäß Wiener Zeitung vom 21. April 1946 wurde zudem zuvor Dipl. Ing. Max Wallenta die Befugnis eines Zivilingenieurs der Elektrotechnik per Bescheid zugesprochen!
1963 mit dem Ableben von Heinrich waren Dietgard Orsini & Rosenberg die Geschäftsführer eines Unternehmens, das jedoch seine Zeit bereits hinter sich gelassen hat.


Das Ende fand das Unternehmen am 1. März 1967.
Zuvor im März 1965 fand ein in der [Wiener Zeitung] kundgemachter Ausgleich statt, der Heinrich nicht mehr angeführt hatte.


 

Die Firmengründer bzw. Gesellschafter:

Herr Oswald von Heinrich

findet sich bereits 1906 zu seinem Einsatz als Besatzungsmitglied der >SMS Tegetthoff< in einem Eintrag wieder.

Er wird als am 21. August 1886 in Temesvar (damals Österreich-Ungarn, nachmals Rumänien) geborener hier als 20 Jähriger seinen Dienst versehen haben.


SMS Tegetthof

Bild: Die SMS Tegetthoff war ein Schlachtschiff der Tegetthoff-Klasse der k.u.k. Kriegsmarine. [Wikipedia Gemeinfrei]


Herr von Heinrich 1906

Bild: Herr von Heinrich ist hier unter "Millitärisches" im Polaer Tagblatt von 1906 zu finden

In [12] wird seine weltmännische Weitsicht als sturmerprobter Marineoffizier mit langjährigem Aufenthalt von 1910 bis 1913 in Ostasien einschließlich des Studiums der Mentalität der Völker angeführt.

In ebensolcher Weise soll er ein Torpedoboot durch alle Fährnisse des Ersten Weltkrieges geführt haben.

Unter "Belobende Anerkennung" führt die [Grazer Mittagszeitung, 3. Oktober 1919] aus, wonach der Linienschiffsleutnant O. Heinrich über seine Bitte vom Dienstposten des Heimwehrreferenten beim Landesbefehlshaberamte enthoben und bei dieser Gelegenheit für seine unter besonders schwierigen Verhältnissen geleisteten vorzüglichen Dienste den Dak und die belobende Anerkennung ausgesprochen bekam.

Nach dieser Zeit in der Ersten Republik er gemäß [Linzer Tagespost, 4. November 1921] unter "Militärische Titelverleihungen" vom Bundespräsidenten ...eines Korvettenkapitäns den Linienschiffsleutnants d.R. ernannt wurde.

Noch vorbehaltlich der erweiterten Prüfung hinsichtlich des Zusammenhanges fand eine Ziviltrauung am 27.7.1922 in Wien statt, zwischen Oswald Wilhelm Heinrich und Ronai-Horvath, geb. Kirchmayr Elisabeth Antoniella. Kirchmayr finden wir als Namen bei der 1946 verstorbenen Mutter wieder was mögliche Fragen zu Verwandtschaftsverhältnissen aufkommen läßt..

 

Doch auch Heinrich war vor Betrügereien nicht gefeit wie das [Neues Wiener Tagblatt, 8. Juni 1923] zu berichten wusste, wonach:

"Verhaftung eines Hochstaplers

Aus Baden bei Wien, 7. d., wird uns gemeldet:

Gestern hat die hiesige Polizei den 25 jährigen Kaufmann Otto Freudenthal aus Tarnopol (heute Ukraine, damals Öst.-Ungarn Galizien) verhaftet und dem Bezirksgerichte eingeliefert.

Derselbe hat hier im Herzoghof gewohnt, ist nobel aufgetreten, ging mit einer Zechschuld von vier Millionen durch und verübte Betrügereien in der Höhe von mehr als 100 Millionen Kronen.

Dem Korvettenkapitän Oswald Heinrich, Wien, 7. Bezirk, , Kirchengasse, wohnhaft, hat der Verhaftete als Vorschuß für ein angeblich gewinnbringendes Geschäft in Konstantinopel 339 Dollar herausgelockt."

1923, gemäß [Wiener Zeitung, 7.September 1923] wurde die Firmenprotokollierung der 
Kommanditgesellschaft Faklesch & Co, Weihburggasse 4, Wien 1 mit dem Eintritt des O. Heinrich als persönlich haftender Gesellschafter angeführt. Zuvor war er dort als Prokurist geführt.


Erste bekannte fachliche Äußerungen zum Thema der Niederfrequenzqualität

Die fachliche Kompetenz richtete sich auch an eine breitere Öffentlichkeit, zu dem Fachaufsätze dienten wie in [Radiowelt, Nr. 38, S.1197, 1929] abgedruckt.

Ein Thema was schon die Richtung zu vervollkommnender Audiotechnik vorgab zu dem sich die bereits gegründete Firma HENRY zuständig fühlte.

Mit anderen Worten hier elegant Werbung im Sinne einer Bewustseinsbildung zum Thema durchgeführt wurde.

Führende Rollen und Verantwortungen wie zuvor im militärischen Umfeld

Unter "Was gibt's neues im Aether?" wird Heinrich als zum Vorsitzenden des österreichischen Verbandes der Markenartikel-Industrie, Gruppe Radio gewählt [Radiowelt, Nr. 38, S.1223, 1932].


Kapitän Henry O. Heinrich

Bild: Derzeit einzig bekanntes öffentliches Foto von Oswald Heinrich geschätzt um 1936 (50 jährig)

Ungeachtet seiner Tätigkeit für "Henry-Radio" war Oswald von Heinrich demnach auch noch bei der Deutschen Kriegsmarine im Führungsstab als Korvettenkapitän z.V. (Zur Verwendung/zur Verfügung) von Okt. 1943 - 7. Dez. 1944 dem kommandierenden Admiral Adria unterstellt.

Inwieweit es dabei wirklich auch zur Verwendung kam ist derzeit nicht ersichtlich.

Nachkriegszeit:

Innerfamiläres läßt sich aus einer Nachrufanzeige zur Frau Viktoria von Heinrich, geb. v. Kirchmayr ableiten die am 14. Jänner 1946 verstorben war.

Demnach waren zumindest 1946 noch vier (waren das alle?) Kinder am Leben.

Bild: [Neue Zeit, 18. Jänner 1946]

 

In den Lokalnachrichten finden sich 1946 zu seinem 60er nette Worte:

Henry 60er

Gmunden wusste vom 60. Geburtstag von Herrn Oswald von Heinrich zu berichten. (Beachte das konsequente Ignorieren des in Österreich geltenden Verbots jeglicher Nennung von Adelstiteln und Anreden von 1919) 

Quelle: [Salzkammergut-Zeitung 25. August 1946]

 

Verstorben soll Oswald Heinrich im Jahre 1963 sein. Details sind noch zu recherchieren.


Herr Ing. Julius Weissenberger,

geboren 1884 in Karlsbad (Sudetenland, nachmals CSSR) bis +1945;

Achtung:

Zur Namensgleichheit mit dem hier NICHT gemeinten Dkfm. Julius Weissenberger, letzterer mit "Colombia" aus der Kaffeebranche stammend) war ebenso mit Prokura sowie als Kaufmann genannt.

Weissenberger

Bild: Über das Ableben von Julius Weissenberger in Folge eines allierten Luftangriffes am 20.2.1945 berichtete das Propagandamedium "[Völkischer Beobachter]" in der damals gewählten Schreibweise vom 2. März 1945 aber auch im lokalen Wiener Tagblatt.
Als Hinterbliebene wird Gattin Emmy Weissenberger genannt.



Zu HENRY Radio



Ab 1930 werden eigene Erzeugnisse und Herstellung von Elektroakustischen Geräten sowie Tonapparaturen für Lichtspieltheater (Kinos) erwähnt [12].

In Folge kam es auch zur Entwicklung und Fertigung des Lautsprechers als elektroakustisches Schlüsselerzeugnis selbst, und daraufhin zur Führung im österreichischen Lautsprecherbau parallel zur Verstärkersparte.
Davon zeugen bis heute viele erhaltene Radiogeräte mit HENRY Schriftzug am Lautsprechermagnet.
1937 kamen erste dynamische Mikrofone hinzu was in Folge eine, wie es heißt, einvernehmliche Loslösung von den "Körting-Radiowerken" mit sich brachte.

Die Kriegsereignisse führten zur Einbindung in die Rüstungsindustrie, was aber dennoch eine Beibehaltung des eigentlichen Sachgebietes weiter zuließ und darauf aufbauend in der Nachkriegszeit erneut einen beachtlichen Exportfaktor darstellen konnte [12].



Firmenlogos:


Zwei wesentliche Unterscheidungen sind bekannt:

Einmal das der "Urzeit" des Radios zuzuschreibende HENRY Trademark Logo mit dem Abbild einer Rahmenantenne. Inwieweit dies in Wahrheit Geräte aus der Zeit vor "Henry" 1928 beschreibt ist noch zu prüfen.

Später dürfte dies dem auch schon vom PHILIPS Logo bekannten Sinus-Wellensignet gefolgt sein.


 

Henry Logo

Bild: Logo nachgewiesen mind. 1957


 

Kriegszeit:

Verweilen wir noch kurz in der Zeit des "Anschlusses" ab 1938:

Ostmark

Der Körting AS 7340 Autoradio wird hier auszugsweise wie etwa auch der "Körting Tourist 38" noch als ziviles Gerät über die Körting-Generalvertretung für die "Ostmark" über "HENRY" vertrieben:

In Folge wurde ab September 1939 "Henry" zum kriegswichtigen Zulieferbetrieb.

Als damals zugewiesenes den wahren Herstellernamen verschleierndes Wehrmachtsherstellerkürzel diente "bu".

Was für technische Geräte konkret für die Wehrmacht hergestellt wurde ist noch zu prüfen. Vorläufig finden sich Hinweise auf das ohnehin auch zivile Kerngeschäft mit "Mikrophonen, Verstärkern und Lautsprechern".

 

Es folgte ein Inseraten "Stakatto" in den Zeitungen um an Arbeitskräfte zu gelangen. Dies zum Teil im direkten Wettbewerb von unweit ansässigen Firmen wie u.a. "Minerva" die ebenso für die Kriegsproduktion Personal benötigten hingegen die personelle Originalbesetzung vielfach an der Front dienten.

Da Wien (als "Reichsluftschutzkeller") erst ab 1943 bombadiert wurde, ist die dringliche Suche von Wohnraum für den Betriebsdirektor nicht ganz nachvollziehbar.

Nachstehende Tabelle bildet einen Auszug (!) der vielen erhalten gebliebenen Inserate:
       
Kriegswirtschaft Henry-Radio Wien 1940 Es geht los mit der Kriegswirtschaft  
Kriegswirtschaft Henry-Radio Wien Kleine Volks-Zeitung 6. März 1941  Löterinnen Wettbewerb  


Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe) Do, 17. April 1941 Weibliche Bürokräfte  
Wächter gesucht Kleine Volks-Zeitung 8. Juli 1942    
Wir suchen für unseren Betriebsdirektor
ein oder zwei Privatzimmer möbliert
zum sofortigen Einzug. Henry.-Radio.
V1l/62, Schottenfeldgasse 39.
Völkischer Beobachter Di, 15. September 1942    
       
       
 
Wohl nicht ohne Grund sind Unternehmensdaten von 1943-1945 mit dem Handelsregisterauszug vom 17. März 1944 sowie Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen, 1942-1943 in Berlin-Lichterfelde aus jener Zeit der "Zusammenarbeit" vorrätig.


 

Nachkriegszeit bei Henry-Radio:

 

Hier wiederholt sich die Geschichte, wie wir sie auch von den anderen Radioherstellern und artverwandten Unternehmen her kennen.

Themen wie Materialmangel, Energieabschaltungen bzw. Stabilitätsprobleme, mitunter Demontagen durch die Besatzungsmächte sowie Kommunikationsdefizite zwischen den Zweigbetrieben die mitunter getrennt in den unterschiedlichen der vier damaligen Besatzungszonen lagen.

Hinzu kamen Transporteinschränkungen, Devisenbeschränkungen und mehr.

Beide Betriebe bzw. Firmenstandorte von "HENRY" waren jedoch jeweils der US-Amerikanischen Besatzungsmacht zugeordnet.

Das für den Betrieb in Gmunden erst ein Telefonanschluß gegen Ablöse eingerichtet werden musste wirkt ebenso etwas befremdlich bzw. bestätigt die Engpässe jener Zeit selbst für arbeitgebende Gewerbebetriebe.

Hier ein Auszug (!) der in den Nachkriegsmedien gefundenen Inseraten

  Salzburger Nachrichten 27. Februar 1946  Materialmangel Röhrensuche  
  Wiener Zeitung 19. Oktober 1946  
Nachkriegswirtschaft Henry-Radio Wien Salzburger Nachrichten 18. April 1946  Eisenblech  
Telephonaschluß in Gmunden gemäß 
entsprechende Ablöse gesucht
Henry-Radio, Gmunden, Engelhof.
284
Salzkammergut-Zeitung So, 10. August 1947  
Nachkriegswirtschaft Henry-Radio Wien Salzburger Nachrichten 8. September 1948  
Spannungsregler zum Ausgleich von Unterspannungen liefert Henry-Radio
Gmunden, Satoristraße 18,
Tel. 774. 47,599
Oberösterreichische Nachrichten Di, 14. Dezember 1948  
Nachkriegswirtschaft Henry-Radio Wien Österreichische Zeitung 22. April 1949 Friedensaufruf  
Nachkriegswirtschaft Henry-Radio Wien HENRY Werbeschaltung gemäß Öst. Radioschau Heft 7/1956  

 

Politische Ausrichtung - Echtes Engagement?

In der Nachkriegsliteratur findet sich wiederholt "Henry-Radio" mit den Aktivitäten des Betriebsrates für den "Weltfrieden" sowie der Wahl der Belegschaft zur "Einheitsliste", genannt in den der österreichischen Kommunistischen Partei nahestehenden Zeitungen.

Inwieweit dies nur ein Nachkriegsereignis war das dieser Partei allgemein großen Zulauf brachte oder ein tatsächliches Stimmungsbild des Unternehmens wiedergibt muss noch getrennt betrachtet werden.    


 

Drahtfunk Radio von Henry-Radio in Gmunden

Etwas was wir nicht bzw. nicht mehr so kennen, das waren der auch in Teilen Österreichs, zumeist dem Gebirge mit seinen schwierigen Empfangsausbreitungen aber auch den Kriegsereignissen geschuldete Ausbau des "Drahtfunks".

Gemäß [Salzkammergut-Zeitung vom 30. Dezember 1948] war Herr Karl Milacher Ansager und Betriebsleiter des Gmundner Drahtfunks der nun eine neue erweiterte Anlage mit 1.500 Watt für die 1.144 Teilnehmer übernommen hatte. Diese war u.a. mit ehemaligen Wehrmachtsbeständen aufgebaut worden.

Bis dahin war eine Henry-Radio Anlage aus Gmunden Engelhof mit 180 Watt NF-Leistung im Einsatz. 

Es dürfte sich folglich um einen NF Drahtfunk gehandelt haben der ein über Radiowellen hochfrequent ausgestrahltes Radioprogramm übernommen und um Lokalthemen erweitert hatte.

Im Dezember 1949 ist im Linzer Volksblatt von 37 km Drahtlänge die Rede. Sowie von einer Erhöhung von monatlich bisher 3,- auf nun 4,50 Schilling.

Gemäß der Website "Gmundens-Schätze" war das Haus Marktplatz 16, früher Oberer Stadtplatz 27 die Adresse des Drahtfunkbetreibers.

 "... nach dem Zweiten Weltkrieg (befand sich) darin auch das Elektro- und Installationsgeschäft Otto Preinerstorfer; von dort aus hat dieser auch den „Gmundner Drahtfunk“ ausgestrahlt; den Installationsbetrieb hat dann Herr Attwenger weitergeführt;"

1952 wurde dieser Drahtfunk auch vom Arbeitsamt Gmunden als menschliche Serviceleistung für die Wartenden Arbeitslosen übernommen der vom Studio Linz von der (US) Sendergruppe Rot-Weiß-Rot übernommen worden war.

Wobei deren Stellenangebote besonderes Interesse hervor brachten. Weiters gehörten eine "Lesetasche" sowie Lokalnachrichten zum beliebten Programm. [Linzer Volksblatt, 29 Februar 1952].

1955 war noch von einem zeitweisen "Umschalten" vom ersten auf das zweite (dann schon ORF) Programm anlässlich des dort übertragenen und beliebten "Schulfunks" die Rede [Salzkammergut Zeitung, 15. Dezember 1955].

Darüber inwieweit auch noch nach 1955, also mit dem ORF Monopol dieser Dienst weitergeführt werden konnte wäre getrennt zu forschen.


PA Beschallungsanlagen:

Lokalpatriotismus findet sich auch in der Nennung, wonach Henry-Radio eine Lautsprecheranlage zur Premiere des Motorradbergrennens am Gmundenerberg OÖ zur Verfügung stellte. [Salzkammergut-Zeitung vom 13.Juli 1950].

Sehen Sie hier einen Beitrag des Autors zu Ing. Alfred Prenner, einer überregionalen Größe in Niederöstererich mit einem ähnlichen Engagement.

Als normale Werbeberichterstattung geht es dann weiter mit den Henry-Radio Kino Tonfilmanlagen wie sie etwa im St. Pöltner Bote vom 3. Mai 1951 beschrieben wird.

Passend um den italienischen Filmklassiker "Bitterer Reis" aufwühlend Uraufzuführen.

Selbst Theaterstücke wie "Wilhelm Tell" auf der Friesacher Burghofbühne, kamen in der medialen Beschreibung nicht ohne der Nennung der "Wiener Firma Henry Radio" aus. [Die neue Zeit, 8. März 1953]. Mit 31. Mai erfolgte gar die "verdient besondere Hervorhebung" als Teil der technischen Verbesserungen die zudem einen wesentlichen Teil des vorjährigen Reingewinns "verschlungen haben". 

1954 die Erwähnung einer von Henry-Radio zur Verfügung gestellten Lautsprecheranlage in [Bote aus Mistelbach, 16. Oktober 1954]

Die [Oststeirische Zeitung, vom 23. Oktober 1954] wiederum wusste "Neues vom Kino St. Peter-Freienstein" zu berichten, wonach für die erstklassige Tonfilmwiedergabe, eine Apparatur von der Firma Henry Radio Wien mit drei Lautsprecheranschlüßen geliefert wurde.


Anekdoten zu HENRY und Sinnverwandten:

Zu den Tonverstärkern passen zwei Anekdoten aus meiner kindlich- bzw. jugendlichen Erinnerung die ich zum Teil auch bereits in meinen Ausführungen zum Thema "Radio- und Fernsehtechnikerlehrling in den 1980er Jahren in Wien" geschildert hatte:

HENRY, die neue Küchenrolle von Feh - oder wie sich Dinge fügen

Der Berufschullehrer Herr Niklas-M. erklärte uns die Sache mit dem Magnetismus. Dies an dem Ort in der Berufschule Mollardgasse Wien 6, der einmal pro Woche für uns eine "Auszeit" vom Arbeitsalltag in den jeweiligen Betrieben bedeutete.

Das "HENRY" ist dabei die Einheit der Induktivität sowie des magnetischen Leitwertes und ist nach dem amerikanischen Physiker Joseph HENRY benannt.

 Damit wir es uns merken rief er mit erhobener Stimmlage aus: "HENRY, die neue Küchenrolle von Feh", gemäß einem bekannten Werbeslogan für eine gleichnamige Küchenpapierrolle die in jenen Tagen intensiv beworben wurde.

Der "HENRY", von dem ich hier spreche war aber wie ich erst später erfahren sollte der Kapitän "HENRY", der die Firma "HENRY", Oswald Heinrich & Co.; Wien 7, Schottenfeldgasse 39 mitbegründen sollte....

Und letztlich wieder "Kapitän" am Steuerrad nun eines Unternehmens das sich von etwa 1928 bis 1964 sehr erfolgreich mit Elektroakustik befasste.

Davon belegen auch unzählige HENRY Lautsprecher wie sie ebenso in den Radios anderer österreichischer Hersteller allen voran der Nachkriegszeit verbaut worden sind.

Gab es doch um 1985 das "PHILIPS Entertainment Center" wahlweise mit Single oder Doppel Kassettendeck zu kaufen.

Ein tragbarer Kasten, der im Wesentlichen alles integriert hat, um sofort als Unterhalter, Sprecher oder was auch immer auf der Audioebene tätig zu sein.

 Für einen Kunden, der letztlich das Gerät nie kaufte und abholte, bestellte noch vor meiner Zeit der Chef so ein Gerät, das unbrauchbar für andere Verwendungsmöglichkeiten im Geschäft monatelang von einer Ecke in die andere gestellt wurde.

Bilder: Philips Sound-Mixer-Booster D6550 Cassette Recorder sowie der Amplifier Henry Röhrenverstärker.

Der Ladenhüter der letztlich seinen neuen Platz im Keller einer älteren Gesangskünstlerin gefunden hatte.

Der PHILIPS Sound-Mixer-Booster D6550 Cassette Recorder Amplifier [© PHILIPS Katalog 1985 by Hifi-Archiv.info].

Abbild der Röhrenverstärkerbauart wie wir sie zur Reparatur übernahmen.


HENRY bei der alten Dame:

Ein Wasserschaden soll einen schon damals wirklich alten HENRY Röhren Mono Verstärker außer Betrieb gesetzt haben.

Eine schon ältere Dame hatte für ihre Gesangsauftritte stets das Ensemble mit dem besagten HENRY Verstärker, einer externen Lautsprecherbox sowie einem Handmikrofon, möglicherweise noch samt metallenem schweren Mikrofongalgen mit sich für Musikabende unter ebenso schon älteren Freunden herumgeführt.

Wir, das heißt ein Geselle reparierte den HENRY Verstärker in der Werkstatt. Es soll sich um eine “Kleinigkeit” gehandelt haben und mit dem Chef lieferte ich ihn wieder aus.

“Warum sie denn noch mit sowas herumhantiert?" fragte sinngemäß der Chef, worauf die Dame etwas erstaunt fragte "ja gibt es denn was anderes?"

Das gab es, womit wir beim ungleich gewichtsmäßig leichteren wie auch in der Anwendung einfacheren "PHILIPS Entertainment Center" waren, dass der Chef sie bei einem rasch darauf durchgeführten Folgebesuch probieren ließ.

 Auf meine zugegebenermaßen etwas sarkastische Frage an den Chef ob sie den eine bekannte Sängerin gewesen sei, meinte dieser “offensichtlich nicht.”

Die Reparaturkosten für den HENRY wurden ihr dann in meiner Erinnerung angerechnet.


HENRY E.:

Nichts mit obigen Henrys zu tun hatte Herr Henry E., unweit zudem vis-a-vis gelegen unserer Wohnung mit seiner Frau lebend, der bei einem Besuch etwa anfang der 1980er Jahre einerseits von seinen früheren Basteltätigkeiten in Sachen Radios andeutungsweise berichtete, was aber schon jahrzehntelang zurück lag wie er ausführte.

So gelangte aber ein leider defekter Mono-Radio-Cassettenrekorder den er aus einem Wohnzimmerkastenfach hervorzauberte, zufällig ein baugleicher wie ich ihn selbst bereits besaß in meine temporäre Gerätesammlung mit der Motivation ihn wieder zu reparieren.

In Ermangelung von jeglicher Fachkenntnis, geschweige denn von Werkzeug oder gar Ersatzteilen ging das Gerät letztlich den irdischen Laufbahn des Zerlegens in meiner damals noch jungen Bastlerhand. Dabei war es sicher nur eine Kleinigkeit....

Zu "Kraftverstärkern", einem Metier auch von HENRY

Ein in die Familie eingeheirateter aus dem Sudetenland stammender schon etwas älterer Witwer fragte mich zu der Leistung meines damals zur Oma mitgebrachten CB-Funkgerätes was nominal postialisch auf 4 Watt HF Leistung begrenzt war.

Spöttisch, scheinbar HF Funk-Leistung mit NF Leistung nicht auseinanderhaltend führte er aus wonach "sie", wer auch immer das war, schon in den 1930er Jahren wohl noch in der "alten Heimat Karlsbad" selbst NF Kraftverstärker eben für Beschallungsanlagen für politische Kundgebungen gebaut hätten. Selbst die Übertrager seien selbst gewickelt worden. 

Das diese Art Anlagen aller Hersteller wie auch Selbstgebaute Gerätschaft politischen Strömungen jeglichen Colours stets dienlich waren steht auf einem anderen Blatt.

Zur Wertigkeit von Studio- und Lautsprecheranlagen

Nicht alle, jedoch sehr viele dieser "Vintage" Ausrüstungen sind auch heute bei den Sammlern noch bzw. wieder sehr begehrt.

Der Wettbewerb wie Siemens-WSW, Philips, AKG sowie zunehmend auch importierte Hersteller wie Neumann und Sennheiser kämpften um diesen durchaus lukrativen Markt.

Im Rahmen einer Schulung um 1994 äußerte sich ein sehr unterhaltsamer schon älterer Kollege alias ein Philips "Urgestein" über seine Zeit als Lehrling in den 1950er Jahren sinngemäß wie folgt:

"Wir hatten einst bei der Anlagenerrichtung bei Fatty George (einem Wiener Jazzkünstler; vermutlich im Rahmen einer seiner Wiener Jazz Klub Eröffnungen 1955 oder 1958) eine ganze Woche Zeit um uns mit den (Philips) Mikrofonen und deren Richtwirkung und Charakteristiken eingehend zu spielen. Unser geringer Lehrlingslohn (Lehrlingsentschädigung) lag in keiner Relation zu den hohen Preisen der technischen Ausrüstung. Heute undenkbar..." 

 

 

 


Auszug von HENRY Ausstellungen:

29.10.1951-29.10.1951 “Henry Radio.” In der Ausstellung “100 Jahre Aufstieg einer Klasse.” Veranstalter: Heinrich & Co., Schottenfeldgasse 39.

Eröffnung: 29.10.1951, 17.00. Vorführung einer automatisch gesteuerten Tonbandanlage für Museen und Ausstellungen (Führungen von Raum zu Raum).


Patente:

Es ist naheliegend das ein Unternehmen tätig auf einem Spezialgebiet dies auch mit Patentanmeldungen unterstreicht.

Auszugsweise (!) sind hier einige angeführt:

AT163967B * 1947-11-29 1949-09-10 Henry Radio Heinrich & Co Elektroakustischer Wandler
AT164220B * 1947-01-23 1949-10-25 Henry Radio Heinrich & Co Elektroakustischer Geschwindigkeitsempfänger
AT186689B * 1954-11-22 1956-09-10 Henry Radio Heinrich & Co Tauchspulenmikrophon
AT186691B * 1954-11-27 1956-09-10 Henry Radio Heinrich & Co Akustischer Reibungswiderstand
AT190988B * 1956-02-09 1957-07-25 Henry Radio Heinrich & Co Tauchspulenmikrophon

 

Henry-Radio Produktpalette:

Diese Aufstellung kann nur einen groben Einblick geben. Es sind mit April 2023 rund 77 "Henry" Modelle bei RM.org gelistet die bei weitem sicher nicht alle Modelle sein dürften.

HENRY Werbung zu HFP & HDV Rundfunkentstörzubehör

Bild: HENRY Werbung zu HFP & HDV Rundfunkentstörzubehör aus [Jahrgang 10, April 1933, S.185]. Hier mehr zum Thema der Rundfunkentstörung.

Das Unternehmen beschäftigte sich neben den Kernsegmenten mit

Viele Modelle sind auch "lediglich" Abwandlungen und Modifikationen von Hauptmodellen.

Hinzu kamen die

  1. Planung und Einrichtung vollständiger Anlagen (u.a. für Kirchen, Theater, Sportanlagen etc.)
  2. Einrichtung von vollständigen Kino-Anlagen für Normal- und Schmaltonfilm.
  3. Mietanlagen (Siehe auch das Unternehmerportrait zu Radiohaus Ing. Alfred Prenner, Poysdorf)

Vorkriegszeit: (Verstärker)

 

Bild Zeitraum Preis in öS Lautsprecher Modellbezeichnung Mikrofone Verstärker
           
1938   Lautsprecher Henry-Radio HL 411    
           
  Juni 1953       Insprech 2 Torsprechanlage
  Juni 1953 3300     Insprech 3 Wechselsprechanlage
  Juni 1953 810     Überlagerungs-Vorschaltempfänger
  Juni 1953 360     Audion-Vorschaltempfänger
  Juni 1953 175     HEU Eingangs-Umschaltgerät
  Juni 1953 1080     HSR800 Spannungsregler
      HL 411 P    
  Juni 1953   HK3 Lautsprecher    
           
           
  Juni 1953   HK6 Lautsprecher    
Juni 1953   HK7 Amatis Lautsprecher    
  Juni 1953   HK8 Amatis Lautsprecher    
  Juni 1953 1120 Fortin-V Kurztrichter    
  Juni 1953 1420 Impera-V    
  Juni 1953 2180 Magnos-V    
      Normus    
1956 178 Henry Tonrolle *    
      HDL 125/400 Druckkammer-Hornlautsprecher   HV 12 R, EL84
           
           
  Juni 1953 1470     HSTV 11 Steuerverstärker, Fremdspeisung
  Juni 1953 3380     HSTV 21 Steuerverstärker
  Juni 1953 2030     HV 102, 10 Watt
  Juni 1953 2290     HV 102M, Mikrof. Trafo
  Juni 1953 2580     HV 203, 20 Watt
  Juni 1953 2810     HV 203F 20 Watt, Fotozel.
  Juni 1953 2840     HV 203 M
  Juni 1953 2670     HV 203 V m. Vorheizung
  Juni 1953 2730     HV 203 B, Batterieb.
          HV 251
  Juni 1953 4080     HV 254, 25W nur Trioden
          HV 301V Transistor Verstärker (Auto Einbau)
          HV 1201, 8 Röhren
          HV 1202, 8 Röhren
          HAEV 110, 12-24V
           
        HMC 3875 Nieren Mikrophon  
          HSTV 18A
        Dyn-Alpha 1 2568  
        HMC56 Dynamisches Nieren-Mikrofon  
        HMN Nahbesprechungs-Mikrofon  
        HMR Mikro f Reportagezwecke  
  1963     HM30 Dyn. Mikrophon  

Bild: Werbeblatt zu den HENRY Amatis Lautsprechern mit Schillingpreis, jedoch mit Berliner Händlerstempel

Hinzu kamen zu den Lautsprechern auch die passenden Übertrager.

HENRY Übertrager Typ 3001


*Zur HENRY Tonrolle

Wir blenden zurück in eine Zeit, in der Radios bei weitem noch nicht in der uns geläufigen Stückzahl je Haushalt vorhanden waren, sei es aus finanziellen Gründen aber auch aus Platzgründen in kleinen Wohnungen oder auch weil keine Steckdose vorhanden war wo man ein Gerät anschließen hätte können.

Ich selbst kam einst an eine solche Wohnung (Teilweise) in der noch die Utensilien der verstorbenen Vormieter darin befindlich waren.

Es handelte sich um eine im "alten Wien" sehr geläufige reine Küche-Zimmer Wohnung mit knapp 30m² in einem Mittelzinshaus-Gründerzeithaus, gebaut vor 1945.

Das Wohnzimmer war dabei durch eine dicke Kaminschachtwand mit einer verglasten Holztüre von der Küche getrennt. Und über diesem Hohlraum über dem Türstock war die besagte "HENRY Tonrolle" integriert:

Im Wohnzimmer dürfte deren Röhrenradio gestanden haben und die "Hausfrau" konnte per Schnurschalter diesen Lautsprecher von der Küche aus dazuschalten.

HENRY Tonrolle Werbung 1956

Bild: Werbeschaltung zur HENRY Tonrolle in der Radioschau Heft 3/1956

Es bedurfte folglich keines zweiten Radios zu deren Zeit. Denkbar wäre so ein Einsatz auch mit einem Fernseher um während des Kochens das Geschehen wenigstens auf der Audio Ebene mitzuverfolgen.

Ich hatte dafür wie auch für vieles andere übernommene keinen Bedarf und diese Gegenstände kamen nach und nach im Zuge der Wohnungsrenovierung weg.

Ein wenig war dies für mich das was man heute "Urban Exploring" bezeichnen könnte. Es gelang dabei die (bescheidenen) Lebensverhältnisse gedanklich nachzubilden, was man aber nachvollziehbarer Weise selbst nicht mehr adaptieren wollte.


Nachtrag 2025:

Ebenso in dieser Zeit kam erstes Hi-Fi, vorerst noch in Mono Technik gehalten auch in unserem Land langsam auf.

Betuchte Kundschaft die sich dies selbst unter den Christbaum stellen konnte durfte aus dem Angebot auch von HENRY wählen wie diese etwa 1955 veröffentlichte Announce zeigt:

HENRY Hi-Fi 1950 HSTV18, HV 111, Fidelis, 


Diverse Quellen & Nachweise (Auszugsweise):

  1. Archiv Scheida
  2. https://www.radio-ghe.at/1923-70/fa.henry.htm
  3. &"Der Morgen." Wiener Montagblatt vom 12. September 1927
  4. https://www.axishistory.com/books/361-germany-kriegsmarine/kriegsmarine-kommandobehoerden/6061-kommandierender-admiral-adria
  5. Völkischer Beobachter 2. März 1945/
  6. Zum 60er: Salzkammergut-Zeitung 25. August 1946
  7. https://www.gmundens-schaetze.at/marktplatz.html
  8. Salzburger Nachrichten 8. September 1948
  9. http://www.wladimir-aichelburg.at/kuenstlerhaus/ausstellungen/verzeichnis/
  10. Henry Radio, Preisliste gültig ab 1. Juni 1953
  11. https://portal.zedhia.at/page/public/cpa_000556-111/industrie-compass-1960
  12. Österreichische Radioschau 1953, Heft 8, zu 25 Jahre HENRY
  13. Österreichische Radioschau 1956, Heft 4, zu HENRY Tonrolle
  14. Österreichische Radioschau 1956, Heft 7, zu HENRY Werbung

 


 

 
Fortsetzungen und Ergänzungen folgen bei Gelegenheit.
 
© W. Scheida 4/2023 & Nachtrag 6/2023/7-2025/7-2026
 
 

(Kein weiterer Nachtrag mehr auf RM.org ab 12/09!)


 

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zu www.scheida.at/scheida/televisionen.htm gehörend

Updated: 28.07.26