Hat der HEATHKIT SG-8E HF Signal Generator in einer nostalgischen Hobby Radiowerkstatt noch einen Platz?

HEATHKIT SG-8E KI

  Bild: Viele Knöpfe zum Drehen bei kompakten Dimensionen suggerieren eine vermeintliche Brauchbarkeit. Angenehm vertraut bleibt die grüne Betriebsleuchte. KI Bearbeitet.

EINLEITUNG:

Zugegeben, ich könnte nicht behaupten das es ein wenig bekanntes Gerät ist. Haben sich doch schon einige Sammlerkollegen, zudem weltweit damit beschäftigt was auch ein Indikator seiner Verbreitung darstellt.

Bei mir kam es wie bereits in anderen Modellen erwähnt als Beifang bei der Sammlung Kratky in meinen Besitz.

Sogleich lud ich mir die Anleitung für den Zusammenbau herunter um mich irgendwann, das war eben jetzt Anfang 2026 damit beschäftigen zu können.

Wenngleich man keine großen Erwartungen in Sachen Frequenzstabilität und HF Qualität erwarten darf, so wäre es doch interessant zu wissen was er denn in einer fiktiven Hobbywerkstatt die sich in den 1960er bis 1970er Jahre vorwiegend mit AM Empfängern oder auch dem Amateurfunk beschäftigte an brauchbarem Nutzen darstellen würde?

Doch zuerst, funktioniert das Gerät überhaupt noch ?


Inhalt:

  1. Einleitung

  2. Zum Gerät

  3. Die Schaltung

  4. Fehlerbild

  5. Modifikationen

  6. Fazit

  7. Quellen und Literaturnachweis

  8. Exkurs: Neue Gefahren durch falsche KI Bilder und Texte

  9. Weitere Lesetipps des Autors


Zum Gerät:

Wie bei Heathkit üblich, gab es diese Geräte in vier Versionen:

In der US Version mit 120 Volt Betriebsspannung in Selbstbau- oder käuflicher Fertigausführung.

Und dann das Ganze nochmals für den Europäischen Markt in der "E" Version in der 220/240 Volt Ausführung.

Rund 26,- bis 90,- US$ betrug der einstige Preis in der langen Modelllaufzeit von 9 Jahren von 1953 bis 1961.

Zumindest mein Modell hat Originale Kondensatoren von 1966 (!) verbaut was auf eine noch längere Fertigungszeit hindeuten mag.

Hier vorliegend ist es die SG-8E Version.

Inwieweit es ein Kit Bausatz war oder fertig gekauft wurde? Vieles an Details und der Verarbeitung deutet auf eine Fertiggeräteversion.

Bild: Seriennummer und Art des Aufbaues deutet auf ein Fertiggerät hin.

Eine solide Nachbauanleitung, ein massives Gehäuse und letztlich eine simple Schaltung mit gar nur 1+1 Röhre sollten auch damals für Hobbytechniker in überschaubarer Zeit bei wenig Risiko zum Erfolg führen.


Die Schaltung:

Eine EC90 (6C4) dient dem internen etwa 550 Hz NF Oszillator bzw. der NF Vorverstärkung für ein externes NF Signal.

Bild: Seltenheitswert im Gerät. Wenigstens das NF Testsignal sieht zudem wirklich nach Sinus aus.

Bild: KI bearbeitet, ©Originalquelle Heathkit Schaltung

Eine ECC82 alias 12AU7 sorgt für den Oszillator, dem Modulator und der HF Verstärkung.

Beide Röhren weisen laut ROETEST gut 80% bis über 100% Emission auf.

Ein Test mit einer neuen JJ ECC82 brachte zudem keine Verbesserung.

Das Netzteil ist nur mit zweipoliger Schnurleitung angeschlossen. Das Vollmetallgehäuse, das zugleich die Sekundärnetzteilmasse führt ist ohne Erdungszuleitung versehen. Heutzutage wenig passend.

Der Skalenzeiger schleift mechanisch ein wenig an den aufgedruckten Skalenwerten an der Frontplatte.


Auftretende Fehlerbild(er):

Abgerissene und korrodierte Stecker weisen den ersten Weg der Instandsetzung.

Nach dem Einschalten über den Regeltrenntrafo leuchtet schön die grüne Betriebsanzeigenlampe auf.

Bild: Einsichten zum letztlich offenen ungeschirmten Aufbau. KI freigestellt.

HF Signale kommen nur verzerrt und mit starkem Netzbrumm heraus.

Es stellt sich heraus, das wohl werkseitig zwei Bänder gegeneinander vertauscht angelötet wurden und somit die Frequenzen nie gestimmt haben.

Ob die den bisherigen Vorbesitzern jemals aufgefallen war?

Als einziges annähernd verzerrungsfreies Band bzw. Sinussignal liefert Band D ab. Jedoch dann ohne ernsthafter Modulation.

Alle anderen Bänder sind in der unteren Sinushälfte stark verzerrt.

Die Amplitude über die Bänder ist ebenso wechselnd.

Bilder: Was man so als Schwingung verkauft bekommt.

Bild: Die einen nennen es Modulation. Andere nur "ein Zustand".


Modifikationen:

Wir sind folglich an dem Punkt, wo alle Elkos und sonstige Kapazitäten zu prüfen bzw. zu erneuern sind.

Ebay.com bietet hierfür gar ein "Kit" an Ersatzteilen an. 

Ich löste es mit passenden Rollenfolienkondensatoren in der ausreichenden 630V Spannungsfestigkeit.

2 x 47µF/400V Elkos verbesserten die Netzteilsiebung mit dem Selengleichrichter.

Zwei Widerstandswerte passten nicht mehr. Die Folienkondensatoren jedoch waren in der Werten auch im Original noch brauchbar.

Bild: Gewechselte Teile. Die Buchse wurde testweise auf eine Cinchtype gewechselt und wandert wieder zurück ins Gerät da eben eine NF Zuspielung als moduliertes Signal kaum brauchbar ist.

Die oberen Kondensatoren hätten auch verbleiben können wie Kapazitätsmessungen wie auch Verlustmessungen im Vergleich zur Neuware gezeigt hat. 6504 und 6512 als Datumscodes lassen etwa Anfang 1966 als Gerätefertigungsdatum annehmen.

ASTRON Minimite ist der mir bisher unbekannte Elko Hersteller aus den USA, NJ.

Selbst habe ich die Heizleitungen noch neu verdrahtet.

Es basiert wohl auf dem Schaltungskonzept, dass die HF Schwingungen nicht exakt nach Sinus aussehen läßt.

Auch die Modulation läßt in Qualität und Modulationsgrad etwas zu wünschen übrig.

Bild: Chassisansichten überarbeitet. KI Freigestellt.

Ersteres bringt in meiner Wahrnehmung am Oszi keinen Unterschied.

Der 220pF Kondensator jedoch verbessert wenngleich bei Amplitudenverringerung merklich die Signalform.

Ein Ausschalter für die höheren beiden Bänder D & E jedoch wäre unerläßlich.


Vorläufiges Fazit:

Im Vergleich zu den ebenso zudem aus "heimischer" Fertigung bekannten SIEMENS/TELEFUNKEN Signalgeneratoren die mit der Skala auch optisch etwas hergeben, bei jedoch ähnlich (schlechten) Signalformen gibt von der Optik der kompaktere Heathkit wenig her.

 (KI Freigestellt)

Bild: Optisch durchaus ansprechende Siemens Gerätschaft mit der schön anzusehenden "Regenbogenskala" der 1930er Jahre wie sie nicht selten ist und sich auch schon einmal im Besitz des Autors befand. Für ein ernsthaftes Arbeiten aber war es in meiner Erwartungshaltung kaum (mehr) brauchbar. (KI Freigestellt)

600 Hz wird sich kaum jemand als Gast im Heimmuseum anhören wollen.

Und eine externe Modulation von einem Zuspieler ist generell sehr schwach (leise) und in den Bändern A-C fern von jedem Normaufbau und Qualität.

Der Aufwand um die Schaltung soweit zu verbessern um eine stabile echte Sinusschwingung in allen Bändern und eine tiefe verzerrungsfreie Modulation zu erzeugen liegt für mich in keiner Relation.

So bleibt es frei ihn als Sammelgegenstand für Werkstattbedarf zu belassen, oder das Gehäuse außen weitgehend original mit einem modernen "Heimsender" zu bestücken.

Ich selbst würde hier meinen zumindest mit schon gut 50 Jahre alten PHILIPS PM5324 RF Generator als "Youngtimer" einsetzen der zudem auch FM modulieren läßt.


Quellen & Nachweise:

  1. Eigenes Gerät mit Seriennummer 7531 geschätzt aus Anfang 1966.

  2. Original PDF Heathkit Bauanleitung aus Webquellen


Suchbegriffe: Heathkit, SG-8E, nostalgische Werkstattausrüstung, Sammlung Kratky,


Exkurs - Von der KI erzeugte Gefahren durch eine neue falsche Wirklichkeit

Der Autor nutzt für Nachforschungen sowie zur Bildfreistellung vereinzelt die freien KI (AI) Programme GEMINI und ChatGPT.

Dabei fallen mit Stand August 2026, falsche Ergebnisse, zum Teil sogar mit vermeintlichen Originalquellen Nennungen wie zum Beispiel einer konkreten Fachzeitschrift gar mit einer Seitenangabe auf.

Ein exaktes Nachfragen und forschen in diesen Quellen zeigen dann die definitive LÜGE auf. Verweise die sich als Falsch herausstellen. Fakten die beliebig als "neue Wahrheit" zusammengestellt wurden weil vielleicht ein bestimmtes Schlagwort vermeintlich ident mit dem gesuchten Inhalt ist.

Selbst die Promt Angabe "Keine Erfindungen" oder ähnlich nützen nichts. Auch der "Hinweis" der KI beim nächsten Mal darauf zu achten geht stets ins Leere.

Eigener Anspruch:

Als Fachautor weiß ich was ich was an ich Qualität zu erwarten habe. "Neue Bilder" aber auch wesentliche Textinformationen ich daher als KI Generiert bzw. bearbeitet kennzeichne.

Die Quellen und Fakten dann akurat nochmals zu prüfen sind.

Mit Erfahrung zum Thema mag mir das (hoffentlich) Gelingen was aber erneut einen nicht unerheblichen Mehraufwand in der Arbeit darstellt.

Gefahren bei der Bildbearbeitung:

Manche Originalbilder sind in der Qualität, mitunter wegen der niedrigen Auflösung heutzutage wenig brauchbar weshalb zumindest theoretisch die KI hier im positiven Sinne nachhelfen könnte.

 

Man könnte es auch als neue Suchbildrätsel in unseren Fachzeitschriften verwenden:

Der Promt für eine einfache FREISTELLUNG um sich die Arbeit dazu zu ersparen läßt ungewünscht neue "Zombiegeräte" entstehen.

Wenn diese dann im Web als die neue Wirklichkeit als Zeugnisse der Vergangenheit akzeptiert werden dann gute Nacht.

Nicht im Bild kam ein ungewollt künstlich von der KI beliebig verändertes Gerät mit falsch ergänzten Teilen als erste KI Arbeit heraus.

Originalbild

Bild oben: Das originale Eigenbild nicht freigestellt.

KI Fake Modell

KI Fake Bild oben: Die Skala nun plötzlich nur bis 20 MHz anzeigend ist.

KI Fake Modell

 

KI Fake Bild oben:

Als Spannungsangabe am Eingangsaufkleber auf einmal zusätzlich 10V angegeben werden. (Weitere Promt-Versuche auf einmal 100kOhm Eingangswiderstand anführen). Wörter falsch geschrieben werden. Häufig auch eine Kunstsprache und künstliche Buchstaben angezeigt werden.  

 

Ich frage mich jedoch wie es Menschen geht die keinen Bezug zum Thema haben (können). Und wie diese dann mit den "neuen Informationen" umgehen.

Insbesonders die Jugend die mit einem sich neu formierenden Internet konfrontiert findet und womöglich die "echte Welt" der fest dokumentierten und somit nachvollziehbaren Informationen nicht mehr kennt?

Diesen Umstand bemängelte ich auch bereits vor vielen Jahren noch vor der KI Zeit, als ein neu geschaffener "Radiokatalog" als nunmehrig angeführte "Referenz" für Modellnennungen im bekannten Online Museum genannt wurde. Ein Katalog, der sich jedoch zuvor von genau auch mitunter falsch (irrtümlich, menschlich Fehlerhaft) angelegten Modellseiten gespeist hat.

Auch die "echte Welt" wollte dazu schon damals nichts hören. 


Lesetipps aus dem Repertoire des Autors:

 

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© Textzusammenstellung 1/2026 - 8/2026; W. Scheida/Wien Medienhistoriker, zu  www.scheida.at gehörend

Letzte Überarbeitung: 29.08.26