La Télévision FrançaisDas französische Fernsehen - Ein nicht immer geradliniger Weg

Frankreich Fernsehen vom Eifelturm in 441 455 und 819 Zeilen

Auch Frankreich war mit begnadeten Erfindern und Forschern ausgestattet.

Und dennoch ist die Einführung eines öffentlichen Fernsehens trotz aller bereits umgesetzter Fortschritte nicht so recht in Gang gekommen.

Zuerst hat man eine Norm von 455 Zeilen vom leistungsstärksten Fernsehsender seiner Zeit auf dem Eifelturm eingeführt, um dann eine Anpassung nach der Deutschen 441 Zeilen Norm über sich ergehen zu lassen.

Es folgte ein analoges HDTV in s/w mit 819 Zeilen und ein SECAM Farbfernsehsystem für gewissermaßen einem Bildschirm in "HiFi-Farben".

Auch im Design hoben so manche Fabrikate und Modelle vom Standard Zeitgeist etwas ab:

Sonora TV 3 441 oder 819 Zeilen Fernseher

 Sonora 441 bzw. 819 Zeilen TV3 ~1950

 Teleavia Panoramic 111 ~1958

 Was blieb und vor allem wie es dazu kam lesen Sie in diesem Beitrag:

La Télévision Français – Die Entwicklung des französischen Fernsehens

Inhaltsverzeichnis: (Gesamter Beitrag in Arbeit!) 

  1. Einführung:
  2. Begriffe
  3. Die Ausgangsbasis zum Start des elektronischen Fernsehens bis 1939 
  4. Fernsehsender Paris 1943/44
  5. Fernsehsender Paris - Umstellung auf die deutsche Norm:
  6. Die Kriegssendungen und ihr Ende:
  7. Der britische Geheimdienst als Fernsehzuseher:
  8. Wo stand das französische Fernsehen nach 1945 ? 
  9. Das wurde von den Fachleuten diskutiert:
  10. Das 819 Zeilen System (technisch betrachtet)
  11. Das 819 Zeilen Kanalraster (CCIR Standard E von 1949 – 1980)
  12. Zusammenfassung – Fazit:
  13. Offene Fragen
  14. Chronologie - Zeitschiene
  15. Quellen & Verweise

 

 

Einführung:

Als deutschsprachiger Hobbyhistoriker hat man kaum Zugang zu detaillierten Literaturquellen hinsichtlich der Entstehung des Fernsehens im Rest der Welt. Dies betrifft die englischsprachige Literatur, die nur einen bescheidenen und fallweise bevormundeten Auszug ins Deutsche übersetzt am Markt aufkommen lässt.()

Umso mehr gilt dies aber für die französischsprachige Fachliteratur über die kaum eine Übersetzung zum gegenständlichen Thema bekannt geworden ist.

Dazu kommt, das beim Thema Fernsehen selbst in der Originalquellliteratur – dort sogar in ein und demselben Artikel! Widersprüche und Doppelangaben vorherrschen die ein genaues Verstehen der Historie fast unmöglich machen.

Und nicht zuletzt muss man als neutraler Forscher die Texte von nationalen Einflüssen trennen bzw. diese entsprechend mitbewerten um zu einer nach heutigen Maßstäben relevanten Aussage zu kommen.

Erst ein Vergleich verschiedenster Quellen konnte einen ersten (sicher noch unvollständigen und noch zu überarbeitenden) Beitrag entstehen lassen. 

Um die weißen Flecken hinsichtlich der Einführung des Fernsehens in Frankreich schließen zu können bestellte ich ein Konvolut bestehend aus Original Magazinen und Büchern aus der Zeit nach 1945 bis etwa 1950.

Die Aufarbeitung der Inhalte brachte so ein wenig Klarheit in die vielfach vorhandenen Widersprüche auf die ich im folgenden Eingehen möchte.

Eine Übersicht der verwendeten Literatur finden Sie im Anhang. Stellenweise wurde ein Literaturverweis im Text integriert.

Meine Arbeit bezieht sich auf den Übergang zum elektronischen Fernsehen im Zeitraum ab ~1935 bis etwa 1950, mit dem Schwerpunkt auf die Einführung des 819 Zeilen Dienstes. 

Eine zukünftige Arbeit kann sich dann um die Einführung des 625 Zeilen Programmdienstes sowie des SECAM Farbfernsehens widmen. Siehe dazu auch der Beitrag "40 Jahre PAL Farbfernsehen". 

Bitte erwarten Sie nicht das Niveau einer Doktorarbeit!

 

Begriffe:

Für die Vertikalauflösung wird der Begriff „Zeilen“ verwendet

Für die Horizontalauflösung wird der Begriff „Linien“ verwendet

Für progressive Abtastung steht „p

Für die Abtastung im 2/1 Zeilensprungverfahren steht „i

 

Die Ausgangsbasis zum Start des französischen elektronischen Fernsehens:

Frankreich war eine der vier führenden Nationen neben den USA, Großbritannien und Deutschland in Sachen der Fernsehentwicklung.

Die Köpfe für das Fernsehen waren hier stellvertretend Fachleute wie die der Compagnie des Compteurs mit René Barthélemy und Paul Mandel sowie Henri DeFrance, der das Unternehmen Radio Industrie vertrat.

Bild: 27. April 1935 - Eine Fernsehübertragung mit Mme Bretty aus der Rue de Grenelle, Paris [2].

Auszug eines Artikels von Marc Chauvièrre aus „Die Antenne“ vom 3. März 1935 [3]. 

„Kommentar: 

Besuch des Ingenieurs Marc Chauvièrre beim Fernsehlaboratorium von René Barthélemy.  Compagnie des Compteurs von Montrouge und René Barthélemy bereiten sich aktiv für die ersten offiziellen Ausstrahlungen des Fernsehens mit 60 und später 180 Zeilen vor.  Der Filmgeber für 180 Zeilen ist schon fertig, und die ersten Ausstrahlungen in dieser Auflösung werden im Dezember 1935 vom Post-Minister Georges Mandel eröffnet.„

Aus den anfänglichen Experimenten mit den verschiedenen mechanischen Zeilenstandards und Versuchssendungen im 60, 120, 180 Zeilenraster definierte sich im Jahr 1936 ein 240/25p Zeilen Standard der auch die Verwendung elektronischer Aufnahmesysteme vorsah.

Bild – Kameras mit Nipkow Scheiben Abtastung

 PTT Radio Vision - Beispiel eines 60 Zeilen Bildes 

Man beachte die Parallele mit dem 1935 von J.L. Baird in Großbritannien propagierten 240 Zeilen System, welches aber von der BBC zugunsten des elektronischen 405 Zeilensprung-Systems von Marconi-EMI nicht auserkoren wurde.

In Frankreich bot für Firmen wie Grammont der 240 Zeilen Standard die Möglichkeit, über den Einsatz von Programmzubringerstrecken in Form von Richtfunk oder Kabel theoretisch wie auch praktisch nachzudenken: 

Geplanter 12 cm - 2.5 GHz Richtfunkturm 1936! [4] Angedachte Richtfunkstrecke von Paris bis Marseille sowie über den Ärmelkanal 1936 [4]

Ebenso machte man sich Gedanken über die Filmabtastung.

 

Bild: Grammont Cinematographie 1936 mit 240 Zeilen [4]

 

Bild: Sender-Empfängerprinzip 1936 [4]

Als interessantes Detail ist der Einsatz eines mit 100% Trägeramplitude ausgestrahlten Synchronsignals bei positiver Bildmodulation (weiß = 100%) zu vermerken.

Im Vergleich dazu verwendeten die Sendenormen in Deutschland und Großbritannien wie auch später Paris selbst einen 0 bzw. 3-5% Restträger als Synchronimpuls bei sonst positiver Videomodulation. Eine eigene Abhandlung zur Modulation finden Sie später.

 

Ein öffentlichkeitswirksames Ereignis zu Werbezwecken, wie es dies etwa 1936 die Olympiade in Berlin für Deutschland war, oder der BBC Life Übertragung der King Georg Krönung von 1936 sowie die Wimbledon Übertragung 1937 sucht man in Frankreich vergebens.

Darin lässt sich mitunter erkennen, weshalb auch in der Nachkriegszeit das Medium Fernsehen nicht auf eine Akzeptanz oder gar auf eine Erwartungshaltung in der Bevölkerung zurückgreifen konnte wie dies in Deutschland oder auch England der Fall war. Weitere Gründe werden später angeführt.

In Frankreich ist man selbst unschlüssig darüber wann eigentlich die Eröffnung des offiziellen Fernsehdienstes begann, und so gibt die Literatur wahlweise den 26. April 1935 [8] mit 60 Zeilen, den 27. Januar 1936 aber auch den April 1938 [8] nun mit 455 Zeilen als Sendebeginn an.

Bild: Grammont Gemeinschaftsfernsehen 1936 "Telecinema" offenbar im Kurzschlußverfahren [4]

Die Unklarheit selbst über das Datum lässt auf einen reinen Versuchsbetrieb mit einigen Laborempfängern schließen, die gemäß obigen Ausführungen mit 240 Zeilen begonnen hatten bis sie 1938 auf 455 Zeilen standardisiert wurden.  

Im Juli 1938 definiert ein Regierungsdekret für drei Jahre (also bis Juli 1941) die Norm auf 455 Zeilen

 

  Bild: 455/i50 Zeilen Norm [] positiv Modulation mit Restträger als Synchronimpuls

Gesendet wurde über den Eiffelturm in Paris dem damals leistungsstärksten UKW Fernsehsender der Welt mit 30 kW Bildträgerleistung und einem 6 kW Tonträger. Interessant, dass dieses 5/1 Verhältnis auch bei der FM Ton Übertragung seine Gültigkeit in der OIRT Norm behielt. (nach CCIR B/G sind es 10/1)

Weitere Details: Zweiseitenband Übertragung auf 46 MHz Bildträgerfrequenz und 42 MHz Tonträgerfrequenz im AM Standard; entspricht einem 4 MHz Bild-Tonträgerabstand;

Abstrahlung mit vertikaler Polarisation, >=3MHz Videobandbreite, >= 7MHz Kanalbandbreite von 42 bis etwa 49 MHz. Damit hatte der Paris Sender die größte Entwicklungsreserve hinsichtlich der maximal möglichen Linienauflösung eines Fernsehsystems, (Vergleiche: Deutsche Norm bis max ~2.5 MHz, Britische bis etwas über 3 MHz), Stichwort: Kellfaktor. 

„Die Ausstrahlungen werden ab dem 4. Januar 1937 von 11 Uhr bis 11 Uhr 30 und von 20 Uhr bis 20 Uhr 30 während der Woche und von 17 Uhr 30 bis 19 Uhr 30 am Sonntag regelmäßig durchgeführt.  ()

 

Parallel dazu im Kurzschlussverfahren verwenden die Unternehmen ihre eigenen Labors.

Das sind:

441 Zeilen für Grammont, 450 Zeilen für die Compagnie des Compteurs und 455 Zeilen für Thomson-Ducretet.

Im Jahre 1939 zählt man nur 200 bis 300 Fernsehempfänger, davon waren einige wenige an öffentlichen Orten aufgestellt.“ ()

Mit dem Kriegsbeginn ab Ende 1939 wurden daraufhin wie auch in England die Fernsehsendungen eingestellt. Zudem ist mit dem Einmarsch der Deutschen in Paris 1940 durch Sabotage der Resistance der Sender durch Zerstörung einiger Röhren beschädigt worden.

Von Ende 1939 bis Mai 1941 interessierte sich niemand für das Schicksal dieses Senders, bis ein Befehl des Höheren Nachrichtenführers Frankreich den Auftrag erteilte, den Sender zum Zwecke der Ersatzteil- und Rohstoffgewinnung zu demontieren [8].

Es berichtet Bruch von kommunistischen Sabotageakten am von der AEG verlegten HF Koaxialkabel am Fuß des Eifelturms zur Antenne um den 24. Mai 1937, was während der Pariser Weltausstellung das französische Fernsehen nicht in Betrieb gehen ließ und es am Messepavillon eine rein deutsche (Telefunken) Angelegenheit werden ließ [12/S230, 235]. 

 

 

Fernsehsender Paris 1943/44

Es soll der Leidenschaft für das Leben in Paris zuzuschreiben sein, dass gegen Ende 1941 der dafür verantwortliche nunmehrige Wehrmachtsangehörige und ehemalige Sendeleiter des Berliner Fernsehens, Kurt Hinzmann von der RRG Reichsrundfunkgesellschaft, sich seit dem 22. Juli 1941 sehr bestimmt für eine Wiederinbetriebnahme des Senders als Alternative zur bereits in Angriff genommenen Demontage einsetzte.

Ähnlich wie in Berlin selbst, wo die dafür Verantwortlichen zwecks der Erlangung des „UA- Unabkömmlich Status für den Fronteinsatz“ den Fernsehdienst mit Billigung des Propagandaministeriums für die Truppenbetreuung im Berliner Kuppelsaal wieder aufnahmen. 

Anmerkung: Zu dieser Zeit waren in Deutschland nicht weniger als 25 Kameras (lediglich 7 hatte London) und sechs Filmabtaster vorhanden. Hinzu kamen zwei transportable Studios [1/116] 

Federführend durch die Deutschen, wurde 1942 ein Vertrag mit der bereits aus der Vorkriegszeit (1939 [8]) mit Telefunken in Zusammenarbeit stehenden Gesellschaft, der Compagnie des Compteurs abgeschlossen. Die Lieferung der Studiogeräte erfolgte aus Deutschland von Telefunken und der Fernseh-GmbH [1/S116].

Somit ging der „Fernsehsender Paris“ am 7. Mai 1943 nach der Reparatur und Umstellung auf die deutsche 441 Zeilen Norm auf Sendung.

Bild: Testbild-Senderkennung Fernsehsender Paris 1943/44 

Die wirklich interessanten Details und Hintergründe kann man einem gut recherchierten Aufsatz und der Zusammenfassung einer Dissertation von Frau Petra Truckendanner mit dem Titel "Der Fernsehsender Paris (1942 - 1944)" entnehmen.

Die Umstellung auf die deutsche Norm:

Deutsche Norm bedeutete auch eine Umstellung des Tonsenders von 42 auf 43,2 MHz was nunmehr einen Bild-Tonträger Abstand von 2,8 MHz ergab.

Die betroffenen Geräte des Altbestandes waren aufgrund des vorherrschenden Geradeaus-Paralleltonverfahrens sicher leicht auf die neue Frequenz abzustimmen.

In der Literatur wird jedoch von mäßiger Bildqualität mit dem neuen Sender berichtet ( ) für dessen Ursache ein Übersprechen des im ehemaligen Videobandes (<=3MHz) nunmehr befindlichen Tonsenders gelten kann. Ein Begrenzen der maximal möglichen Videobandbreite im Empfänger auf etwa 2,5 MHz wird diesen Effekt behoben haben.

Was blieb, ist der Verlust bis zu einem Viertels der Bildauflösung bedingt durch das Fehlen von ~500 kHz Videobandbreite.

Hier stellt sich die Frage, warum für Paris nicht auf dem alten 4 MHz Bild/Tonträger Abstand verblieben wurde, da die brutto Studiobandbreite für das deutsche 441 Zeilen Signal ebenfalls rund 3 MHz beträgt () und dieser Mehrwert beschnitten werden musste.

Die örtlichen Baumaßnahmen auf Kosten der französischen Behörden wurden durch Franzosen durchgeführt. Das Studio entstand im vom Eiffelturm etwa 800 m entfernt liegenden Vergnügungszentrum „Magic City“ dessen Sender man mit einem Breitbandkabel und einer Zuspiel-ZF von 8,4 MHz modulierte.

Nationalsozialistische Zukunftspläne?

Langfristige wirtschaftliche Ziele im Hinblick auf die durchaus schon absehbare Entwicklung des Fernsehens nach dem Krieg spielten auf deutscher Seite hinsichtlich der Durchsetzung deutscher Normen sicher eine Rolle.

Ende Juni 1941 entstand der Plan, für ein „Europäisches Fernsehen“.( ) Nach Italien (1939) nun auch Frankreich für die in Deutschland gültige 441-Zeilen-Norm zu gewinnen, um der deutschen Elektroindustrie damit für die Nachkriegszeit eine gute Ausgangslage zu verschaffen [9].

Das es unabhängig vom Ausgang des Krieges letztlich anders kam, und gerade die Franzosen sowohl beim s/w Standard wie auch bei der späteren SECAM Thematik mit Nachdruck ihre Interessen durchsetzen wollten lehrt uns die Geschichte.

Es ist wahr, dass selbst regionale Ausstrahlungen vor dem Krieg bestanden, jedoch meistens nur versuchsweise.  So gab Henry de France eine Demonstration im Mai 1939 auf der >Ausstellung des sozialen Fortschritts< in Lille. Weiters gab es ein Studio in Toulouse und in Lyon. Eine erhalten gebliebene Rede des an der Spitze der mit den Deutschen kollaborierenden Vichy Regierung stehenden Marschalls Pétain wurde 1941 aus Vichy im Fernsehen übertragen.

 

 
 
 

Die Sendungen:  

Der am 7. Mai 1943 versuchsweise und am 29 (30. [9]). September 1943 offiziell in Betrieb genommene Fernsehsender Paris wird von Deutschen gelenkt, wobei die französischen Behörden und Mitwirkenden absichtlich im Glauben gelassen wurden sie wären am Aufbau eines eigenständigen nationalen Fernsehdienstes beteiligt [8/S109].

Der Fernsehsender Paris sendete in deutsch und in französisch an verschiedenen Wochentagen von 10 Uhr bis 12 Uhr, von 15 Uhr bis 17 Uhr und allen Abenden von 20:30 bis 22 Uhr. 

Das tägliche Programm mit 6 Stunden (andere Quellen sprechen von 5 - 8 h täglich [7/S100]) davon 1,5 h live Material als Unterhaltung für die Verwundeten.

Das Programm wurde für die deutschen Krankenhäuser, Lazarette und wichtigen Staatsangehörigen in Paris mit einigen Hundert bis 1.000 Empfängern [8], darunter etwa hundert für die französischen Fernsehteilnehmern gestaltet. Die Empfänger wurden nach deutschem Baumuster von durch die französische Industrie hergestellt.

Andere Schätzungen sprechen von einigen hundert Stück bis selbst an die 1.000 Geräte im privaten Einsatz, was einen Bestand von bis zu 2.000 Geräten mit Kriegsende darstellen dürfte.

Während der Programmpausen sendete der Tonsender das Programm des Deutschlandsenders weiter [8/S112].

Ausgestattet war das Fernsehen gemäß dem Collingwood Memorandum wie folgt: 

"Ein großes Studio von den Deutschen gebaut, mit einem Kontrollraum für sechs Kameras und einem Auditorium für 250 Besucher....An drei zusätzlichen Studios wurde gearbeitet - davon zwei kleine mit ~9 x 4.5 m und eines mit 40 m x 18 m und 7.5 m hoch mit einem Schwimmbecken in der Mitte." (Das war etwa 4 mal mehr Platz als es die Fernsehstudios am Alexandra Palace in London waren) 

Eine Funkeinheit der Post mit rund 20 Mann sowie etwa 80 Spezialisten der Radiodiffusion Francaise betreuten die Technik [7/101].    

Das Ende:

Am 16. August 1944 eine Woche vor dem Einmarsch der Alliierten beendet der Fernsehsender Paris seine Ausstrahlung und die deutschen Kameras wurden „Heim ins Reich“ geschafft, während die 441 Zeilen Filmabtaster in Paris blieben.[1/S116] 

Am 20. August 1944 verlies das deutsche Personal Paris [7/S101].

Die Kosten von 120.000 RM monatlich teilten sich die Post, Propagandaabteilung und Wehrmachtskommandantur.[7/S101] Die Kosten (>17 Mio. Francs [9]) für die Wiederinstandsetzung und den Betrieb des Fernsehsenders sowie den Ausbau des Studios hatte die RDN (Radiodiffussion Nationale) zu tragen, während das Reichspostministerium die Finanzierung der Studiotechnik übernahm [9].

Man empfand das Fernsehen während der Okkupation auch nicht als französisches Fernsehen sondern als ein deutsches Besatzungsfernsehen was allein deshalb sicher von vielen abgelehnt wurde.

 

   
 

Wo stand das französische Fernsehen nach 1945 ?  

Nach der Rückgabe des Senders an die Franzosen konnte Frankreich aus dem ehemaligen Studio des Fernsehsenders Paris bereits ab Oktober 1945 als erstes Land in (Mittel-)Europa wieder Programme ausstrahlen.   

Anmerkung: Diesen Anspruch erhebt auch die UdSSR (7. Mai 1945)

 

Bild:  Senderkennung nach der Befreiung - Television Francais

Der Tonsender wurde nach der Besetzung wieder auf 42 MHz zurückgebaut.

Allgemein befand sich das französische Fernsehen nach dem Krieg in einer besseren Ausgangslage als noch vor 1939, sowohl was die technischen wie auch baulichen Einrichtungen sowie die Größe selbst betraf. [1/S116]

Verschiede Daten:

  • Am 17. Dezember 1946, erhält das Fernsehen innerhalb des französischen Rundfunks eine regelmäßige Programmzuordnung (zwölf Stunden pro Woche) ab Oktober 1947 . (RDN „Radiodiffusion de la Nation française", kürze Zeit später in „RDF - RadioDiffusion française" umbenannt -  Die RDF unterstand der Verfügungsgewalt des Informationsministeriums)

  • Eine der ersten großen Übertragungen galt der Tour de France mit dem am Schlusstag dem 25. Juli 1948 übertragenen Ereignis.

Die Basis:

Es wäre also möglich gewesen auf Basis des bestehenden Geräteparks ein nationales Fernsehen wie es auch die Briten mit Ihrem 405 Zeilenstandard getan haben aufzubauen.

Dies ist aber nicht geschehen, sondern der oben zitierte Sender strahlte als "Pariser Insel" mit einer zum Aufwand nicht in Verhältnis stehender geringen öffentlichen Wahrnehmung seine Programme aus.

Zum Betrieb konnten nun auch zwei während der Besatzungszeit produzierte und erst nach der Befreiung fertiggestellte Kameras der Compagnie française de télévision (CFT) eingesetzt werden [10/S116].

Es fehlte an Geld sowie einer vermittelnden Vision daraus multiplikativ das Land mit einer Senderkette und Regionalstudios zu umspannen.

Wie erwähnt, hat das Fernsehen in Frankreich nicht die öffentliche Verbreitung erhalten wie dies in Berlin oder gar London mit einem echten Publikumsbetrieb geschehen war. Darüber hinaus gab es im Gegensatz zu London (~20.000 Fernsehempfänger) keinen namhaften Vorkriegsgerätebestand auf dessen Basis sich ein Breitenpublikum bilden hätte können.

Hinzu kam, das alles vorhandene, die 400 Zeilentechnik wie auch die Programmgestaltung während der Besetzung zwangsläufig mit der deutschen Okkupation bzw. französisch/deutschen Kollaboration assoziiert wurde und auf Ressentiments stieß und man bereits nicht unbedeutende Gelder in die Forschung von hochauflösenden = schärferen detaillierteren Bildern noch in den Kriegsjahren investiert hatte. 

Ein endgültiges nationales Fernsehen sollte daher auch wesentlich von französischer Technik getragen werden. Das Fernsehen bezogen auf den Zuseher in erster Linie durch den Programminhalt denn der Technik definiert wird sei nur so am Rande erwähnt. 

Exkurs: 

Was hat es mit der Zeilendiskussion auf sich?

Der Begriff deutsche Norm ist dabei etwas irreführend, da die Norm nicht nur aus der Zeilendefinition besteht wie wir später erläutern werden.

Zudem drängt sich der Gedanke eines inhomogenen technischen Betriebsauflaufes des Fernsehstudios mit tatsächlich 2 Zeilennormen auf: 

Die vorhandenen Telefunken Filmabtaster sind zumeist mechanisch auf eine Zeilenzahl hin also für 441 Zeilen gebaut worden. 

Der neu oder aus französischen Quellen nachzuersetzende elektronische Kamerapark hingegen ist, was den Unterschied 441 oder 455 Zeilen betrifft gutmütig und nur vom Taktgeber abhängig.

  • Die Normangaben in der Nachkriegsliteratur schwanken zwischen der Verwendung von 441, 450 und 455 Zeilen.

  • Die Bezeichnung 450 Zeilen bedarf zudem noch einer technischen Nachprüfung, da sich eine gerade Zeilenzahl für die Verwendung des Zeilensprungverfahrens aus technischen Gründen nicht optimal eignet.

Es werden eher in der hitzigen politischen Diskussion um den zukünftigen Standard nach 1944 einerseits die 441 und 455 Zeilen Norm zu einem Arbeitsbegriff “450“ zusammengefasst worden sein der in Konfrontation mit der 819 Zeilen Norm verwendet wurde. 

Baupläne für Selbstbausätze enthalten größtenteils 441 Zeilen als Angabe, manchmal jedoch auch 441 und 455 parallel. Bauelemente werden in den Anzeigen als 455 Zeilen Filter etc. angeboten. ()

Ebenso wird in der Fachliteratur von 1947 () die 1938 gültige Frankreich Norm mit 455 Zeilen als Fachinformation weitergereicht, was einen Eingang der deutschen Norm in die französische Fachliteratur offensichtlich nicht stattfinden ließ.

 

PDF Liste der ersten französischen Nachkriegs TV Geräte 1948 / pdf List of the first 1948 French TVsets

Link zu den 1948 im Grand Palast vorgestellten 450 Zeilen Fernsehempfängern 

Der Wunsch der französischen Nation etwas „besonderes“ haben zu wollen dürfte ebenfalls in der Frage wie es mit dem Fernsehen nach dem Krieg weitergehen soll mitgespielt haben.

Die Übernahme zum Beispiel der britischen 405 Zeilen wurde nicht realisiert. Nicht zuletzt deshalb, da 

  • dieser 10 Jahre alte Standard als nicht mehr zeitgemäß gegolten hat, 

  • da man selbst im eigenen Land (schon während des Krieges) über hochauflösende Systeme verfügte 

  • und die USA mit der 1941 herausgegebenen FCC Norm bereits 525 Zeilen als Niveau vorgaben.

  • im Festlandeuropa die 625 Zeilen Norm in der UdSSR und der Tschechoslowakei Fuß fasste 

  • und allgemein die Richtung des Zuges mehr von nationalen Ideen geprägt war (Philips 567 Zeilen Testsystem 1948)

Wie Eingangs angeführt, hatten Frankreichs Fernsehpioniere auch während des Krieges - teilweise auch im Auftrag der Deutschen weitere Forschungen an der Fernsehtechnik vollführt.

Der CBS Korrespondent Charles Collingwood schrieb über seinen Besuch der Labors in Montrouge: "Die Ingenieure der Compagnie des Compteurs René Barthélemy (und Paul Mandel) präsentierten nach der Befreiung Frankreichs eine Bildzerlegung in 1.015 Zeilen. Seit 1940 arbeitete er am 1.000 Zeilen Fernsehen, wofür das Tochterunternehmen Compagnie Francaise de Television an die 10 Millionen Francs an Forschungsgelder investierte [1/S115]

Diese konnte noch auf 1.025 Zeilen verbessert werden konnte, und Henri de France, der das Unternehmen Radio Industrie vertrat, erreichte eine Bildauflösung mit 819 Zeilen die auch die Basis des neuen Standards werden sollte.

Der Report führt weiters aus: Während des Krieges wurden keine Arbeiten am Farbfernsehen gemacht, weder von der Compagnie des Compteurs noch von der Radiodiffusion Francaise (Paris Studios) [1/S116]. Diese Aussage ist mit möglichen Arbeiten Henry DeFrance am Farbfernsehen abzugleichen!  

Die Compagnie des Compteurs arbeitete zudem unter Aufsicht der Deutschen.  

Dazu kam die Unsicherheit, ob nicht die Entwicklung in den USA abgewartet werden soll um sogleich mit dem Farbfernsehen beginnen zu können ohne Kompatibilitätsprobleme mit einem Altbestand riskieren zu müssen.

So wusste man das was man hatte nicht richtig zu schätzen, und strebte nach höheren Qualitäten die ja auch tatsächlich im Labor als Prototypen erreicht worden sind.

Unter den technischen Gegebenheiten der Jahre 1946/47 sowie der geringen Kaufkraft breiter Teile der Bevölkerung war aber die Basis im Nachkriegseuropa für ein hochauflösendes System nicht optimal.

Dazu kam, dass bis 1950 die Fernseh-Ausstrahlungen nur auf den Großraum Paris beschränkt blieben was eine Gemeinschaftsteilnahme der Nation am neuen Medium Fernsehen als gesamtes verhinderte.

   

Perfektes Paris Klischee: Französischer Balkon mit vertikalem Optex Halbwellendipol für den VHF Band I 441/455 Zeilen Fernsehsender mit Klemmmontage

 

Auch die Verunsicherung welche Technik oder Norm sich letzten Endes durchsetzen wird kann sicher kein Kaufanreiz für einen Fernsehempfänger gewesen sein.

Vergleiche mit der Zögerung des europäischen Konsumenten beim Videomarkt in den 1980er Jahren durch den Systemkampf VHS-Video2000 drängen sich geradezu auf.

Einen pragmatischen Schlussstrich unter die Debatte zog der damalige Informationsminister François Mitterand mit seinem Erlass vom 20.11.1948:

Darin wurde eine landesweite Versorgung mit dem zur Norm erhobenen 819 Zeilen Dienst angekündigt und zeitgleich die Garantie abgegeben, den bestehenden 441 Zeilen Dienst weitere 10 Jahre bis 1958 aufrecht zu erhalten.  

Doch selbst hier war ein Restrisiko vorhanden in wenigen Monaten die Norm an die der Briten anzupassen.( )

Eine Vergleichsübersicht der neuen mit der alten Norm bietet das Diagramm:

Hier einige Normparameter:  

Bild: Wo das Britische System 13 Senderkanäle unterbrachte waren es beim 819 Zeilen System gerade 4! 

Dies gab den möglichen Käufern erstmalig die Systemsicherheit ihrer teuren Investition in ein 441 Zeilen Gerät für einen bestimmten Zeitraum. Dass dieser immer noch zu kurz für ein Investitionsgut dieser Klasse war darf angenommen werden.

Zum Vergleich: Wie groß wäre die Käuferschicht für ein Benzinauto wenn man nur eine Benzinversorgung für 10 Jahre garantieren würde?

In der Praxis lesen wir eine Anzeige des Herstellers Sonora mit seinem 441 Zeilen Modell des Typs TV3 vom Dezember 1950: 

Darin ein Hinweis auf die garantierte 441 Zeilen Ausstrahlung bis 1958 bei einem Gerätepreis von 54.500 Frs.

 

Bild: Werbeanzeige 1950 Sonora TV3 Version 441/455 Zeilen und der Zusicherung bis 1958 verwendbar zu sein

Einen Monat zuvor im November 1950, hat Sonora angekündigt erst an einer Serienerprobung der 819 Zeilen Version zu arbeiten die gemäß der Vergleichstabelle annähernd das Doppelte kosten würde.  (Dies gilt auch für die meisten anderen Hersteller)

   PDF Liste der ersten französischen Nachkriegs TV Geräte 1950 / pdf List of the first 1950 French TVsets

Link: Geräteübersicht der 1950 am Markt befindlichen 441 & 819 Zeilen Geräte [6]

Dennoch stand das neue Medium Fernsehen in Anbetracht der schwierigen wirtschaftlichen Lage mit Streiks und dem Kampf der Gewerkschaften keineswegs auf der Prioritätenliste ganz oben [8]. Das französische Fernsehen der unmittelbaren Nachkriegszeit stand im Schatten des schon etablierten Radios und war geprägt von permanenten Finanzproblemen und mangelnder Autonomie, was den weiteren Ausbau des Fernsehens beträchtlich hemmte.

Obwohl das französische Fernsehen anderen Ländern zu Beginn in der technischen Umsetzung überlegen war und man unmittelbar nach dem Krieg schon durch das fertig eingerichtete Fernsehstudio in Magic City über eine gute Ausgangslage verfügte, gelang es offenbar nicht, den Vorsprung entsprechend zu nutzen.

Die weitere Entwicklung verlief relativ langsam, ein Phänomen, das noch lange danach zu Diskussionen Anlaß gab: ()

Das Fernsehprogramm im November 1950 für den 441 & 819 Zeilen Sender sowie Lille

 

 
 

Und das wurde von den Fachleuten diskutiert:  

Eine analoge für die öffentliche Ausstrahlung konzipierte s/w Fernsehnorm besteht auszugsweise aus der 

·     Zeilenzahl  (405, 525, 625, 819 z.B.)

  • Bildwechselfrequenz (25 - bedingt durch die Netzfrequenz in Europa gleich) 
  • Wahl des Abtastverfahrens (Zeilensprungverfahren um das Flimmern zu verringern = 50 Halbbilder)
  • Art der Modulation (Positiv oder Negativ - siehe Beitrag) 
  • Videobandbreite (je höher die Zeilenzahl desto höher die vertikale Auflösung - desto größer nach dem Kellfaktor auch die horizontale Auflösung) 
  • Art der Synchronisation (Zeilen und Bildimpulse - Positiv oder Negativ)
  • Art der Tonmodulation (Frequenz oder Amplitudenmodulation - Bandbreite) 
  • Frequenzbedarf - Kanalbandbreite (In Abhängigkeit der Videobandbreite sowie der Übertragung als Zweiseitenbandsignal oder Restseitenbandsignal)
  • Reichweite (Je schmalbandiger desto größer die Reichweite bei gleicher Sendeleistung) 

 

Die Wahl der Videomodulation  – Die Wahl des Wertes des Synchronpegels:

Warum wurde auch beim 819 Zeilen Bild die positive Videopolarität gewählt und nicht auf die in den USA seit 1941 (auch in Europa heute noch übliche) definierte negative Modulation zurückgegriffen?

Zur Klärung dieser Frage fand ich diesen Artikel welcher auszugsweise, frei übersetzt und kommentiert aus der Zeitschrift „La Radio Français“ 12/1948 mit dem Artikel „MODULATION POSITIV oder NEGATIV von Marc Chauvierre entnommen wurde:

„Es soll eines der am hitzigsten debattierten Teilthemen gewesen sein die rasch die Gemüter zum Kochen bringen konnte, da jeder für sich behauptete die Wahrheit zu besitzen während die jeweiligen Gesprächspartner im Dunkeln tappen würden.

Dabei ist von technischer Seite einmal die Frage nach dem Pegelniveau des Synchronsignals zu klären. Also ob es 0- oder 100 % Trägerleistung sein sollen.

Weiters die Frage nach der Polarität des Videoinhaltes selbst.

Positiv wenn der Weißpegel das zulässige Maximum aufzeigt und Schwarz das zulässige Minimum darstellt.  (Alle Vorkriegsnormen sowie die Frankreich und Beneluxstaaten Nachkriegsnormen)

Negativ wenn der Schwarzpegel das zulässige Maximum aufzeigt und Weiß das zulässige Minimum darstellt. (Alle Nachkriegsnormen vom Rest der Welt)

Es wurden zwei Lösungsansätze erläutert:

Da ist einmal die Betrachtung von der Senderseite:

Durch die Verwendung der Senderöhren in einem radarähnlichen Impulsbetrieb, bedingt durch den zu übertragenden Synchronimpuls (wie bei NTSC, CCIR B/G etc.) Modulation, erhöht sich der mögliche Wirkungsgrad des Senders im Vergleich zur Standard Hochfrequenzverstärkung wie dies ein 0%iger Synchronpegel mit höher gepegelten Videoinhalt darstellen würde im Verhältnis 3 zu 5.

Und die Betrachtung von der Empfängerseite:

Hier stellen sich drei Themen:

  1. Die Resistenz des Fernsehempfängers gegenüber Störsignalen
  2. Die Möglichkeit einer automatischen Verstärkungsregelung (AVR-AGC) des Empfangsteiles
  3. Die sich aus der Wahl der erforderlichen Schaltungen resultierenden Fertigungskosten eines Fernsehgerätes.

 

Bildlegende: Bild - Oben – 100% Synchronimpuls der zu einer höheren Durchschnittsträgerleistung führt

Unten: Negativer 0% Synchronpegel der den Sender im Zeilenrhythmus abschaltet

Zu 1:

Parasitäre Störsignale wie sie etwa von damalig nicht entstörten Elektrogeräten, Straßenbahnen oder Kraftwagen kamen addieren sich zum jeweiligen Nutzsignal und erscheinen bei positiv Modulation als weiße Punkte – bei Negativ Modulation als schwarze Punke am Bildschirm wobei letztere als weniger störend empfunden werden.

Es wird die Behauptung aufgestellt, dass bei einem 100% Synchronimpulspegel im Fall von Störspitzen die Synchronisation gestört und im Extremfall ohne zusätzliche Maßnahmen gänzlich ausfallen würde. (Die damaligen Erfahrungen basieren soweit es Europa betrifft auf die störanfälligere niedrige 40 MHz Frequenz im Band I da praktische Großflächenversuche im VHF Band III 200 MHz Bereich noch nicht stattgefunden hatten. In den USA konnte dieser Vergleich Band I – Band III jedoch gemacht werden – wobei dort auch im Band I mit derselben Norm wie im Band III und später im Band IV und V gearbeitet wurde.)

Umgekehrt soll, wenn der Synchronpegelbezug 0 sein soll auch bei stärksten Störspitzen eine einfach zu bauende stabile Synchronisation gewährleistet sein, da die Störamplituden immer größer als der Synchronpegel wären.

  

Bildlegende: Signale nach der Abtrennung der Synchronsignale:

A: Falscher Arbeitspunkt durch Störsignale bei der Negativ Modulation

B: Verwertbares Synchronsignal bei Positiver Modulation da als Referenz immer der 0 Pegel  dient. 

 

Befürworter des positiven Synchronimpulses führen ins Feld, das spezielle Vorrichtungen wie eine phasenstarre Verkopplung des Zeilenoszillators mit den Synchronimpulsen eine Lösung darstellt wie in amerikanischen Empfängern auch üblich (Phasenvergleich-Schwungrad Synchronisierung).

Dies wird technisch anerkannt aber aufgrund der Erhöhung der Gerätekosten abgelehnt. (Beachten Sie – Stand Europa 1948 – 3 Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs!)

Zu 2:

Eine AGC ist mit Positiver Modulation nicht möglich da die Verstärkungsregelung dann auf einen Mittelwert einer sich ständig ändernden Bildinformation setzen würde.

„Bei einem 100% Synchronimpuls ist aber ein bildunabhängiger Bezugspunkt für eine AGC dauerhaft vorhanden was mit einem Spitzenwertdetektor zu realisieren ist.„

Dies spräche für einen 100% Synchronimpuls wie er in der Negativ Modulation vorhanden ist.

In der Praxis ist diese Art der AGC Regelung aber nicht möglich, da bei vorhandenen Störspitzen die oft ein vielfaches des Nutzsignales ausmachen können der Verstärker abgeregelt werden würde und ein Empfang damit vollständig ausfällt. In den USA ist dies häufig der Fall gewesen, weshalb man dort Zusatzeinrichtungen mit weiteren Röhrenaufwand aufstellen musste.

(Aus den USA bekannt aus dieser Zeit sind Antennenbooster und Antennen Vorkreise, da auch die Oszillatoren der Geräte aus der Nachbarschaft in die Tuner einstrahlten).

Andererseits gibt es auch Vorrichtungen die es möglich machen eine AGC aus einem positiv modulierten Signal zu erzeugen – allerdings schwieriger als solche mit negativ Modulation. 

Zusammenfassend stellt sich das Problem der AGC ungeachtet der Polarität des Bildsignals.

Modulationsart und Begleitton

Es scheint auf dem ersten Blick keinen Zusammenhang zwischen der Bildträgermodulation und dem Ton zu geben.

Dieser Zusammenhang ist aber dort gegeben wo das Intercarrier –Zwischenträger Verfahren zur Anwendung kommen soll was bei der Negativ Modulation möglich ist, bei der Positiv Modulation jedoch nicht da ein Restträger vorhanden bleiben muss.

Die Nullträger Zeilensynchronsignale würden das FM Signal abschnüren was aber kein Problem darstellt, während die Nulldurchgänge der 50 Hz Bildsynchronsignale sehr störend blieben.

(Beachten Sie das (früher) bei uns als Intercarrierbrummen bekannte Geräusch bei starken weißen Textinserts im Bild, dort war der Restträger nur mehr etwa 10%)

 

Zu 3: Nach Betrachtung dieser Punkte ist es unbestritten das bei gleicher Bildstabilität ein Empfänger der nach positiver Modulation Arbeitet kostengünstiger herzustellen ist.

 

Schlussfolgerung:

Eine mathematische Berechnung der Vor und Nachteile würde zugunsten der Negativ Modulation sprechen.

Aber diese Betrachtungsweise erscheint falsch. Man muss in erster Linie die Millionen Empfänger und nicht den einen Sender betrachten.

Und hier scheint es, dass der Wert eines stabilen Bildes bei erhöhter Wirtschaftlichkeit vorrangig vor den anderen sekundären Vorteilen liegt.

Das einzige wirkliche Argument für die Negativmodulation bleibt das Intercarrierverfahren für den Ton.

Aber das ist kein ausreichendes Argument, da es (auch sonst) unmöglich ist einen Europäischen Empfänger in New York nach Umpolung der Videopolarität zum Laufen zu bekommen.

Ein Gerät mit Negativmodulation benötigt einen Phasenvergleich für die Zeilensynchronisation und auch die (verwendeten) AGC Schaltungen sind bei einem starken Störfeld wirkungslos.

Daher halte ich meine Position zu den beiden Systemen aufrecht die ich bereits 1938 eingenommen habe(!) und Beführworte die Positiv Modulation.

Im übrigen glaube ich, dass man für das Problem heute andere Lösungen in Betracht ziehen muss, wie etwa (dem Einsatz) der Amplitudenmodulation für das Bild und der Frequenzmodulation für die Synchronsignale wie in den USA von Loughren vorgeschlagen.

In Frankreich bietet Henry DeFrance an, die Zeilensynchronsignale in Amplitudenmodulation und die Bild-Synchronsignale in Frequenzmodulation zu übertragen.

Oder eine vollständige Lösung von mir selbst, mit Zeilen-Synchronsignalen in Frequenzmodulation und positiven Pegel und Bild-Synchronsignale mit negativem Pegel."

-Ende des Übersetzungsbeitrages-

 

Fazit: Eine interessante Darstellung um die Denkweise der damaligen Zeit begreifen zu können. Gleichzeitig erfahren wir die inkonsequenten Gedankensprünge die ein Durchsetzen einer selbst 10 Jahre alten Meinung des Autors (der auch Geräte entwickelt hat ()) als wichtiger erscheinen lässt als die Fakten, die selbst er als Plädoyer zur Negativ Modulation angibt während seine eigenen „Empfehlungen“ noch aufwändigere FM Synchronisierungen sind.

Hier findet sich auch die Parallele zum späteren FM-SECAM System was Henry DeFrance entwickelt hat.  

Was bleibt ist die Frage, warum man nicht zumindest beide scheinbaren Vorteile der Negativ und Positiv Modulation verknüpft hat und einen Nullpegel Synchronimpuls, jedoch eine negative Bildmodulation zur Verringerung der Visualisierung von Störsspitzen gewählt hat?

Der allgemeine Widerspruch stellt sich durch die hart erkämpfte Forderung von einerseits kostengünstigen Schaltungsmaßnahmen und dem zeitgleichen Zwang hochauflösendes TV als Einzigartigkeit in der Welt haben zu wollen, was alleine einen aufwendigen teuren 10 MHz ZF Verstärker erfordert, der alle anderen zuvor eingesparten Maßnahmen ad Absurdum führt.

Anmerkung: Es ist nicht bekannt auf welche Zeilenzahl der Autor abzielte - Eine letztendlich gewählte hochauflösende Zeilennorm soll es nicht gewesen sein. 

Weiteres dazu siehe auch AM Ton.

 

 

Der französische AM TON:

Über die Gründe der Wahl der AM Tonmodulation wurde in der Literatur noch kein Hinweis gefunden.

Die Qualitätsvorteile der FM Audioübertragung dürfen sicher als bekannt vorausgesetzt werden und hätten gut zu einem HDTV Bild gepasst.

Mögen es die Inkompatibilität zum 2 Normenempfang bei Empfang des alten 441 Zeilen Senders mit seinem AM Ton gewesen sein die einen aufwendigeren Ton ZF Teil und Demodulator erfordert hätten?

Oder war es der bewusste Verzicht auf Nicht Französisch basierende Techniken die das vom Amerikaner Armstrong unter ausländischer Lizenz stehende FM System ablehnen hat lassen.

Durch die Wahl der Positiv Modulation ohne verbleibenden Restträger war ein kostengünstigeres 2 Röhren einsparendes Intercarrier –Zwischenträger Verfahren nicht möglich.

Seltsamerweise galt dies auch noch 1963 bei der Übernahme der 625 Zeilen Norm bei der der AM Ton bis heute blieb (um 1990 ergänzt mit dem digitalen NICAM System), wie auch die positive Videomodulation -letzteres aber mit 100% Synchronpegel)

Ein Thema selbst blieb aktuell: FM im Bild ja – FM im Ton nein!

 

 

 

Die neue 819 Zeilen Norm

Was war neu und anders an dieser Norm und wieweit konnten die Qualitätsparameter der 819/50i Zeilen Norm tatsächlich für den normalen Fernsehzuseher von Nutzen sein?

Das Zeilenraster:

Ein wesentlicher Punkt wurde vor allem als Argument genannt: Die Reduzierung bzw. vollständige Eliminierung des sichtbaren und als störend empfundenen Zeilenrasters.

Auch unsere 625 Zeilen Norm war im Schwarz-Weiß Zeitalter mit diesem erkennbaren Makel behaftet was zu technischen Sonderlösungen wie etwa den als optional erhältlichen Zeilenwobbler für Grundig TV Geräte geführt hat.

Viel auffälliger ist diese Rasterung in nachvollziehbarer Weise bei den 405- und 441 Zeilen Systemen in Frankreich und Großbritannien zu Tage getreten.

Im Vergleich mit dem bisherigen Standard ergaben 819 Zeilen bei den damals eingesetzten 22 und 31cm Rundröhren ein voll ausgeschriebenes Bild ohne störende (dunkle) Zwischenräume.

Der Normenvergleich:

 

Die Auflösung:

Zum Verständnis über die höhere Auflösung des Systems dient ein kleines Rechenbeispiel:

 

Die sichtbare Auflösung für den Betrachter hängt im Wesentlichen von der Darstellbarkeit der höchsten Frequenz im Bildsignal ab. Anders gesprochen bleibt offen ob der Strahl der Bildröhre diese Frequenz optisch darstellen kann.

Vor 1939 gab es die Erkenntnis dass eine Auflösung von mehr als 3MHz nicht dargestellt werden kann. ( )

Die 819 Zeilen Norm nach CCIR L erlaubt eine zehn MHz Videosignalbandbreite.

Aufgeteilt auf das aktiv sichtbare Zeilenraster ergibt dies unter zu Grunde Legung der Verhältnisse wie sie auch bei der 625 Zeilen Norm angewandt werden (eine verbindliche aktive Zeilenzahl war in den Quellen nicht ersichtlich) eine aktive sichtbare Zeilenzahl von 576/625  was 755/819 entsprechen würde.

Unter dem Einfluss des damals gültigen Bildbreitenverhältnisses von 5/4 ergibt dies

aktiv ~944 Linien.  (755 x 5/4)

Alternativ folgt die Umrechnung direkt von der Systemgesamtauflösung von (10,4 MHz/(755x25))x2 auf  ~1.100 horizontale Linien.

 

Bei Verwendung einer damals als oberste Größe erhältlichen 31cm Rundkolben Bildröhre wie etwa einer MW31-XX kann bei einem angenommenen Overscan (Überschreiben) in der Bildmitte von links und rechts von je einem Zentimeter eine Bildpunktbreite/Elektronenstrahldurchmesser auf der Phosphorschicht von (310+10+10)/944= 0,35 mm bzw. (310+10+10)/1.100= 0,30 mm  errechnet werden.

Bei einer 22cm Bildröhre wäre es bei identen Rechnungsgrundlagen gar ein <0,25mm Strahlpunkdurchmesser.

Ein Wert der mit den damaligen Mitteln kaum erreichbar scheint.

Lediglich ein Modell von 1950 mit einer 36cm Röhre würde demnach mit 0,40mm eine annähernd realistisch darstellbare Bildpunktbreite aufweisen können.

Als Vergleichsreverenz diente damalig die 16mm Filmtechnik die man mit diesem Standard als äquivalent ansah. Dass in Folge die Übertragung speziell über HF nicht zwangsläufig diese Resultate vorweisen konnte kritisiert der Autor ()in seinem Artikel.

Sendeseitig erforderte dies den Einsatz von Kameras die tatsächlich diese Bandbreite liefern konnten.

Zeitgleich ist erstmalig im Vergleich zu den minderzeiligen Normen die Einseitenbandmodulation zum Einsparen von Bandbreite und der Ökonomisierung von Sendeleistung zum Einsatz.

Durch das so genannte Nyquistfilter wird sendeseitig in der HF ein Seitenband bis zu einem Restband von zwei MHz abgeschnitten.

Der Träger selbst reduziert sich dabei auf 50% des Ursprungswertes. (Bild)

Besonderes Augenmerk bei diesem Vorgang ist auf die Übereinstimmung der Inhalte der abgeschnittenen Flanke, sowie einer konstanten Gruppenlaufzeit des GESAMTEN Frequenzbereiches bis 10,4 MHz erforderlich! 

Gemäß Schramm (Filteranordnung zur Einseitenbandmodulation beim Fernsehen von Hans Schramm  26.9.1941 Hausmitteilungen Fernseh-GmbH Juni 1942 2. Band Heft 4) kostete diese Entzerr-Anpassschaltung bei der 441 Zeilen Norm einen halben Bildpunkt an Auflösung der sich als Konturenunschärfe (Plastik) bei steilen Signalflanken bemerkbar macht und bei 819 Zeilen bei dreifacher Signalbandbreite selbst bei verbesserter Technik eine noch größere Rolle gespielt haben muss.

Empfängerseitig bedeutet Einseitenbandübertragung einen erforderlichen höheren ZF-Verstärkungsfaktor und bei 819 Zeilen mit gleichzeitig größerer Bandbreite mehr Filter und damit weitere Verstärkerstufen die wiederum das Grundrauschen des Empfängers erhöhen.     

An dieser Stelle sei auf die spätere CCIR Norm F verwiesen, wie sie im benachbarten Belgien verwendet wurde welche nur mehr 5 MHz Videobandbreite bei 819 Zeilen vorsieht. Eine Vereinfachung der Geräteschaltung auf das Niveau der B/G Norm wie auch eine bessere Frequenzökonomie für mehr Sender gingen einher.

 

So wird die Bandbreite für die unterschiedlichen Qualitäten angegeben:

 

441 Minimum

1,5MHz

819 Minimum

5,5 bis 6MHz

441 Mittel

2,5MHz

819 Mittel

8MHz

441 Maximum

3,5MHz

819 Exzellent

10MHz

 

(Vergleiche: 3 MHz = VHS Auflösung beim PAL 625 Standard – 5MHz die Maximalauflösung der PAL B/G Sendenormen)

 

Was von der Norm blieb ist also ein zum Rest Europas inkompatibler Standard.

Zu einer UHF Frequenzstandardisierung mit 14 MHz Kanalbandbreite kam es nicht mehr.  

Die Reichweite eines 10 MHz Breitbandsignals: 

Bild: Ausstrahlungsdiagramm für den Großraum Paris 1950 mit 819 Zeilen und max. ~80 km Reichweite

Der leise Betrieb:

Als weiteres Pro-Argument findet man den unhörbaren Betrieb der 819 Zeilen Fernsehgeräte.

Zum Vergleich geben in Abhängigkeit von der Zeilenablenkfrequenz die Ablenkschaltungen der angeführten Normen folgende Frequenzen von sich. (Netzfrequenzen und deren Vielfache unberücksichtigt)

405: 405x25= 10.125Hz

441: 441x25= 11.025Hz

455: 455x25= 11.375Hz

525: 525x30= 15.750Hz

625: 625x25= 15.625Hz

819: 625x25=  20.475Hz

Bei 819 Zeilen liegt diese bereits außerhalb des für den Menschen hörbaren Bereichs.

   

 

Zusammenfassung – Fazit:

Obwohl hervorragende Techniker und Unternehmen im eigenen Land vorhanden waren und auch eigene wie auch von Besatzungsmächten errichtete Infrastrukturen benutzbar waren die dem damaligen Europäischen Niveau entsprochen hätten, gelang es nicht einen öffentlichkeitswirksamen Publikumsbetrieb zu führen.

Die Diskussionen und die damit verbundenen Verunsicherung der potentiellen Käufer von Fernsehempfängern führten dazu, dass Frankreich seinen Vorsprung unnütz verspielte.

Der langsame Aufbau eines flächendeckenden Sendernetzes und der Wahl eines in Betrieb deutlich teureren Standards – Senderseitig wie auch Empfängerseitig, führte dazu das Fernsehen in Frankreich keine wesentlich raschere Verbreitung finden konnte als dies etwa im vom Krieg zerstörten Deutschland oder dem restlichen Europa der Fall war. (Ab der 2. Hälfte der 1950er Jahre)

Die Aussage:  „Einige schöne Mädchen auf dem Bildschirm hätten viel mehr für die Entwicklung des Fernsehens tun können als 500 Zeilen mehr…..“()  kann als passendes Schlusswort gelten.

Exkurs: Vergleiche dazu die schlechte Bildqualität (mindere Grafik und Bildrauschen) welche in gegenteiliger Proportion zum Erfolg beim Publikum stand, wie es bei den beliebten Sendungen wie „Biene Maya“, „Der rosarote Panther“ sowie der österreichischen (16mm Film) Erfolgsserie „Kottan ermittelt“ der Fall war und ist.

Das dürfen sich auch heute die HDTV - nunmehr 2009 die 3D Befürworter ins Pflichtenheft schreiben.

Anders ausgedrückt – Content-Inhalt und nicht die Technik macht den wesentlichen Erfolg aus. In Frankreich hat die Missachtung dieses Grundsatzes der Nation auf dem Gebiet des Fernsehens etwas Ansehen und der Wirtschaft Millionen gekostet.

 

 

Offene Fragen - und der Versuch von Erklärungen:

1.      Warum war das Fernsehen in Frankreich obwohl technisch vorhanden nicht im selben Maß öffentlich präsent wie in GB?

 

2.      Weshalb wurde obwohl man die 441 er Norm nicht mehr wollte dennoch der Betrieb gestartet obwohl max. 2.000 Geräte in Betrieb waren?

 

3.      Wieweit war Multinorm Empfang für London 405, Holland 625 damals bis 1960 möglich? – unter Berücksichtigung der anderen Video Polarität und des FM Tons!

 

4.      Warum wurde auch beim 819 Zeilen Bild die  positive Videopolarität gewählt und nicht auf Erfahrungen aus den USA mit der Negativ Normierung zurückgegriffen?

 

Das hätte den Bau der Geräte vereinfacht/verbilligt da dann das Intercarriersystem anstelle des aufwendigeren Paralleltonverfahrens einsetzbar gewesen wäre.

1.      Es werden in der Französischen Nachkriegsliteratur gleichzeitig 441, 450 und 455 Zeilen als Sendenorm genannt! Warum?

 

Wechselte Paris nach belieben? Oder sind 450 nur ein Überbegriff für die Zeilenzahl 441 da sich ja sonst ein Zeilensprungverfahren schwer realisieren lässt. 

1.      Weshalb wurde in Frankreich nach Einführung des 819 Zeilen Systems nicht mit Bildwandlung 819/441 gearbeitet sondern mit einem aufwendigen 2. Kamerazug?

2.      Wieweit verbreitet waren Selbstbau Geräte bis Anfang der 1950er Jahre in Frankreich?

Umfangreiche Bauanleitungen für 441/819 Zeilen Geräte finden sich in Magazinen und Fachzeitschriften.

In Frankreich erschien das Fernsehen im Jahre 1931 mit den öffentlichen Demonstrationen der Gesellschaft der Zähler von Montrouge Gesellschaft, die die Demonstrationen von Baird erlebt hat.  Das Fernsehen wurde dank Minister Georges Mandel entwickelt, der die Forschungsarbeiten begünstigte, indem er einen Sender und Studios in den Räumen der höheren Telegraphieschule in Paris installieren ließ.  Öffentliche Emissionsdemonstrationen fanden dann auf 400 Metern Wellenlänge mehrer Mal pro Woche während einer Stunde statt ungefähr.  Aber man muß 1935 abwarten, damit alles sich beschleunigt.  Dieses Jahr wird dort im Dienst einen Sender von 180 Linien gebraucht, der die Verbreitung neuer öffentlicher Emissionen erlaubt, die in öffentlichen Orten der Hauptstadt eingegangen sind.  Im Mai 1936 wird die französische Fernsehgesellschaft gegründet.  Von 1937 an läßt das Ministerium für das Konservatorium Künste und Berufe eröffnen eine téléphonovisionskanzel "", um insbesondere über kompetente Techniker und zu verfügen, um nicht von den deutschen Technikern abzuhängen, die vollkommen die neuen Techniken des sonoren Kinos kontrollierten (sie im Jahre 1936 hatten die Übertragung der olympischen Spiele von Berlin während 16 Tagen in Hamburg, München, Leipzig und Nürnberg gewährleistet).  Im Jahre 1939 wurden seine Programme von 15 wöchentlichen Stunden über 455 Linien hervorgebracht, aber man zählte nur einige hundert Empfänger.  Aber mit dem Beginn des Krieges waren die Programme gezwungen, sich anzuhalten.

1.oktober 1944  French television transmissions re-commence from studios in the rue Cognacq-Jay, now under Allied control.

 

12/1949 LTF – 450 Zeilen Companie Francais de Television

 

•• die hochauflösenden Emissionen haben 819 Linien in der Handelsphase am 1. Oktober eingetreten.  Der Zeitplan sieht drei Emissionen pro Tag vor fünf Tage pro Woche, der den Emissionen an durchschnittlicher Definition entspricht, die unverändert bleiben.  Wir werden also in 819 Linien, Tele- Paris der Mittag, die für die Techniker (Visieren und Filmgeber) der Nachmittag bestimmte Emission haben, und der Abend von den Filmen, die für die Öffentlichkeit bestimmt sind.  Außerdem wird die im Fernsehen übertragene Zeitung (an denselben Stunden wie im Durchschnitt Definition) in 819 Linien übergehen

Mit 1. Oktober 1950 geht der Sender 819 in Paris in die Kommerzielle Phase

Der Zeitplan sieht drei Ausstrahlungen pro Tag an fünf Tagen pro Woche vor.

, die bei den Emissionen an durchschnittlicher Definition muss, die bleiben inchang€es. 

Eine Anpassung der Auflösung ist bei den Ausstrahlungen ist erforderlich.

Wir werden also in 819 Linien, Tele- Paris der Mittag, die für die Techniker (Visieren und Filmgeber) der Nachmittag bestimmte Emission haben, und der Abend Filme, die für die Öffentlichkeit bestimmt sind.  Außerdem wird die im Fernsehen übertragene Zeitung  in 819 Linien übergehen,

(Television No 7 Oktober 1950

1950 10. April:  der Fernsehsender von Lille ist provisorisch in Betrieb genommen

Oktober November:  Leistung auf 3 kW erhöht.

 

 

Die Einführung der als technisch fortschrittlich aber als wirtschaftlich nicht sinnvoll geltenden 819 Zeilen Norm in den Anfangsjahren dokumentiert dieser Beitrag: 

Fernsehen in Frankreich 

Juni 1951

 

Breitband- Rundstrahler für das 819 Zeilen-Bild auf der Eiffelturmspitze 

Unter den "Fernsehländern" ist Frankreich dadurch bemerkenswert, daß dort ein System mit besonders hoher Zerlegungsnorm erstmalig in der Praxis eingeführt wird. Für die österreichischen Fachleute, die im Vorjahr den Stand des Fernsehens in Holland und Deutschland studiert hatten, war es daher von besonderem Interesse, die Erfahrungen mit diesem hochzeiligen System kennen zu lernen. Hierzu bot eine Studienreise Gelegenheit, an der der Verfasser teilgenommen hat und bei der die Fernsehlaboratorien der führenden Firmen sowie der Sendebetrieb der Television Francaise besichtigt wurden. Anschließend hatte der Teilnehmer der Studienreise Gelegenheit, den Stand der Fernsehentwicklung in der Schweiz bei einem Besuch in Zürich kennen zu lernen, was für Österreich als unmittelbarer Nachbarstaat von besonderem Interesse ist. Hierüber wird im nächsten Heft in der Zeitschrift berichtet werden. 

Frankreich ist das einzige Land, das sich zur Einführung eines Fernsehsystems mit besonders hohem Auflösungsvermögen (819 Zeilen) entschlossen hat. England hat im Anschluss an seine Vorkriegsentwicklung an der seinerzeitigen Zerlegungsnorm mit 405 Zeilen festgehalten. In Frankreich stand vor und während des 

gegen in Anpassung an die Frequenz des technischen Wechselstroms in Europa die Zahl der übertragenen Halbbilder pro Sekunde 50 und die Mehrzahl der Staaten des europäischen Kontinents, die vor der Einführung des Fernsehrundfunks stehen, haben sich auf eine Zerlegungsnorm von 625 Zeilen bei 50 Halbbildern 

Aktuelle Reportage im Fernsehstudio Paris 

früheren Geräte für diese Zeilenzahl zu versorgen und mit dem neuen hochzeiligen System mit 819 Zeilen. Dieses System kommt bevorzugt zur Anwendung. Die Sendegesellschah wurde jedoch verpflichtet, parallel dazu das Programm bis zum Jahre 1958 auch nach dem 441zeiligen System zu senden.

Es ist bekannt, daß die lange umstrittene Frage der Zerlegungsnorm immer ein Kompromiss zwischen der Bildqualität und dem technischen Aufwand und damit den Kosten der Sende- und Empfangseinrichtungen sein muß. Ebenso bekannt ist es aber auch, daß eine hohe Zeilenzahl allein nicht der einzige Faktor für  eine gute Bildqualität darstellt. Schon vor mehr als einem Jahrzehnt wurden schon von verschiedenen Seiten Versuche mit besonders hochzeiligen Bil­dern gemacht, die in ihrer Qualität direkt projizierten Filmbildern nicht nachstehen. Dieselbe Erwägung war bei der Wahl der Zerlegungsnorm mit 819 Zeilen maßgebend. Diese Zeilenzahl ist nach den Untersuchungen der französischen Fernsehtechniker notwendig, um dieselbe Bildgüte wie bei einem 16-mm-Film zu erhalten.

Krieges ebenfalls ein System geringerer Zeilenzahl in Verwendung, das ebenso wie das deutsche Vorkriegssystem mit 441 Zeilen arbeitet. Das amerikanische System verwendet bekanntlich 525 Zei­len mit 60 Halbbildern pro Sekunde, entsprechend der Netzfrequenz in Amerika von 60 Perioden. Bei allen europäischen Systemen beträgt da- 

pro Sekunde geeinigt, die ungefähr dieselbe Bandbreite für den Bildkanal benötigt, wie das amerikanische System mit 525 Zeilen und 60 Halbbildern. Frankreich nimmt hier, wie schon gesagt, eine Sonderstellung ein und sendet gleichzeitig mit zwei Zerlegungsnormen, dem früheren 441­Zeilen-System, um die Besitzer der 

Dass dieses Ziel erreicht wurde, haben die Vorführungen in Paris bewiesen. Bei der hohen Zerlegungsnorm ist der Bildraster so fein, daß er bei einem Schirmbild normaler Größe (zirka 25 cm Bildbreite) auch dann unsichtbar bleibt, wenn man ganz nahe an das Bild herangeht. Um so mehr gilt dies für den normalen Betrachtungsabstand, der zum überblicken des ganzen Bildes eingehalten werden muß. 

Antennen der Pariser Fernsehsender am Eiffelturm

 

Für die Abtastung von Filmen hat sich das "flying-spot"- Verfahren durch­gesetzt. Bei diesem System wird bekanntlich auf dem Schirm einer Kathodenstrahlröhre ein Bildraster mit großer Lichtstärke gezeichnet und dieses durch eine Optik auf dem Film abgebildet. Dahinter befindet sich die Photozelle, gewöhnlich mit einem multiplier, die das Bildsignal liefert. Eine solche Abtasteinrichtung mit zwei Projektoren für kontinuierlichen Betrieb wurde von der Firma La Radio-Industrie vorgeführt. Dieses Unternehmen ist führend in der französischen Fernsehtechnik und der Vorkämpfer des hochzeiligen Systems. Die Qualität der gezeigten Bilder war ausgezeichnet, auch die technischen Schwierigkeiten, die durch die Nachleuchtdauer des rasch be­wegten Kathodenstrahls entstehen, wurden durch eine Kompensation über­wunden. Daß auch in Frankreich auf dem Gebiet des Farbfernsehens gearbeitet wird, zeigt eine Vorführung bei derselben Firma. Verwendet wurde 

 

 

das Verfahren mit rotierender Dreifarbenblende. Die Farbentreue war besser als bei einem durchschnittlichen Farbfilm. Die Übertragung wurde gleichzeitig durch einen Schwarz­Weiß-Empfänger aufgenommen und zeigte, daß eine Farbsendung nach diesem System von normalen Empfängern in Schwarz-Weiß in guter Qualität empfangen werden kann.

Bei den Empfangsröhren französischer Erzeugung bevorzugt man Röhren mit einem Schirmdurchmesser von 25 und von 36 cm. Auch die für die Fernsehkamera benötigten Ikonoskopröhren werden schon seit Jahren in Frankreich hergestellt. Der Preis einer solchen Röhre beträgt bei einer garantierten Lebensdauer von 250 Stunden 1,200.000 FFr., während die Empfangs röhren 18.000 bzw. 25.000 FFr. kosten. 

 

 

Ein Besuch beim Fernsehsender Paris der "Radiodiffusion Francaise bot schließlich Gelegenheit, den praktischen Sendebetrieb und die damit verbundenen technischen, künstlerischen und wirtschaftlichen Fragen kennen zu lernen. Wie schon erwähnt, werden alle Sendungen mit 441 und 819 Zeilen gegeben und jede Szene daher von zwei Gruppen von Kameras aufgenommen. Derzeit arbeiten die Sender regelmäßig mittags und abends, am Mittwoch, Samstag und Sonntag dreimal täglich. Die Mittagssendungen enthalten stets aktuelle Reportagen.

Die Programmkosten 

Der Jahresaufwand 1950 betrug bei 1200 Sendestunden rund 350,000.000 FFr. und wird 1951 auf 400,000.000 FFr.

Regieraum der Television Francaise mit Kontrollempfänger für 441 und 819 Zeilen

 

Auch die Fernsehvorführungen von Filmen im Kurzschluß als auch von Normalen Sendungen vom Eifelturm in den Laboratorien von Ducretet­Thomson zeigten denselben hohen Entwicklungsstand. Die dort entwickelte Sendeeinrichtung ist sowohl zum Anschluß von Kameras mit elektronischem Sucher eingerichtet, als auch mit Bildabtastern nach dem flying-spot-Verfahren und mit einem Monoskop zur Wiedergabe eines stehenden Prüfbildes ausgestattet. 

 

 

geschätzt. Das bedeutet, daß eine Sendestunde auf 400.000 Hr. kommt, das sind rund 30.000 S. Im Vergleich mit den Vereinigten Staaten (10.000 bis 15.000 $) und England (2000 bis 3000 f) erscheint dieser Betrag nicht hoch. Das Verhältnis der Kosten für den technischen Betrieb und das Programm beträgt etwa 25:15. 

Die meisten Kosten verursacht die Wochenschau (aktuelle Sendung), die allein 4,500.000 Hr. verschlingt. Wir zitieren hier noch die bemerkenswerte Mitteilung des Generaldirektors der Tele­vision Francais, Mr. Amaud, daß Frankreich das erste Land ist, das mit der Filmindustrie ein übereinkommen getroffen hat.  

 

E.G.  Radiotechnik 6/1951

Fernsehen in Frankreich 2

Fernsehen in Frankreich 3

Interessant, dass der Parallelsendebetrieb von 441 und 819 Zeilen tatsächlich auch mit 2 Kamerazügen/Filmabtastern etc. gefahren wurde und keine Normwandlung stattgefunden hat.  Mit ein Grund warum man wohl froh war, dass der Sender 2 Jahre früher als geplant 1956 durch einen Brand geschlossen werden musste.

Frage: Wie viele Geräte nach der 441 Zeilen Norm gab es zwischen 1949 und 1956 im Einsatz?

Für 1949 - 1951 ist die Antwort gemäß nachstehender Übersicht gegeben:  (nur 10.000 Fernsehteilnehmer im Großraum Paris und Lille)

(FT Mai 10/1951)

„Paris: Der französische Informationsminister Albert Gazier zerstreute kürzlich vor dem französischen  Parlament alle Gerüchte, die von der Aufgabe der 819 Zeilen Norm wissen wollten. Frankreich werde daran festhalten daneben aber, wie vorgesehen Sonderprogramme für die Besitzer von Geräten für 441 Zeilen bis zum Jahre 1958 bringen. Minister Gazier, der im Rahmen der Budgetdebatte sprach, bezifferte die Zahl der angemeldeten Fernsehteilnehmer in Parts und Lille mit 10 000 (Zahl der Rundfunkteilnehmer: 6,5 Millionen). Für das Jahr 1951 stehen der Radiodiffusion Francaise 8,52 Milliarden Francs (etwa 95 Mill. DM) zur Verfügung; davon muß u.a. der Fernsehdienst unterhalten werden. Man erwägt daher ernsthaft die Einführung von Werbesendungen im Fernsehen weil keine Aussicht besteht, die hohen Programmkosten in absehbarer Zeit Zelt durch Hörer- bzw. Zuschauergebühren einzunehmen.“

 

 

Das 819 Zeilen Kanalraster ( CCIR Standard E von 1949 – 1980)

 

Französische 819 Zeilen Kanäle

 

 

(CCIR E Standard 1949-1980)

 

 

 

 

Kanal

Bildträger (MHz)

Tonträger (MHz)

F2

52.40

41.25

F4

65.55

54.40

F5

164.00

175.15

F6

173.40

162.25

F7

177.15

188.30

F8

186.55

175.40

F8A (*)

185.25

174.10

F9

190.30

201.45

F10

199.70

188.55

F11

203.45

214.60

F12

212.85

201.70

 

 

 

 

(*) Dieser Kanal wurde nur in Frankreich in Paris und Lille eingesetzt

 

 

Kanal 1 & 3 konnten aufgrund der Bild ZF von 28,05 MHz sowie der Ton ZF von 39,20 MHz nicht normiert werden.

 

  Chronologie - Zeitschiene zum französischen Fernsehen
   
   
Juli 1938 Regierungsdekret definiert für drei Jahre (also bis Juli 1941) die Norm auf 455 Zeilen
1938 In vier großen Kinotheatern sind die Empfangsfeierlichkeiten des englischen Königspaares über Fernsehgroßbildprojektionen zu bewundern [15] 
7. Mai 1943 Beginn des (deutschen Besatzungs-) Fernsehsenders Paris 
16. August 1944  Ende des (Besatzungs-) Fernsehsenders Paris 
20.11.1948

François Mitterand erlässt die 819 Zeilen Norm sowie die gesicherte Weiterführung des 455 Zeilen Senders bis Ende 1958 

14. Februar 1953 Richtfunk-Relais Verbindung PARIS – LILLE in Betrieb
9. Juli 1953

Inbetriebnahme des Konverters, der Empfängern des  441 Zeilen Dienstes erlaubt die Außenemissionen und Direktreportagen des 819 Zeilen Dienstes zu verfolgen.

~1954

F_Ducretet_Thomson_1954_RTF_StudioStrassbourg.jpg (34184 Byte)

Bild: Studio Strassbourg mit Thomson Ausrüstung (1954 Werbeblatt f. T. TV) 

 

Jänner - April 1956 Der 441 Zeilen Fernsehsender fällt einem Brand zum Opfer und wird nicht mehr neu aufgebaut.

Die Radiodiffusion et Television Francaise hat den 5.000 Besitzern der 441 Zeilen Geräte eine Vergütung von 220 DM zum Ankauf eines 819 Zeilen Fernsehempfängers angeboten [14].

Ende 1956 Mit Jahresende sind 13 Fernsehsender in Frankreich aktiv [13]
1957 Versuchsanlage für Gemeinschaftsempfang in Nanterre mit einem Zentralempfänger beim Portier. Anstelle von 83.000 ffrs sind so nur 49.000 ffrs für einen Fernsehempfänger zu bezahlen. [A-Der Radiopraktiker Nr. 50/S200 14. Dezember 1957]  

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Bild: Um 1955 ging es langsam mit der Verbreitung des Fernsehens am Beispiel des Antennenbaus voran

18.April 1964 2. Kanal nach der 625 Zeilen Norm abgewandelt zur CCIR Norm L startet
1968

Für SECAM stellte man in den 1960er Jahren Mittel und Kräfte ungeahnten Ausmaßes zur Verfügung:

Frankreich CFT Secam Werbung 1968

 

1981 Alle 3 Inlandsprogramme werden im UHF Bereich in 625 Zeilen ausgestrahlt. (Quelle FS 4/1983 Seite 55)
1983

Ein 4. TV Programm ausgeführt als Pay TV wird für Dezember 1983 geplant. (Quelle FS 3/1983 Seite 31)

Daher kam auch Frankreich als treibende Kraft der Einführung von Peri - Scart Anschlußbuchsen bei TV und Videogeräten in das Spiel. Denn nur dort konnte preiswert ein Canal+ Decoder ohne einen eigenen Empfangsteil besitzen zu müssen angeschlossen werden. (Quelle FS 18/1982 Seite 50) Auch verwendbar für den Anschluß eines Antiope Decoders für den franz. Videotext. (Peritelevision)

 

   

Quellen & Verweise:

1: Adventure in Vision: The First Twenty-five Years of Television. 1950 John Swift. 6: La Television Francaise 1950 11: Petra Truckendanner Der Fernsehsender Paris Deutsch-französisches Okkupationsfernsehen (1942 – 1944)

Vgl. Jean-François Domini: Pour nos étrennes 1945? La télévision. In: Radio 44 Jg. 1 (1944), H. 5, S. 3.

 
2: Fotodoku 27.4.1935 Rue de Grenelle PTT Philo Farnsworth (Archiv Scheida)  7: Fernsehen - Von der Vision zum Programm Heide Riedel 12: Buch „Walter Bruch – Eines Menschen Leben“ 2009  
3: „Die Antenne“ vom 3. März 1935

8: Petra Truckendanner Der Fernsehsender Paris Deutsch-französisches Okkupationsfernsehen (1942 – 1944) 

13: Magazin "Fernseh-Informationen" 6. Jahrgang 1. November Ausgabe Nr. 21/1955, S. 527  
4: L'Illustration September 1936 9: Petra Truckendanner Der Fernsehsender Paris Deutsch-französisches Okkupationsfernsehen (1942 – 1944)*

 Vgl. Memorandum Kurt Hinzmann über die Entstehung des Deutsch-Französischen Fernsehens 1941 - 1944 in Paris. In: Fernseh-Informationen Jg. 41 (1990), H. 21, S. 639

Gerhart Goebel: Das Fernsehen in Deutschland bis zum Jahre 1945. In: Archiv für das Post- und Fernmeldewesen Jg. 5 (1953), H. 5, S. 380.

14: Magazin "Fernseh-Informationen" 1. April Ausgabe Nr. 10/1956, S. 222  
5: La Radio Français“ 12/1948 Artikel „MODULATION POSITIV oder NEGATIV von Marc Chauvierre 10: Petra Truckendanner Der Fernsehsender Paris Deutsch-französisches Okkupationsfernsehen (1942 – 1944)

 

 Vgl. Befehl 2688/42 des OKW, 20.5.1942, abgedruckt in: Fernseh-Informationen Jg. 34 (1983), H. 13, S. 375f.

15: Radio Österreich Heft 33,  14. August 1954, S.40  

 

Kernartikel vom 13.4.2007  

©2005/06 - 2009 - W. Scheida gehörend zu www.scheida.at/scheida/televisionen.htm

Updated: 12.12.10