
Bild: Erhalten gebliebenes RÖKK-Radio ULTIMA 348GW als Vermächtnis von Julius Rökk in Form eines ca. 1947er Nachkriegsradioempfängers wie sein Unternehmen ihn einst gebaut hat.
Der Ausgang des Zweiten Weltkrieges hinterließ 1945 bekanntlich nebst all dem menschlichen Leid auch eine zerstörte Industrielandschaft, wovon in unserem Fall die einstig starke Österreichische Radioindustrie mit dem Standortschwerpunkt Wien ebenso schwer betroffen war.
Zerstörte Werke, unklare Besitzverhältnisse bzw.
Ansprüche und nebst dem allgemeinen Energiemangel auch ein Mangel an Bauteilen,
allen voran an den erforderlichen Röhren für deren Fertigung erneut wieder
relevante Energiemengen von nöten gewesen wären.

Werbeschaltung von Rökk-Radio für gewerbliche Radioumbauten dem Mangel geschuldet [Arbeiter Zeitung vom 14. Februar 1948].
Erst ab etwa Mitte 1948, also schon nach nur knapp drei Jahren konnte man das allerschlimmste so langsam überwinden und die Industrie begann sich wieder einschließlich dem schon immer herrschenden scharfen Wettbewerb mitsamt der zugehörigen Marktbereinigung sich wieder zu etablieren.
Und so fanden sich in diesen schweren Jahren "kleine und große Bastler" die sich für den Eigenbedarf als Notradio als Ersatz für durch Bombenschäden verlustig gegangenes Gerät aber auch als Tauschmittel gegen wichtige Lebensmittel und anderes einfache Radiogeräte selbst fertigten.
Als Kleinserienfertigung schlossen sich dieser Idee nachvollziehbarerweise auch Radiohändler und Werkstätten sowie Industriebetriebe aus anderen Branchen zumindest vorübergehend an.
Dieser Artikel soll den bisher weitgehends unbekannten Namensgeber der Rökk-Radios Wien VI. beleuchten.
Ein Kleinhersteller aus dem gewerblichen Umfeld mit direkt angeschlossenem Vertriebskanal sprich Radiogeschäft.
Bisher haben wir auszugsweise nachfolgende österreichische "Notradios", frühe Nachkriegsselbstbauradios sowie auch gewerblich-industrielle Kleinserien bereits betrachtet bzw. sind deren kenntlich geworden:
Diverse selbstbau Radios mit den SM Skalen
Selbstbau Radios mit RKF Stuzzi Baugruppen
Gewerblich: MS Rotpunkt Radio aus 1947
Gewerblich: Nowak Nowadyn 2 & Nowaphon-Mignon
RM.org listet seit längerem zwei unterschiedliche Modelltypen die sich in einer privaten Sammlung fanden und zwar äußerlich recht ähnlich scheinen, in den Schaltungsdetails dann wohl der Bauteilverfügbarkeit entsprechend ein wenig unterschiedlich konzipiert sind.
Es sind dies die Modelle:
RÖKK-Radio, ULTIMA 348GW (Röhrensatz mit der UCH21), aus Wien VI, Papagenogasse 1a, gar mit einem "Aga-Hazeltine" Lizenzaufkleber.
Die Adresse ist ein Gründerzeithaus mit Sutterainwerkstatträumen die einem auch heute (2026) dort noch eine Manufakturkleinserienfertigung in jenen Tagen vorstellen läßt. An Seriennummern ist u.a. "0838" bekannt, was man aber unbestätigt auch als 38. Gerät 1948 interpretieren könnte.
RÖKK Radio - Dkfm. Röck & Ing. Wolf, ULTIMA 348GW (Röhrensatz mit der UCH4), aus Wien VI, Getreidemarkt 1, ohne Lizenzaufkleber.
Das war der gleiche Häuserblock wie oben, jedoch "ums Eck" an der Hauptstraße prominent einsehbar.
Beides sind einfache Mittelwellensuperhetempfänger mit einer eher technisch anmutenden hammerschlaglackierten Blechfront in einer Sperrholzkassette. Zierlich wirkt lediglich die verbaute Rundskala.
Dem damaligen gemischten Wiener Stromnetz geschuldet sind sie als universelle Allstromtischgeräte konzipiert und der Typengebung der Zeit nach aus der Saison 1947/48 stammend was wir noch hinterfragen werden.
Marika Rökk ist die mir spontan eingefallene einst beliebte Schauspielerin mit dieser eher seltenen Namensgleichheit die ich richtigerweise aus der "Gegend Ungarn" stammend zugeordnet habe.
Geboren ist Julius Stephan Rökk am 2. November 1889 in Budapest, verstorben als Dipl. Kaufmann am 13. September 1949, zuletzt wohnhaft in der Kaunitzgasse 16, Wien VI.
Also ein "echter Österreicher" im Sinne der einstigen k&k Monarchie in die er hineingeboren wurde und deren Zerfall, die Zwischenkriegszeit, Kriegszeit wie auch noch die erste Nachkriegszeit er erlebt hat.
In der bei dieser Namensgebung und zeitlichen Zuordnung plausibel wenn auch in Ermangelung einer konkreten Geburtsdatumsnennung nicht vollständig gesichert, wird in schier endloser Namensauflistung unter "dass die kaiserliche belobende Anerkennung bekanntgegeben werde für vorzügliche und erfolgreiche Dienstleistung vor dem Feinde ... dem Julius Rökk als Leutnant der Reserve im 69. Infanterie Regiment" u.a. im [Pilsner Tagblatt vom 30. Juni 1916] erwähnt.
Zuvor gab es die Ernennungen "im Heere" zu Leutnant in der Reserve die Fähnriche (Kadetten) in der Reserve ebendieser u.a. angeführt im [Grazer Volksblatt vom 27. Mai 1915].
Ein Meister fällt nicht plötzlich vom Himmel, und so braucht es uns nicht zu Wundern, das Julius Stephan von Rökk sich schon in der Zwischenkriegszeit vielfach als Kaufmann wie auch als Konstrukteur zu radiotechnischen Themen geäußert hat wie uns nachstehende Auflistung belegt:
Eine kurze Erwähnung fand sich bereits in der Sekundärliteratur vor gut 35 Jahren zur Beschreibung der Firma "Reinklang, Inhaber Wiener Radiowerkstätte JANICH & KLUMPNER, Wien IV., Wiedener Gürtel 28, deren Chefkonstrukteur "unser" Julius Rökk zumindest um 1927, also als etwa 38 jähriger war [Museumsbote 1990, Heft 15].
Bild: Aus [Radiowelt Nr. 12, 1927] Werbeschaltung zu REINKLANG, deren Konstrukteur Rökk war.
Etwas wehmütig liest sich 1931, also in seinem etwa 42. Lebensjahr die Bekanntgabe, wonach Rökk nach langer Mitarbeit nun einen neuen Karriereschritt tätigt der nebst der deutschen auch die Beherrschung der ungarischen Sprache stark annehmen läßt [Radiowelt, Nr. 17, 1931].
Zudem seine Arbeit als Berater und Konstrukteur wohl vielen "Bastlern" jener Tage in die Hände gespielt hat.
| Julius Stephan Rökk, langjähriger Mitarbeiter der „Radiowelt“ und des „Funkmagazins“, dessen Baupläne von hunderten Amateuren benützt wurden und der den Erzeugern und‘ der Händlerschaft stets als nützlicher Berater zur Seite stand, verläßt als Cheftechniker das Vertriebsbureau der Firmen Siemens- Telefunken Wien, um in Budapest die Leitung der Radioabteilung derselben Firmen zu übernehmen. |
Also eine Stellung bei dieser aufsteigenden Weltfirma die Fachlich und von der Reputation her etwas besseres gewesen war und die von Deutschland aus nach Österreich zunehmend östliche Länder wie Ungarn und Rumänien bearbeitete. Ein breites Produktspektrum zu dem u.a. auch die Kinotechnik gehörte wie [Erinnerungen zum Rosenauer Kino, siehe Quellen] bestätigen.
Scheinbar nach einigen Jahren wieder zurückgekommen wird umgehend die Werbetrommel gerührt:
Gleich 250 Seiten füllt sein 1936 (er im ~47. Lebensjahr) erschienenes Buch "Ratgeber für Radiohörer" im Verlag Ferdinand Brück & Söhne, Wien für öS 2,90 Schilling wie im [Österreichischen Radioamateur, Jänner 1936]. Interessanterweise er hier mit dem in Österreich seit 1919 verbotenem Adelszusatz "von" Rökk angeführt wird.
Angekündigt, zudem mit einem Vorwort von Radiofachmann Generalmajor Anderle war es bereits im Oktober 1935 im [Radio-Amateur] (Was mögliche Seilschaften ehemaliger k&k Militärangehöriger andenken läßt.-
Siehe dazu auch
Kapitän Leist der RADIO AUSTRIA sowie
HENRY mit Kapitän Heinrich).
Bild: Werbeschaltung erschienen bereits 1935 in der [Radiowelt Nr. 41, 1935]
| Ratgeber für Radiohörer von Julius
Stephan von Rökk 250 Seiten. Verlag Ferdinand Brück& Söhne, Wien. Preis S 2,90. Das Werk wendet sich hauptsächlich an Laien und Apparatbesitzer und gibt auf alle erdenklichen Fragen allgemein verständliche Auskunft. Der Inhalt ist durch klare und präzise Ausdrucksweise ausgezeichnet und lexikonartig alphabetisch geordnet. Das Buch enthält Ratschläge zur Verbesserung des Empfanges, ebenso für den Einkauf, über Störhilfe, über den richtig funktionierenden Empfänger und über den defekten Empfänger, über Antennenanlagen, kurz alles, was irgendwie für den Radiobesitzer in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht von Interesse sein kann. Der Text ist außerdem durch zahlreiche Abbildungen und Tabellen ergänzt; erwähnt sei nur eine neuartige, umfangreiche Wellentabelle, eine Tabelle für Weltzeitumrechnung, das Zeitzeichen von Nauen und eine Karte mit den Entfernungen und Richtungsangaben der Sendestationen von Wien aus gerechnet. Der Verfasser, der über zehn Jahre technisch und kommerziell auf dem Radiogebiet tätig ist, hat es verstanden, seine Erfahrungen in leicht faßlicher und übersichtlicher Weise in dem Buch zusammenzustellen und sie der Allgemeinheit dienstbar zu machen. |

In diesem Buch wird er gebündelt sein Fachwissen publiziert haben, so wie es als "kleiner Happen" bereits zuvor in über 100 Announcen im Boulevardblatt [Die Stunde], [Der Tag] sowie dem [Wienerwald-Bote vom 9. Februar 1935] publiziert wurde unter dem Titel "Was der Radiohörer über seinen Empfänger Wissen soll" und in der [Radiowelt Nr. 2/1935] dann auch erschien.
Ein sehr umfangreicher Artikel der tatsächlich leicht und flüssig primär dem BETREIBER eines Radios wertvolle Kniffe auf den Weg gab und schon Ausblicke über den noch umfangreichenern Stoff in seinem Buch gab.
Interessanterweise der Artikel ohne einer Autorennennung erscheint, dafür jedoch mit für uns humorvollen Karrikaturen in deren Beschreibung man sich auch heute bisweilen wieder finden kann:

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St. J. von Rökk: „Ratgeber für den Radiohörer.“ Verlag Ferdinand Brück u. Söhne, Wien. Preis S 2,90. Dieser „Ratgeber für den Radiohörer“ ist eigentlich ein kleines Radiolexikon, das in alphabetischer Anordnung alles enthält, was den Rundfunkhörer und den Radiobastler interessieren kann. Ob es sich um juristische Fragen, um Störschutz oder technische Fragen aller Art handelt; über alle Gebiete finden sich kurze, aber hinreichende Erklärungen, die durch zahlreiche Bilder und Zeichnungen ergänzt werden. So füllt dieses neuartige Nachschlagewerk eine Lücke auf dem Gebiete der Radioliteratur aus, um so mehr, als der Inhalt auch die letzten Forschungen und modernsten technischen Fortschritte be rücksichtigt, |
Was ist derzeit bekannt?
Die Jahre nach 1936. also dem Erscheinungsdatum des Buches, finden sich herkömmliche Inserate oder auch Werbebeilagen zu Rökk-Radio in [Mitteilungen des Union-Yacht-Clubs, Nr. 3-4, 1937], das einerseits das doch zwar sportliche aber auch wirtschaftlich entsprechend zu untermauernde Hobby des Rökk-Radio Mitchefs wie er genannt wurde und "Klubkamerad, Ing. Wilhelm Wolf bekräftigte.
Eine damals wie auch später durchaus übliche Verfahrensweise um Sport- und Hobbykollegen mit mehr oder weniger guten Sonderkonditionen als Kunden zu gewinnen.
1938: "Schwach anfangen und dann stark nachlassen"?
So ließt sich die reißerische Werbung mit 40% (!) Nachlass auf Hornyphon Super Olympic 1937er Universal Modelle die noch als Restbestände offeriert wurden [Neues Wiener Tagblatt vom 3. Juli 1938].
Nach dem Kriegsbeginn 1939:
Die ersten Kriegsweihnachten 1939 gab es noch Sammelwerbungen vieler Fachgeschäfte, so auch mit Rökk-Radio im [Neues Wiener Tagblatt vom 19. Oktober 1939 oder auch 14. Dez. 1939] oder auch [Wiener Stadt- und Vorstadt-Zeitung vom 10. Dezember 1939].
1940:
Im [Neues Wiener Tagblatt, vom 17. März & 21. April 1940] bewarb man nur mehr die Radio-Reparaturen in Verbindung mit einem Abholdienst und Kostenvoranschlag.
Im Juli 1940 offerierte man bezugsscheinfreie Anodenbatterien zu 90, 120 & 130 Volt lt. [Neues Wiener Tagblatt, 14. Juli 1940].
1941:
In der Kriegszeit scheint man als "Wehrwirtschaftlichen Spezialbetrieb" kriegswichtige also offizell zugelassene Fertigungen, ob freiwillig gesucht oder dazu verpflichtet, erhalten zu haben für die man Rundfunktechniker suchte gemäß [Neues Wiener Tagblatt, 25. April 1941].
Eine Position die mitunter einen wertvollen UA Schein, für "unabkömmlich" für die Frontdienst bedeuten konnte.
Inserate für Plattenspielschränke finden sich im [Neues Wiener Tagblatt, vom 27. Juli 1941]
1944:
Spartanischer in Sachen Rundfunkgeräte die zudem nur mit Bezugsschein an Berechtigte wie z.B. Bombengeschädigte verkauft werden durften, kündet ein Inserat in der [Kleine Volks-Zeitung vom 16. August 1944], wo es nur mehr um einen Tausch eines Hornyphon Gleichstrom in idealerweise einen Horny Wechselstrom ging.
Es dient uns zudem als Anschauung für den teils aufwendigen Umgang mit den innerhalb Wiens mehrfach geteilten Gleich- und Wechselstromnetz das es in Restausläufen noch bis in die 1960er Jahre gab.
Nach 1945 schlug man sich mit Modernisierungen der Massenhaft vorhandenen Volksempfänger nebst üblicher Reparaturen "sämtlicher Apparattypen" durch. [Öst. Radioamateur, Heft 4-5/1946] aber auch [Radio-Wien 4. Mai, 28. September 1946 und weitere bis in den Februar 1948]

Im Mai 1948 lag der Schwerpunkt noch bei Reparaturen wenngleich "zaghaft" erstmals auch "Neue Apparate" allgemein angeführt angeboten werden lt. [AZ 23. Mai 1948].
In [AZ v. 28. August 1948] suchte man "Zwei ältere, geübte Löt,- und Schalterinnen..." was uns auf die Fährte der Eigenproduktionen bringt.
Auch noch, bzw. wieder mit ende 1948 dürfte man lt. [Arbeiter Zeitung, vom 1. Dezember 1948], also für das Weihnachtsgeschäft schon etwas spät, "Radioapparatelöterinnen und Schalterinnen für sofort" gesucht haben.
Beachte die weibliche Form. Männer bzw. deren Gehaltsniveau wollte man für diese Art Tätigkeit wohl nicht. Zudem, wie es damals hieß die flinken Hände der Frauen sich hierfür besser eignen würden.
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Bild: Konkrete Werbung für deren Eigenprodukte, den RÖKK ULTIMA Radios, wohl gefertigt von obigen Löterinnen, finden wir erstmals in der Fachzeitschrift [Radiotechnik, 9/1949] in der zudem auf Inhabung der Hazeltine Lizenz verwiesen wird.
Ein Einfachsuper wie auch Geradeausempfänger standen im Angebot.

Bild: An eine breitere Kundenschicht wandte man sich in der [Arbeiterzeitung, vom 9. März 1949], einer Zeit als für ein Nicht-Markengerät wohl der günstige Kaufpreis den Ausschlag geben sollte.
Einer der Gründe, warum Rökk anders als spätere Vertreter der Wiener Radioszene wie etwa Josip Sliskovic uns nicht mehr untergekommen sind und es auch keine bisher publizierte Erinnerung gibt, ist sein baldiges Ableben nach diesen letzten Radiogeschäften.
Die [Wiener Zeitung; mehrfach in 1950] verlautbart unter >Aufgebote< das Ableben von Dipl. Kaufmann Julius Rökk mit 13. September 1949, bisher wohnhaft in der Kaunitzgasse 16, Wien VI was uns glücklicherweise auch sein Geburtsdatum mit 2. November 1889 in Budapest kenntlich bringt.
Ebenso erwähnt wird eine unbekannten Aufenthalts existierende erblasserische Tochter, namens Edith Moinar. Zumindest Namensgleich findet sich ein theoretisch passender Wiener Grabeintrag für 1982.
Beigesetzt ist Julius Rökk am Wiener Zentralfriedhof, dem Urnenhain 1. Abteilung, 3. Ring.
Er war Geschäftspartner in dem "Dkfm. Rökk & Ing. Wolf " Wien VI, Getreidemarkt 1 Radiogeschäft.
Lt. Handelsgericht Wien vom 1. April 1949 trat Rökk als Gesellschafter aus und Ing. Wilhelm Wolf verblieb als Alleineigentümer was mit der Firmenwortlautänderng in "Radio Sezession Rundfunkfachgeschäft und Reparaturwerkstätte Ing. Wilhelm Wolf" einher ging. [Wiener Zeitung vom 12. April 1949].
Als vorerst letzten Eintrag finden wir eine Spende in Höhe von öS 50,-, die Diplomkaufmann Julius Rökk, lt. [Arbeiter Zeitung, 6. März 1949] unter dem Titel "Wahlfonds 1949, 3. Ausweis" wohl dem sozialistischen Lager nahe stehend geleistet hat.
"Geschäftsleute" man aber traditionellerweise eher der ÖVP (Öst. Volkspartei) zugehörig denken würde.
Was uns weiters fehlt sind die Nachweise und Art seiner Ausbildung im Detail die er teilweise vor wie auch nach dme 1. Weltkrieg absolviert haben müsste.
Somit bleibt bei allen bisherigem Erkenntnissen noch vieles im Unklaren darüber was er noch so alles gemacht haben könnte und warum sein Leben bereits mit knapp 60 Jahren sein Ende fand.

Bild: In der Werbung bereits als Dipl. Ing. angeführt [Radio Wien vom 19. Februar 1949]
Ein Unternehmen das uns sehr viele Jahre noch danach als Radio Sezession präsent blieb und auch Herr Ing. Wolf medial sich am Markt darzustellen wusste, was etwa auch seinen Einsatz um die ersten Fernsehgeräteverkäufe in Wien um 1955 wie auch den attraktiven Ersteinbau und Reparaturen für Autoradios betraf.
Für
die Nicht-Wiener Leser:
"Radio Sezession" war keine zufällig gewählte Bezeichung, sondern nimmt Bezug auf das an der anderen Straßenseite gelegene markante Bauwerk des 1898 entstandenen "Ausstellungshauses der Wiener Künstlervereinigung", der "Secession" (mit C geschrieben) mit deren Credo im Portal "Der Zeit ihre Kunst. / Der Kunst ihre Zeit".
Bild: Aus [Radio Wien 1955] der gefragte Sports- und Geschäftsmann Dipl. Ing. Wilhelm Wolf im Interview zur Marktlage des kommenden Fernsehens schon nur wenige Jahre nach den Zeiten der Not.
Nicht ganz nachvollziehbar sind sechs bekannte Inserate für "Radioapparate zum alten Preis" einer Firma "Radio Rökk", jedoch geografisch außerhalb des Radioviertels gelegen in Wien 20,Vorgartenstraße 69 aus [u.a. Arbeiter Zeitung, Oktober und November 1950].
Später keine gleichlautende Unternehmung mehr aufscheint.
Zusammenhänge sind noch zu prüfen.
Wie vieles, ist auch die "Radio Sezession" Autoradio- und Fernsehservice Gesellschaft m.b.H. & Co. KG. mittlerweile Geschichte, bis etwa in den 2000er Jahren mit der Löschung um 2006 auch dieses Kapitel ein Ende fand.
Wie immer erfolgen alle Marken- und Modellnennungen nur in beschreibender Weise und wird auf die jeweils aktuellen Marken- und Rechteinhaber und deren Ansprüche verwiesen.
Ebenso folgt die Nennung politischer Orientierungen nur dem Verständnis des geschichtlichen Kontextes.
Nennung in Museumsbote 1990, Heft 15, Abgerufen in 5-2026
Zeitschriften Radiowelt, Die Stunde, Der Tag u.v.m. alle auf Anno dem Portal der Öst. Nationalbibliothek; abgerufen in 5-2026
Siebenbuerger.de, "Das Rosenauer Kino", Artikel aus 12. Sept. 1924; Abgerufen am 10.5.2026
Suchbegriffe:
Julius Rökk, Rökk Radio, Radiowelt, Radio Sezession, Dipl. Ing. Wolf,
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Textzusammenstellung 5/2026; W. Scheida/Wien Medienhistoriker, zu www.scheida.at gehörendLetzte Überarbeitung: 11.05.26