Erinnerungen an unsere Familienschätze von Gebrauchsgeräten der Unterhaltungselektronik von 1950 bis 2015

Unsere elektronische Ahnenreihe - Der Stammbaum

Nostalgiegeräte Ahnenreihe

Gewidmet dem noch unbekannten Gerät 

Einleitung: Wenn die Geräte von sich erzählen könnten

Bei Auto Oldtimersammlern sind es oft die ersten Erinnerungen an den sprichwörtlichen VW Käfer des Vaters der dann den Auftakt einer mehr oder weniger großen Sammlung, zumindest aber der Erinnerung an das damit gemeinsam erlebte auslöst. So die vielen Schilderungen die es häufig auch in Fachzeitschriften und Webforen schaffen über bestimmte Urlaubsfahrten oder erste romantische Begegnungen in Verbindung damit.

Radio und Fernsehgeräte sowie daran in Verbindung stehende Geräte wie Kassettenrecorder, Tonbandgeräte und vieles mehr blieben bei vielen aber oft nur in stets vager Erinnerung.

Wenn überhaupt kann bestenfalls noch eine Marke genannt werden. Oder das der Fernseher zur Fußball WM 1978 gekauft wurde. Type und sonstige Details verkamen im Gedankennirvana.

Nicht so bei mir, der zumindest als virtueller Sammler sei es aus Fotos aber zumeist aus der Erinnerung eine Vielzahl der unser Familienleben begleitenden Geräte samt deren Umfeld hier vorstellen möchte:

In jedem Fall war, von Ausnahmen abgesehen, bis in die 2000er Jahre eine Anschaffung solcherart Geräte keine nebenbei Angelegenheit sondern zumeist als eine Investition für viele Jahre gedacht. Heute würde man diese Handlung als Nachhaltigkeitsdenkend und Umweltresourcenschonend betiteln.

Entsprechend schonend und pfleglich wurden die Geräte zumeist, auch von uns Kindern behandelt. In der Retrospektive womöglich zu schonend im Sinne einer intensiveren Nutzung auch nur zur Freude und zum Spaß anstelle des blosen Langzeiterhalts.

Ich möchte hier soweit die Erinnerung es zuläßt chronologisch vorgehen.

Geräte die sich als reine Sammlergeräte in dieser Zeit eingeschlichen haben lasse ich außen vor.

Mir bedeutende Geräte der engeren Verwandschaft oder Bekannter nehme ich ebenso mit auf wenn ich persönlich damit etwas assozieren kann:

Übersicht:

Urgroßeltern mütterlicherseits:

  1. 1953 Siemens WSW Grazietta Batterieröhrenradio

  2. 1955 Philips Präludio BA643A/3D Röhrenradio

  3. 1964 Philips Marathon 23TA392A s/w Fernseher

  4. 1967 Ingelen TR-900 Automatic Transistorradio

  5. 1972 Sony Kassettenrecorder TC-95

  6. 1977 ITT Ingelen Ideal Color Farbfernseher

 

Großeltern Vater:

  1. 1954 Minerva Minion Radio-Phonoschrank

  2. Philips 17TA182U1958 Philips Fernseher

  3. 1961 Minerva Mirella Transistorradio

  4. 1961 Philips Maestro 104 Tonbandgerät

 

Großeltern mütterlicherseits:

  1. Minerva 570 Volltransistorradio

  2. Philips Röhrenradio

  3. Philips AG2256/00 Schallplattenspieler

  4. HEA Zusatzlautsprecherbox

  5. Kapsch KR 460 Radiokassettentransistorgerät mit LCD Uhr

  6. Weltfunk 2000 s/w Röhrenfernseher

Die Tante(n):

 

  1. 1952 Hornyphon Prinz 52 W551A Röhrenradio

  2. 1976 Philips Taifun 90RL650 Transistorradio

  3. 1983 Philips Farbfernseher Leonardo Color 8232

  4. 1983 SABA VHS Videoaufnahmerecorder-Kamera Kombination

 

Die eigene Familie

  1. Um 1970 Tragbarer Radiokassettenrekorder

  2. Telefunken Concertino HiFi 301 Steuergerät

  3. Philips Automatic GA247 Schallplattenspieler

  4. 1978 ITT Schaub-Lorenz RC630 Radiorecorder

  5.   Sovrin Taschenrechner

  6. 1979 Quelle Universum TV-Spiel 99 s/w Fernseher

  7. 1984 Toshiba RT-SF5 Mini Ghettoblaster

  8. 1986 Grundig P50-242a CTI 50 cm Farbfernseher

  9. 1987 Grundig VS-410 VPS Videorecorder

  10. 1990 Grundig HiFi Anlage 5200er Serie

  11. 1992 Grundig STR-12 SAT Receiver

  12. 1987 ITT Ideal Color 3106 Farbfernseher

  13. 199x Grundig GV9400 HiFi VHS Recorder

  14. 2000 Alba Stereo Cassette Player CP-90 

 

Familie - Autoradios:

  1. 1987 Panasonic CQ-442 Autoradiokassette

  2. 1998 Grundig EC4000 RDS

 

Unser Telefonieren 1960-2000

  1.   Viertel-, Halbes oder Ganzes Telefon. Das war hier die Frage

 

Wir beginnen mit dem Haushalt der Urgroßeltern mütterlicherseits:

Philips Präludio BA643A/3 mit 3D Klang

Nachgewiesen als eines der wenigen Geräte mit einem Foto im praktischen Betrieb. Das noch nicht genug, bekam ich das Gerät in den frühen 1980er Jahren von den Großeltern samt originaler Bedienungsanleitung, zudem noch spielbereit geschenkt:

 
 Philips Präludio BA643A/3 mit 3D Ton    Philips Präludio BA643A/3 um 1955
 Bild: Der Philips Präludio BA643A/3 mit 3D Ton und von der Front bedienbaren Ferrocopter Antenne aus der Saison 1954/55. Bild: Der als Luxus vorne einstellbare Ferritantenne für optimalen Mittelwellenempfang  Bild: Die Oma in einer damals gestellten Fotoszene vor dem Radio 

 

Wie viele Philips Geräte sowie deren Hornyphon Parallelmodelle war auch dies ein häufig anzutreffendes Gerätemodell wie die Verkaufsportale auch heute 2022 noch belegen.

Neben dem guten UKW Klang mit dem "Dreidimmensionalen Raumton", erzeugt über Zusatzhochtonlautsprecher mit Phasenschieberkondensatoren weist das Gerät auch einen damals noch im Alltag benötigten Mittelwellenempfänger aus dessen damals moerne Ferritantenne gar von vorne drehbar auf maximalen Empfang bzw. minimale Störgeräusche eingestellt werden kann.

Modelle des Wettbewerbs wie etwa den Minerva Minola konnte man nur eingeschränkt und zudem nur direkt von hinten diesbezüglich einstellen.

Anschlüsse für externe Antennen, Lautsprecher sowie Plattenspieler oder Tonbandgerät, wenn auch hier nicht benutzt waren ebenso vorhanden.

In der haptik der Bedienung passt hier bichstäblich der Begriff "Klaviertasten" da diese, anders als Geräte zuvor und dannach die Bandwahltasten mit nach hinten zu drückenden Tasten ausgeführt haben was dem Gerät einmal mehr eine individuelle Note gibt.

Ich selbst hatte im praktischen Betrieb leider drei Erfahrungen gemacht:

Einmal war und ist das Lautstärkepotentiometer nachhaltig mit sehr starken kratz -und Schleifgeräuschen versehen die die Freude in der Verwendung entgegenstanden.

Wenn auch nur kurzfristig dadurch ausgefallen, in kindlichem Übermut zog ich die EL84 Endstufenröhre die mir dann aus der Hand glitt, dabei Luft zog und damit unbrauchbar wurde. Ersatz fand sich in meinem Fundus. Ich ärgerte mich dennoch über das vermeidbare Mißgeschick.

Und dann war der Putzfimmel der Urgroßmutter an der Stofffront abzulesen der das Gerät damit etwas unschön werden hat lassen: Sie dürfte mit dem nassen Reinigungstuch immer an der Messingzierleiste entlang gefahren sein was den Stoff darüber etwas unansehlich ausfransen ließ.

Dies alles in Summe führte dazu, dass es bei aller Vollständigkeit, Funktion und Familienhistorie bis heute eher ein Schattendasein in meinem praktischen Betrieb aber auch der Sammlung führte. Aber noch ist nicht aller Tage abend.

 

Siemens WSW Grazietta

Dann gab es bei den Urgroßeltern im Schlafzimmer ein in all den Jahren meiner Gegenwart nie in Betrieb genommenes Radiogerät: Anfangs erkannte ich in dem globig aussehenden Kasten bei allem Technikinteresse nicht einmal gleich das es ein ernsthaftes Radio war.

Die Rede ist vom Siemens WSW - Wiener Schwachstrom Werke Grazietta Radio, Es wurde ab der Wiener Frühjahrsmesse 1953 als tragbares Radio mit Batterieröhren vorgestellt, das für den Hausgebrauch in einem Netzteil steckte.

Bild: Siemens WSW Grazietta ab der Saison 1953 am Markt um öS 765,- Schilling zuzüglich dem Netzteil. Die genaue Type ob 541B oder 543B bleibt unklar. 

Das Gerät konnte nur Mittelwelle empfangen was "zu meiner Zeit" dann schon nur mehr Österreich 1 vom Sender Bisamberg gewesen wäre, von ausländischen Stationen abgesehen.

Einmal wagte ich es heimlich als die Urgroßeltern außer Haus waren am Gerät herumzuspielen, barchte aber keinen Empfang zustande. Ob es Fehlbedienung oder ein dann schon länger vorhandener defekt war blieb mir verborgen. Irgendwann glaube ich verschwand das Gerät bzw. wurde durch einen billigen digitalen LED Uhrenradio ersetzt.

Im Alltag der Urgroßeltern war es wohl auch nicht nötig. Im Schlafzimmer hörten sie eher kein Radio.

Der Ingelen TR 900 Automatic Transistorradio

Auch so gab es Radio eigentlich für den querschnittsgelämten in die Familie eingeheirateten Urgroßvater nur um zur Mittagszeit "die Nachrichten" wie er sagte zu hören. Ob es das ganze Mittagsjournal war oder nur eine 5 Minutensendung ist mir entfallen.

Gehört hat er dies mit dem mir nach seinem Ableben vererbten Ingelen TR 900 Transistorradio mit UKW, Mittelwellen und Langwellenempfang aus der Saison 1965/66 zum damaligen Listenpreis von öS 1.545 Schilling. Das Ganze in einer mit grünem Lederimmitat alias Sky Material überzogenen Pressholzkassette.

Kofferradio passt da vom Begriff bestens. Angeschlossen war er immer an ein externes originales 9 V Netzgerät. Alternativ hätten zwei 4,5 V Taschenlampenflachbatterien das mit 9 Germanium Transistoren bestückte Gerät speisen können. "Automatic", wie so oft bezieht sich hier auf die automatische UKW Scharfabstimmung.

Ingelen TR900

Bild: Ein damals noch echter Ingelen TR 900 Automatic Kofferradio mit grünem Lederimitat Überzug; Aus Ingelen Service Anleitung

Meine Freude darüber war verhalten: Da er immer nur die gleiche Station hörte betätigte er, was ihm zudem aufgrund der Lähnung sicher schwer gefallen wäre nie den Senderabstimmknopf. So verharzte wie bei dieser Geräteserie von unzähligen Sammlern leidend in Erfahrung gebracht, das Achslager des Drehkondensators. Als absoluter Anfänger in dieser Sache brachte ich auch eine Lösung damals nicht zuwege und ein befreundeter Hobbytechniker nahm sich der Sache an. Er brachte das Gerät auch wieder zum Spielen jedoch keinerlei Gleichlauf und Frequenzabstimmung gemäß der Skala was einem angenehmen praktischen Betrieb entgegenstand. Folglich veräußerte ich später in den 1990er Jahren das Gerät.

Sony TC-95 Kassettenrecorder

"Modern" ging es beim Urgroßvater bezogen auf seine Zeit zu, als er sich anfang der 1970er Jahre wohl sein erstes und möglicherweise zudem einziges Kassettenrecordergerät anschaffte. Ich erbte es ebenso noch spielbereit in einem ehemaligen Schreibmaschinenkoffer mit ein wenig Zubehör.

Er wählt ein Sony Gerät Type TC-95 der Saison 1973 um öS ??? bzw. 388 DM. Neben der Bedienungsanleitung lag noch die mit Schreibmaschine von der damals wohl erst neu gegründeten Sony Wien Niederlassung abgetippte A4 große Preisliste aller damals lokal verkauften Sony Geräte dabei. Mit angeführt waren da auch die beiden ersten Sony Trinitron Farbfernseher.

Sony TC-95

Bild: Enseble Urgroßvaters "Medienkoffer" mit dem Sony TC-95 - ausgestattet mit der Sony-O-Matic Aufnahmeaussteuerung, dem zugehörigen Schriftgut, zusätzlich zum eingebauten Mikrofon hatte er noch das Sony F-25S Cardioid Handmikrophon mit Fernbedienungsschalter. Akribisch die Notizen auf der Sony Preisliste mit den Produkten die er für sich ausgewählt hat. Damals bei japanischen Geräten die gerade erst frisch den europäischen Markt eroberten war das US Netzsteckeranschlußkabel mit einem aufsteckbaren Adapter für unser Stromnetz!

Wiewohl das Gerät noch funktionierte, ein Ansteckmikrophon war auch dabei hatte ich damals für ein reines Monogerät keine Verwendung und veräußerte es an jemanden dessen Töchter dies für den Untericht brauchen würden.

Was ich aber behielt, das ist bis heute die unglaublich große Sammlung an Compact-Kassetten von seinen verschiedensten Mitschnitten sowie eigenen Sprachaufnahmen und Tonbriefen die zum Teil auch per Post von ihm an uns versendet wurden, von C30 bis C120 - letztere das sind die die immer gerissen sind oder dann stecken blieben. Als absolutes High-Light war auch die einzige früheste erhaltene Sprachaufnahme mit mir als Kleinkind darauf wo ohrenscheinlich genau das beschriebene Gerät meiner Familie wohl nicht ohne Stolz vorgestellt wurde. Alle habe ich für mein Familienarchiv digitalisiert. Dazu nutzte ich den später beschriebenen Sony XR-C8220R Autoradio als Abspielgerät mit leichter Kanalpegelschräglage.

Bilder: Der Urgroßvater an seinem Schreibtisch. Oben sehen wir die Stereobox zur Anlage im Kasten befindlich. Hinter ihm das obligatorische Rollwägelchen mit dem blauen Koffer in dem sich der Sony Kassettenrecorder befindet. Verdeckt durch den Deckel wäre der Ingelen TR900 Radio zu sehen bzw. sein Nachfolge Uhrenradio.

Gespräche zwischen ihm und meinem Vater zum Thema Batterielaufzeit beim Portablebetrieb sowie die Thematik um die Empfindlichkeit aber auch der Vorteile der Philips C-120 Compact-Cassetten habe ich bruchstückhaft noch in meinem Gedächtnis.

 

Philips Marathon 23TA392A

In der Zeit ein wenig zurückgehen müssen wir zum Thema Fernsehgerät bei den Urgroßeltern:

Sie hatten, wie könnte es anders sein, es dürfte ganz Österreich damals mehr oder weniger "Philips verseucht" gewesen sein eben einen Philips s/w Fernsehapparat.

Bild: Immer nur als Teilabschnitt auf den Fotos abgebildet - Der österreichische Philips Marathon 23TA392A s/w TV und die besagten Tasten die es zu drücken gab. Die letzte nachgewiesene Fotoaufnahme war 1985. Damit machte er für ein Röhrengerät der Bezeichnung "Marathon" alle Ehre!

Rechts: Die Uroma und dahinter der Philips Marathon 23TA392A Fernseher an seinem Ehrenplatz.

Der Empfang in der behindertengerecht umgebauten Erdgeschoßwohnung machte eine Außenantennenanlage nötig die, für den Techniker zwar interessant, aber für Laien eher häßlich anzusehen waren. Im zur Wohnung unmittelbar zugehörigen kleinen Hausgarten standen auf zwei Masten je eine sehr große wohl mit 10 dB Gewinn VHF und 16 dB Gewinn UHF Antenne ausgerichtet auf den lokalen ORF Sender Lilienfeld-Schönbühel in Niederösterreich auf Kanal 11 und 25 mit nur je 80 Watt Sendeleistung [9].

Das Antennenkabel gespannt über den asphaltierten Gehweg der anderen Hausbewohner ging in das kleine Wohnzimmer wo der Fernseher hinter dem Sofa auf einem Ladenschränkchen stand.

Dieses Modell aus der Saison 1963/64, noch mit 22 Stück Voll-Röhrenbestückt war aber schon mit einem UHF Tuner für das zweite Programm ausgerüstet und wie ich glaube mich an Erzählungen zu erinnern schon gebraucht in den Haushalt der Urgroßeltern gekommen.

Es hatte als Besonderheit eine "Bereitschaftsschaltung".

Bei Röhrengeräten dauerte es ja gefühlt immer besonders lange, so eine gute Minute bis das Gerät Bild und Ton wiedergab. Diese Zeit ließ sich in Nuancen verkürzen indem bei Fernsehpausen oder wenn man wusste man will in einigen Minuten fernsehen diese Bereitschaftstaste gedrückt wurde und das Gerät eingeschaltet wurde oder eben noch eingeschaltet blieb.

Dann heizten die Röhren weiter ohne eigentlicher Gerätefunktion und bei Auslösen der Bereitschaftstaste war der Ton gleich wieder da, das Bild dann zumindest um einen Hauch früher als wenn man ihn komplett neu eingeschaltet hat.

Ein "Feature" wie wir heute sagen würden, das in der Praxis und mangels einem wirklich entscheidenden Zeitvorteil eher selten genutzt wurde.

Erkennen konnte man diese Bereitschaft, weil das Gerät ja stumm blieb, an einer roten Signalleuchte vorne links unten am Gerät die dann leuchtete.

Erinnern konnte ich mich nur einmal an das bewusste Aufrufen der Funktion in meinem beisein.

Opas "Fernbedienung" bestand damals aus einem Schnurschalter mit dem er vom bequemen Ohrensessel aus den Fernseher zumindest einschalten konnte.

Das Drücken der "UHF" Taste, bzw, es mag auch "2. Prog," am seitlich angebrachten Knopf gestanden haben war dann meine bzw. die Aufgabe der Gäste oder eben der Urgroßmutter.

Seine Betriebsstunden arbeitete der Fernseher vornehmlich mit dem Wiedergeben "der Nachrichten" ab. Fallweise die von Opa gerne gesehenen Walt Disney Naturfilme oder bestenfalls wenige andere eher konservativ gemachte Filmtitel oder Informationssendungen die er in der Fernsehzeitung zuvor durch in unverbindlicher Weise unterstreichen kennzeichnete.

Meine Begeisterung bei den Urgroßeltern, fallweise wenn ich dort war Kinder- und Jugendfilme in der Ferienzeit unter Tags sehen zu können sorgte bei Urgrußmutter zur Feststellung an mich wonach ich wohl schon fernsehsüchtig sei.....

 

ITT Schaub Lorenz Ingelen Ideal Color Farbfernseher

Jahre später, ich war dann schon in der Lehre, als der Philips Fernseher seinen Geist aufgab und der ihm vor vielen Jahren das Gerät verkaufte bekannte Techniker ihm abriet die nötige Reparatur bei einem damals schon über 20 Jahre alten s/w Fernsehgerät noch machen zu lassen.

So zog im Haus der Urgroßeltern geschätzt in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre das Farbfernsehen, zudem mit einer Fernbedienung zum erhöhten Gebrauchswert für den Urgroßvater ein.

Es handelte sich um einen ITT-Ingelen Ideal Color Farbfernseher. Hinsichtlich der genauen Type bleiben unschärfen. Nachstehendes Modell dürfte es aber so ziemlich treffen. Insbesonders was die ITT-Ingelen (auch die deutsche Marke "Graetz" gehörte dazu) Fernbedienungen betraf, die hatten einen "Parkplatz" in Form einer Einschuböffnung vorne am Gerät um sie nicht verlieren zu können.

ITT Ingelen Ideal Color 1849 aus 1977

Bild: ITT (Ingelen) Ideal Color Farbfernseher 1849 aus der Saison 1977 mit dem Ausstattungsmerkmal der "Ideal Color Taste" für das eben am optimalsten eingestellten Bildes. (Anklicken für Prospektbeschreibung)   ©ITT Prospekt 1977 auf Hifi-archiv.info

Nicht allzu lange konnte sich Opa daran erfreuen ehe er verstarb und das Gerät in ermangelung eines fernsehinteresses der Urgroßmutter an die Familie einer meiner Tanten ging.

Die Tage dort waren ebenso rasch gezählt und der Apparat wurde defekt. Sinngemäße Aussage der Urgroßmutter war wonach er dort scheinbar nicht allzu pfleglich behandelt worden sein soll da ja ihr zuvor besessener s/w TV unzählige Jahre länger gehalten hätte.

Ich bekam dann um 1990 das Gerät, und konnte ihn selbst mangels Detailerfahrung nicht genau genug diagnostizieren. Ein Arbeitskollege in der Grundig TV Servicewerkstatt gab der Zeilenendstufe samt dem Zeilentrafo die Diagnose was wirtschaftlich auch für mich als Techniker nicht mehr interessant war.

Das Gerät blieb daher gleich bei Grundig zum Entsorgen, nicht ohne einen kritischen in die Allgemeinheit gerichteten Tadel vom Serviceleiter über die stetig höheren Entsorgungskosten und Aufwände der Werkstatt zu Ohren zu bekommen.

Die Urgroßeltern hatten dann noch eine Steroplattenspieleranlage in einem flachen Wohnzimmerverbau integriert mit zwei Lautsprecherboxen oben drauf sowie einen Transistorportable Radio der 1960er/70er Jahre in der Küche für Oma an die ich mich aber nicht in den Details wie Marke und Type entsinnen kann, zudem sie kaum während meiner Anwesenheiten in verwendung standen.

Ein "Geheimnis" blieb dann nach der Wohnungsräumung ein leergeschlachtetes Holzgehäusefragment eines flach liegenden Radiogerätegehäuses mit zwei symmetrisch identen Öffnungen für Lautsprecher und Skala sowie vier ebenso in reihe angeordneten Löchern für die Bedienelemente. Ein angenageltes Schild mit der Beschriftung "Pygmylux" ließ mich das Gerät aus französischer Herkunft zumindest vermuten.

Immer träumte ich davon ein fiktives Radiogerät da einmal hineinzubasteln. Allein es blieb beim Träumen ehe ich das Gehäuse ich denke einen mir noch bekannten Sammlerkollegen veräußerte.

Zum französischen Gerät, wenn es denn wirklich eines war, passte es, wonach der Bruder meines Urgroßvaters im Krieg Marinefunker gewesen sein soll und er so mitunter über Frankreich gereist sein könnte und damals legal so ein Gerät dort kaufen und mitnehmen konnte. Letzteres bleibt aber alles Vermutung und Phantasie und könnte auch alles ganz anders gewesen sein.


Großeltern väterlicherseits:


Philips Tonbandgerät Maestro 104 EL3541 /30C

Eigentlich gehört es schon in die Rubrik der Geräte meiner Eltern. War es doch ein Gerät das wiederum mein Vater sich als damals noch jugendlicher Lehrling von seinem Geld gekauft hat.

Als einziges in der Familie erhaltenes Röhrengerät das nur zu "heiligen Zeiten" in Verwendung stehende Philips Maestro 104 Tonbandgerät aus Jugendtagen meines Vaters stammend, bei dem man immer "fünf Minuten" warten musste bis es spielt, zudem ohne interessante zeitgenössische Musikstücke.  

Er bestätigte mir die Vierspur Variante sowie einen Vergleich mit einem jüngeren Lehrlingskollegen, der wiederum ein günstigeres Stuzzi Tonbandgerät gekauft hat was in den Funktionen etwas einfacher gehalten war.

Philips Maestro 104, Vierspur Tonbandgerät anfang der 1960er Jahre

Bild: Philips Maestro 104, Vierspur Tonbandgerät anfang der 1960er Jahre  

Wie intensiv es Papa in seiner Jugend verwendete bleibt unbeantwortet. Eine überschaubare Anzahl an BASF Tonbändern in der speziellen Kartonklapphülle kenne ich noch. Davon waren noch welche unbespielt dabei.

 Es ist in jedem Fall eine Mono Version gewesen.

Ich kann mich auch nicht erinnern, das ohne mein aktives zutun oder ersuchen Papa mit dem Gerät je gehört hätte. So stand es die meiste Zeit im Schlafzimmer irgendwo verstaut.

Vielleicht zwei maximal dreimal habe ich es einmal hervorgeholt und mich "hineingehört" in die Aufnahmen. "Nancy Sinatra - These boots are made for walkin", habe ich als einziges meinem Geschmack weitgehend passendes Lied in Erinnerung.

Möglicherweise hat es noch einige mehr gegeben, wie auch immer.

Heurigenlieder zum Beispiel, vielleicht auch das Duo Piron und Knapp. Fertig bespielte Kauftonbänder waren keine dabei.

Papa meinte zudem, es sei nicht sehr attraktiv mit dem Gerät zu hören da man "eine halbe Stunde " warten müsse bis einmal die Röhren warm sind.

So arg war es dann doch nicht.

Das Einfädeln der Tonbandenden bzw. Anfänge in die Aufwickelspule war zwar keine Hexerei, aber wenn man es öfter machen musste auch etwas langweilig bzw. unnötig aufwendig. Nicht ohne Grund gab es mehrere Entwicklungskonzepte für Kassetten, bei denen eben Philips nicht zuletzt wegen der Lizenzfreigabe der Patente seinerzeit als Sieger hervorging.

Als schön und behaglich empfand ich das grün schimmernde magische Band, alias der Aussteuerungsanzeigeröhre die in die Stop Taste mittig hinter einer Abdeckung eingearbeitet war.

Dass die Röhren tatsächlich Temperatur erzeugten, davon gab ein etwas verschmortes Kunststoffabdeckgitter am Boden des Geräts Zeugnis. Vermutlich die Gleichrichterröhre EZ80 was die Leistung angeht. Es dürfte auch andere Maestro 104 Beitzer getroffen haben.

Aufnahmen habe ich mit dem Gerät glaube ich keine gemacht, Wenn dann nur Überspielungen, letztlich in der Tonqualität ebenso etwas unbefriedigend weil eher dumpf klingend auf meinen Kassettenrecorder.

Diverse Verbindungskabel und ich glaube auch ein passendes Mikrofon war in dem kleinen Seitenfach alles eingerollt und in sich wie Rasierapparatekabel in sich verdreht zusammen. Der Rest fand sich in einer - heute kennt man es kaum mehr Verpackungsschachtel für die damals beliebten wenn in Wahrheit letztlich genauso unpraktischen Kompakt Kassetten Aufsteller die man drehen konnte und auf jeder Seite fünf Stück hinein gepasst haben.

drehbaren Compact-Cassetten, Musikkassettenständer

Bild: Die damals oft gesehenen drehbaren Compact-Cassetten, Musikkassettenständer

Die Anschlüsse mit Ausnahme der einfach erkennbaren DIN Buchse waren mit befremdlichen Symbolen versehen die ich nicht 1:1 deuten konnte. Auch Bananensteckerbuchsen gab es da noch.

 Diese Geräteserie war damals wie heute ein echtes Massenprodukt wie die hohe Angebotszahl auf Onlineportalen belegt.

Leider war es nur ein Mono Gerät was mein Interesse, ich hatte ja ebenso ohnehin meinen Mono Kassettenrecorder dieses Gerät keine Steigerung der Qualität dargestellt hat.

Er habe damals noch direkt mit dem Mikrofon aus dem Radio aufnehmen müssen, in Ermangelung der benötigten Verbindungskabel bzw. Anschlußbuchsen erzählte er jüngst als ich zu dem Thema nachgefragt habe, wonach er seine Eltern um Ruhe ersuchen musste wenn es wieder was aus dem Radio aufzunehmen gab.

Papa hat dann nach 2010 versucht, anfangs zu Mondpreisen, das Gerät erfolglos zu veräußern das es ihm wie auch die Musikbänder nichts bedeuteten. Letztlich hat er sie einem Altwarensammler geschenkt.

Immerhin, das Gerät selbst hat all die Zeit wenn auch mit wenigen Betriebsstunden aber doch gespielt.


Familie: Eltern väterlich 

Noch in der alten Wohnung übernommen von den Großeltern gab es eine Minerva Radio/Schallplattenspielerschrankkombination.

Genau genommen stand sie wohl aus Erinnerungsgründen und als platzfordernder Staubfänger in der relativ kleinen Wohnung immer nur herum.

Dies leider, da in meiner Erinnerung außer einem "Brummen" nichts aus dem Gerät mehr an Ton herauskam.

Eine Reparatur dachte Papa scheinbar nie an da es ja ohnehin die damals moderne transistorisierte Wohnzimmer Stereo Anlage gab.

Minerva Minion Radio-Phono Kombischrank

Um die Saison 1954/55 müsste der Minerva Radio-Phono Schrank mit dem Radio Chassis des Minerva Minion 554W (oder die Version U für Allstrom) ins Haus gekommen sein.

Gekauft beim "Haus und Hofradiohändler" am Allerheiligenplatz in Wien 20.

Papa kann sich noch an das Drehen am äußeren Ring über dem Abstimmrad erinnern wo man die Bänder z.B. von MW auf UKW umgeschaltet hat.

Minerva Minion 554 in der Tischgeräteversion  1950er Phonomöbel

Bild: Der Minerva Minion 554 in der Tischgeräteversion. Bei uns war er als Chassis im Phonoschrank verbaut. Die Front war immer sichtbar. Bild 2 zeigt eine Symbolvariante solcher Radio-Phonoschränke, die lt. "Mr. Minerva" unserem leider zwischenzeitlich verstorbenen Minerva Fachspezialisten Herrn Fritz Czapek nur als Einzelstücke bestenfalls Kleinserien verkauft wurden.

Welches Phonolaufwerk darin verbaut war bleibt im Dunkeln. Typisch für jene Epoche wie auch bei anderen z.B. den Minerva TV/Radio/Phono Schränken verwendet war später ein Dual 295. Es müsste sich demnach um ein Vorgängermodell gehandelt haben.

Markant am Gerät waren das aufklappbare Fach in dem sich der Plattenspieler befand und mit der Klappenöffnung ein wenig herauskam. Darunter war das eigentliche Radio. Wieder darunter eine Doppelflügeltür für das Fach für die Schallplatten und wahrscheinlich einer kleinen Hausbar. Dieses Fach wurde von einer kleinen E14 Lampe beim Öffnen beleuchtet.

Im unteren Fach, durch zwei Türen aufklappbar waren Schellackplatten der Musikrichtungen der Großeltern wie Operetten und anderes darin befindlich.

Das Gerät wurde eines Tages dann zur Großmutter aufs Land gebracht wo es weitere viele Jahre in ebensolchen Zustand im Schlafzimmer der Großmutter erneut als Staubfänger stand, ehe etwa Mitte der 1980er Jahre das Gerät vom Onkel mit Anhänger abgeholt wurde.

Zur Entsorgung wie es hieß, blieb es noch einige Zeit, es war ja eine wunderschöne Tischlerarbeit mit schöner Furnier in seiner Werkstatt bei Tulln aufgestellt ehe sie endgültig entsorgt wurde.

Mit dem späteren Kauf des Telefunken Concertino HiFi wurde das Gerät in der zudem kleinen Wohnung überflüssig und kam zu meiner Großmutter auf Land wo es im Wohnzimmer weiter verwendet worden sein soll. Später in bereits nicht mehr funktionstüchtigen Zustand in das Schlafzimmer hinauf wo es dann etwa Anfang der 1990er Jahre von meinem Onkel zur Entsorgung abgeholt wurde.


Der erste Philips Fernseher in der Familie

Laut Papa soll schon sehr früh das Fernsehen Einzug in der Familie gehalten haben. In Österreich startete bekanntlich das Versuchsfernsehprogramm am 1. August 1955. Er erinnert sich an die "Standard" Marke Philips, einen großen viereckigen Kasten mit nur einem VHF Tuner für das erste Programm.

Gekauft um 1958/59 beim Radio- und Fernsehhändler am Allerheiligenplatz in Wien 20. Die Zahlung sollte anfangs per Wechsel erfolgen, ehe ohnehin vorhandene Ersparnisse das Gerät Bar kaufen ließen lt. Papa's Erinnerung.

Betrieben wurde das Gerät mit einer Zimmerantenne alias der Libelle.

Später als um 1962/63 auf UHF das zweite Program aufgeschaltet worden ist, ließen sie einen UHF Konverter einbauen.

Philips Werbung für den Philips 17TA144A der Saison 1957/58 Philips 17TA182U s/w Fernseher um 1958/59

Im Bild links als Symbolbild jener Geräteklasse mit 43 cm Bildröhre die möglicherweise die Lust am Fernsehen gebracht hat. Philips Werbung für den Philips Forum 43 cm 17TA144A der Saison 1957/58.

Rechts der Philips 17TA182U an dessen Form und der Art sowie Farbe der Bedienknöpfe sich Papa als "unser" Gerät noch erinnern konnte. Als Besonderheit hatte diese Serie die Abstimmanzeige, den "Bildmagnet". öS 5.990,- könnte als Preis gegolten haben.

 

Das Gerät wurde noch von den Großeltern später auf einen neuen mit bereits eleganterem Aussehen befindlichen erneuert. Dieses hatte dann schon den UHF Tuner für das 2. Programm fest eingebaut was es auf eine Anschaffung nach 1963 und aufgrund von Familienereignissen bis 1966 einschränken läßt.

Das Monitor Design wich einem uns später bekannten Rechteckformat.

Panorama Luxus 25 W65T115A

Bild: Diesmal nur mehr als Symbolbild darstellbar da hier die Erinnerung der Elteren verschwimmen. Seitlich soll er eher keine Bedienknöpfe mehr gehabt haben. Als Marke nannte man hier die Philips Schwestermarke "Hornyphon". Wir vermuten es könnte der Panorama Luxus 25 W65T115A gewesen sein.

In der Erinnerung blieb ein fallweises Aussetzen des Lautsprechers, den man mit seitlichem Klopfen abhelfen konnte.

Bevor das Gerät privat verkauft wurde ist dieser Lautsprecher noch von einer Fachfirma getauscht worden.

Mama kannte aus ihrem eigenen Umfeld das Fernsehen in der Praxis damals noch nicht bzw. konnte oder wollte sich damit nicht auseinandersetzen weshalb das Gerät um 1969/70 über ein Inserat veräußert wurde.

  


Minerva Mirella Transistorradio

Meiner Generation war zwar schon längst UKW als Grundversorgung „zugewiesen“, dennoch gab es Schnittstellen die den angehenden Technikhistoriker mit der AM Technik verband.

Unrühmlich, so muß ich jene "Start-up" Aktion zum Thema bezeichnen, die sich in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre zum Ausklang eines familiären Wohnungsumzugs mit anschließender Einweihungsfeier mit neuen Bekannten und Freunden zugetragen hatte.

 Minerva Mirella Transistorradio

Bild: Symbolbild eines Minerva Mirella Transistorradio. Die exakte Modelltype die in den Saisonen 1961 bis 1968 gebaut wurden läßt sich leider nicht mehr feststellen.

Mitten ins Spiel von uns Kindern wurde plötzlich von meiner Tante ein tragbarer Radio "Minerva Mirella" gebracht.

Da dieses Gerät für uns Kinder zuvor nie präsent war und weder zur Funktion selbst noch zu sonstigen "Nutzungsauflagen" eine Aussage erfolgte, begann, nachdem mit einer Schere die Batteriefachschraube gelöst worden war ein wilder Akt der Zerstörung.

Dies in Ermangelung von einfachsten Werkzeugen und der Erkenntnis wohl kaum zu den sonst schon damals recht wenig gebräuchlichen 3V Stabbatterien zu kommen um das Gerät auch nur einmal auszuprobieren.  

Der freundlich gemeinte Rat einer „Tante“ es gäbe schon für sehr wenig Geld kleine Schraubenzieher zu kaufen wurde mit hemmungsloser Gewalt von vier Kinderhänden an Gehäuse und Chassis des Gerätes beantwortet was als Resultat die gegenseitige Rühmung unserer großartigen Tat folgen ließ.

Den Geruch der geborstenen Pertinaxplatte habe ich heute noch in der Nase, ebenso wie sich der Servicedruck auf der Platinenoberseite zumindest als Fragment ikonisch erhalten hat.

Das Wachs mit denen die Filterkerne gesichert waren gehört dann auch noch in die haptische Erfahrungswelt eines Kindes zu dem Thema.

Zwar untersuchte ich später die Einzelteile und hob sie eine Zeitlang auf, konnte jedoch ohne Anleitung und Erklärung damit weiter nichts anfangen bis sie irgendwann entsorgt wurden.

Wie sich erst viel später herausstellte, war dies das Familienradio väterlicher Seite, das auch zu den Adria Urlauben auf ein Boot mitgenommen wurde und dort einmal durch die Wellen ertränkt wurde und seinen Dienst versagte. Nach dem Austrocknen lief es aber wieder. Jedoch alles "vor meiner Zeit" in der immer schon nur mehr UKW relevant war.

Somit ist die Familie väterlicherseits offenkundig erst "nach" der familie mütterlicherseits mit der neuen Transistorradiotechnik in Kontakt gekommen.

 


Weiter geht es mit den Großeltern mütterlicherseuts selbst:


Minerva 570 Volltransistorradio 

Schon als Kind sah ich einmal ein Foto wo die Großeltern mit deren Eltern zusammensaßen und dabei ein Radiogerät am Tisch stand.

 Minerva Volltransistor 570  Minerva 570 Werbung 
 Bild: Familienszene zeitlich geschätzt um den Anfang 1960er Jahre im kleinbäuerlichen Niederösterreich zu finden mit dem österreichischen Minerva Volltransistor 570 der Saison 1957/58. Möglicherweise kann es auch der Nachfolgetyp II aus 1958/59 gewesen sein Bild:  Uns so sah es die Werbung dazu: Feine Netzhandschuhe aber waren im landwirtschaftlichen Umfeld eher nicht angesagt!

Damit waren sie wohl relativ früh damit dran ein so mobiles transportables Gerät zu besitzen. Reiner Mittelwellenempfang, 7 Transistoren und als Batterieversorgung 2 x 3 V Stabbatterien zuzüglich einer 1,5 V Babyzelle macht 7,5 Volt. Kostenpunkt damals öS 1.295,-.

Im Gegensatz zu einigen Mitbewerbern aber war es sofort lieferbar. Gewählt wurde aus der damals mehrfarbigen Auswahl wohl ein dunkler Braunton, alias eines Kunststoffüberzuges über die Holzkassette. Modernste Ausführung auch in den Augen der Techniker da erstmals die „Gedruckte Schaltung“ zum Einsatz kam. Das das "Minerva" Logo oben quer nicht mehr lesbar ist passt zu den Geräten da dieser Schriftzug vielfach einfach abgerieben wurde.

 

Anders dann im Haus der Großmutter, Großvater verstarb vorzeitig, wo sie einen wie könnte es anders sein, Philips Röhrenradio im Wohnzimmer stehen hatte.


Philips ST10 AG 2256/00 Schallplattenspieler

Angeschlossen war da wirklich noch ein Philips Schallplattenspieler im einfachen Kunststoffgehäuse. Ob und wie oft Oma wirklich Schallplatten gehört hat entsinne ich mich nicht. Wenn dann wahrscheinlich eher ihre noch bei ihr wohnenden Töchter alias zwei meiner Tanten.

Fertigungswoche 49 im Jahr 1960 weist der Aufkleber im Gerät auf für Wahlweise noch als verspätetes Weihnachtsgeschenk oder Auslieferung Anfangs 1961. Es handelte sich um einen einfachen manuelles Laufwerk jedoch mit vier Geschwindigkeiten was auch das Abspielen von 78er Schellacks aber auch Sprachaufnahmen im 16 U/Min Modus ermöglichte.

 

Bild: Zu sehen ist der Philips ST 10 AG 2256/00 Schallplattenspieler wobei das T für Tisch steht, da dieses Grundmodell es bei Philips mehrere Varianten gab. Mit dem unserem ebenso zu sehen das Philips Stereo Automatic Heim Plattenspieler Abtastsystem. Das Originale liegt ersatzweise auf.

Das Gerät fand nach der Haushaltsauflösung um 2008 den Weg zu mir. Nach eingehenden Untersuchungen daran und der Erkenntnis es selbst nicht gebrauchen zu können fand sich ein dankbarer Käufer.

Später um die 1970er Jahre brachte Papa eine ihm gehörende HEA Lautsprecherbox mit, die am Radio mit den Bananensteckern angeschlossen wurde und das Kabel am hölzernen Türstock entlang den Ton auch in die davor liegende Küche bringen konnte.

Allzu oft kann ich mich an eine praktische Anwendung davon nicht entsinnen was an zwei Gründen lag:

Einmal, wenn wir zu Gast waren und wahrscheinlich auch ohne uns wurde, wenn man im Wohnzimmer saß, vornehmlich fern gesehen. Allen voran wir Kinder die da zuhause noch keinen TV hatten.

Zudem an den Wochenenden und den Ferienzeiten wo wir Oma besuchen konnten eben Sportsendungen wie Schispringen, Fußball etc, dann auch Papa vor dem Fernseher bannte. Der Radio war dann nur mehr unter "ferner liefen".


Kapsch KR 460 Radiorecorder mit LCD Uhr

Und dann, es müsste zur Saison 1978/79 gewesen sein bekam die Oma, ich glaube als Geschenk einer ihrer Töchter schon recht bald den Kapsch KR 460 Radiokassettenrecorder mit eingebauter LCD Uhr mit seinem Ehrenplatz am Bauknecht Kühlschrank, was einmal mehr ein Einschalten eines Philips Röhrenradios nicht nötig machte.

Kapsch KR 460 Radiorecorder

Bild: Der Kapsch KR 460 Radiorecorder mit LCD Digital Quartz Uhr der schon nicht mehr viel mit Österreich zu tun hatte sondern ein Fernost Zukaufteil war. Bild Kapsch Prospekt

Ich war ja schon damals als Kind der Meinung, das dieser Radio für eine Oma zu technisch aussah und mit der Uhrsteuerung sowie den Frontanschlüssen nicht ganz zu ihr passen würde.

Die eigentliche Funktion: Radio- und Kassettenspielen, zudem immer im Netzbetrieb erfüllte er natürlich zur Zufriedenheit. Die Beschriftung war zudem in Deutsch.


Weltfunk 2000 s/w Fernseher

Der Fernseher war ein in den 1970er Jahren, noch zu lebzeiten des Großvaters angeschaffter "Weltfunk" hier hat die Erinnerung unschärfen s/w Fernseher mit Festsenderdrucktasten für die Programmwahl.

Er stand wie aus einem Prospektbild genau in der Ecke auf einem Eckfernsehunterkasten mit zwei Türen. Dahinter war eine bescheidene Hausbar und es müssten eben auch die Familienfotos der Oma dort aufbewahrt gewesen sein.

Am Dachboden geteilt mit der Nachbarin waren die VHF und getrennt die UHF Antenne aufgebaut und per Verteiler per Koaxkabel zum Fernseher geleitet.

Ausgerichtet auf den Sender Kahlenberg. Und dann gab es für Papa die Spezialeinsätze wo er über den Dachbodenzugang der Nachbarin sich aufmachte den engen kleinen Boden zu begehen um an den Antenne wie in der Karrikatur herumzudrehen wenn der Empfang wieder einmal extrem schlecht geworden war. Durch zurufen der Oma wurde sein tun mehr oder weniger erfolgreich gesteuert.

Was der Fernseher an Eigenheit hatte, das war sein vertikales Durchlaufen also von oben nach untern.

Das Bild rennt - Vertikalfehler beim Fernseher - Bilddurchlaufen

Bild: "Das Bild rennt wieder" hieß dies bei uns umgangssprachig, was Papa befleisigte dann an einem der rückseitigen Regler, wahrscheinlich auch solchen wie der Bildlinearität die dafür nicht gedacht waren herumzudrehen, bis das Bild wieder "eingefangen" war. Dieses grausame Spiel wiederholte sich dann immer öfter.

 

Das Gerät kam dann zu einem Fernsehtechniker der die PCH200 Amplitudensiebröhre tauschte.

Der Erfolg der Reparatur hielt sich in Grenzen und bald ging das Theater wieder von vorne los.

  Weltfunk 2000 Fernseher

Bild: Der Weltfunk s/w Fernseher mit Röhrenchassis - Das Bild links ist ein Symbolbild mit dem weitgehend optisch ähnlichen Neckermann Fernsehers aus vermutlich selbiger Herkunft. Herkunft: Neckermann Katalog 1971

Eher trifft es der 61 cm Weltfunk 2000 von der angedeuteten Bedienfront an die ich mich genau entsinne udn von dem sich diese schlechte Kopie der Bedieungsanleitung erhalten hat. Siehe das erhalten gebliebene Fragment einer schon für damalige Zeiten schlechter s/w Kopie der Bedienungsanleitung. Dort mit dem 7 Programm Diodenabstimmtuner und den Schiebereglern. Die Gehäuseausführung war zudem etwas schlichter und einfacher gehalten wenngleich ausreichend zweckmäßig.

Sie vermehren sich wie die Kanninchen wäre da passend:

Von irgendwoher tauchte dann ein weitgehend gleich aussehender Fernsehapparat ähnlichen Alters und Technikkonzepts bei ihr auf.

Das Bild war nun stabil, lediglich die Bildröhre selbst hatte mittig dann immer einen großen dunklen Fleck der das Fernsehvergnügen erneut eher trübte.

Beim späteren Ausschlachten dieser Geräte sah ich, dass es sich bei den Chassis um ein damals in Jugoslawien bei EI gebautes Lizenzchassis von Philips handelte.

Ebenso um 1990 schenkte ich ihr dann einen alten Philips K9 Farbfernseher der nun schon in vierter Hand seine letzten Betriebsstunden bei ihr absolvierte.

Wieder später bekam sie über mich einen moderen gebrauchten Telefunken Fernseher mit Fernbedienung der bis Mitte der 2000er Jahre bei ihr blieb. Da hatte sie sich schon beim lokalen Fernsehhändler eine Astra SAT Anlage gekauft im falschen Glauben damit ein gutes ORF Bild zu bekommen und enttäuscht war nur die "Deutschen" damit empfangen zu können die sie eigentlich gar nicht wollte.


Meine Tanten (und Onkel)


Großtante "Geißlein Tante"

Hornyphon Prinz 52 W551A

Anfang der 1980er Jahren fand ich einen Hornyphon Prinz W551/IIIA im Sperrmüll und nahm ihn nach Hause. Der reine AM Empfang war da nicht so interessant, zudem spielte das Gerät nicht. Technisch betrachtet hatte das Gerät den sogenannten Rimlock Röhrensatz (40er Röhren).

Was aber schon bald als Kind ein déjà vu auslöste, das war ein Besuch bei einer in die Familie eingeheirateten Großtante die wir "alle heiligen Zeiten" einmal am Land bei Krems besuchten.

So führte uns Kinder der Weg einmal auf den Dachboden des kleinstbäuerlichen Anwesens wo es u.a. einen Koffer voller Feldpostbriefe unseres Großonkels aus der Kriegszeit gab. Jahrzehnte später sollte ich diese nochmals zu Gesicht und zu einer Auswertung bekommen.

In diesen Briefen war zudem von einem defekten Radio die Rede den die Tante unbedingt reparieren lassen solle da es ja in diesen Zeiten wichtig sei Nachrichten hören zu können.

Es muß sich dabei zwangsläufig um einen Vorgängerradio gehandelt haben. Ob einfacher Volksempfänger oder sonstiger Radio bleibt im Unklaren. In jedem Fall ist dies innerhalb der Familie die erste zudem schriftliche Erwähnung eines Radios in den 1940er Kriegsjahren.

Was aber hier von Relevanz ist, das ist der ins Ausgedinge abgestellte Hornyphon Hornyphon Prinz W551/IIIA der Großtante der da auf seine Entsorgung wartete und am Dachboden verblieb.

Hornyphon Prinz 52    

Bild: Hornyphon Prinz 52 W551A der Saison 1952. Ob A oder U Ausführung sowie welche Version, es gab auch die Serie II und III wird im dunkeln bleiben.

Freude wird er wohl wirklich gebracht haben wie die einstige Werbung suggerierte und so vielleicht das Züngelchen an der Waage darstellte gerade dieses Modell zu kaufen.

Rechts: In Memoriam unsere "Geißlein Tante".

Der damaliger Kaufpreis des als Mittelsupers klassifizierten Radios betrug öS 1.875 ,- Schilling. Man darf annehmen das es auf Abzahlung gekauft wurde. Eine durchaus übliche Vorgangsweise wie mir u.a. auch Kunden von früher leicht entschuldigend dafür das sie das Geld nicht hatten erzählt haben. Es war eine Zeit des Aufschwunges nur wenige Jahre nach dem Krieg das wir später als das Wirtschaftswunder bezeichnet bekamen.

Es könnte wohl deren erstes Nachkriegsradio gewesen sein der damit dokumentiert werden kann.

Markant sind seine vier frontseitigen Knöpfe sowie der leichte Schwung im Gehäuse.

Wie es der Zufall so will, das Gerät war ja ein Volumensmodell, fand ich 1991 erneut so ein Gerät allerdings in sehr schlechtem Zustand. Letztlich trennte ich mich von beiden.


Tante S.

Eine von mir in der Erinnerung nicht weiter identifizierbare Philips Radio-/Phono s/w TV Kombination gab es bei der einen Tante. Hier kann ich aber noch Fragen was die Umstände dazu waren.

Selbstredend dann auch den Philips Farbfernseher aus der Gerätefamilie mit dem weit verbreiteten K9 Chassis im Wohnzimmer.

Die Cousinnen hatten u.a. tragbare ITT Mono Kassettenrecorder.


Das langzeit Nachtkästchen- und Küchenradio Philips Taifun 650

Meine Tante die zum Einen etliche Jahre bei uns wohnte und zu der wir einen durch örtliche Nähe wie auch sonst intensiveren Kontakt pflegten bekam als Gesschenk zum erfolgreichen Abschluß ihrer Gesellenprüfung, vielleicht war es auch ein Lehrlingswettbewerb, und hier wiederhole ich mich zwangsläufig wieder, einen Philips Portable Radio mit Netzbetrieb geschenkt.

Philips Taifun 650 Type 90RL650/22R

Bild: Der Philips Taifun 650 Type 90RL650/22R tragbare vierband Transistorradio mit eingebauten Netzteil und 1,5 Watt Musikleistung. ©Philips Katalog 1977/78 by Hifi-Archiv.info

Zuerst bei uns in der Wohnung, später in ihrer Wohnung diente das Gerät gute 25 Jahre,die meisten davon als Musikuntermalung in ihrer Küche ehe sie es mir mitsamt dem noch vorhandenen Originalkarton schenkte.

Noch zu unserer gemeinsamen Zeit, sie hatte eine Nachtischklemmlampe mit einer speziellen damals exklusiv wirkenden verspiegelten Glühbirne darin, hatte sich selbige durch eine Fehlplazierung in den Lautsprechergrill ein wenig eingebrannt.

Von der optischen Beeinträchtigung abgesehen haben all diese Philips Gerätetypen den Makel mit einem losen wackeligen, oft dann schon aussetzenden Ein-/Ausschalter. Damals gab es den noch nachzukaufen was aber kaum jemand gemacht hat. Und jetzt kann man ihn nicht mehr beim Philips Ersatzteil Supermarkt im Tonbandwerk kaufen selbst wenn man wollte.


 

Philips Farbfernseher Leonardo Color 8232 der Saison 1982/83

Als Hochzeitsgeschenk der (Ur)Großeltern bekam das frisch vermählte Brautpaar einen Philips Farbfernseher mit Fernbedienung geschenkt. Somit hatten der zuvor im Haushalt, natürlich gebrauchte s/w Fernseher höchstwahrscheinlich gleicher Marke, den ich wenige Jahre zuvor half vom Haus der einen Tante in den Lada der anderen Tante einzuladen seine schuldigkeit getan. Ob es dann erneut dieser s/w TV war der dann wieder bei der Oma als Ersatz für den schon am Lebensende gewesenen Weltfunk s/w TV wurde kann man annehmen ist aber nicht gesichert.    

Philips Leonardo Color 8232

Bild: Der Philips Leonardo Color 8232 mit der 51 cm HiBri-Farbbildröhre, dem KT-3 Chassis und IR Fernbedienung aus der Saison 1982/82

Von Relevanz ist dieser TV sowie das anschließenden VHS Videogerät deshalb, da wir selbst damals noch nicht im Besitz eines Videorecorders stehend regelmäßig einmal wöchentlich zur Tante fuhren um dann dort u.a. die TV Serie "Ich heirate eine Familie" mit Peter Weck zu sehen. Dazu kamen natürlich der übliche Familienklatsch, wie wir auch die selbst aufgenommenen Videos von Urlauben mit der Kamera mit Begeisterung zu sehen bekamen.

Betrieben wurde der neue Philips immer nur mit Zimmerantenne in der Wohnung im 20. Bezirk. Allen Vertreterbesuchen von Telekabel-Vertreterleuten blieb der Onkel lange Jahre standhaft widerstehend. Den wirklichen Grund dazu kannte ich nicht.

Der fallweise fraglichen Bildqualität mit der Zimmerantenne konnte ich in einem anderen Zusammenhang stehend, durch die Errichtung einer Dach/Dachbodenantenne gegen mitte der 1990er Jahre entsprechend verbessern. Es blieb dabei aber bei eben nur den beiden ORF Programmen. Erst nach den 2000er Jahren kam Kabelfernsehen in deren Wohnung bis einschließlich der späteren Digitalisierung.

  

 

SABA VHS Recorder - Videokamerakombi 

 


Die eigene Familie:

Der erste Familien Radiokassettenrekorder  

Die früheste Erinnerung daran war, das Papa mir die grundsätzlichen Unterschiede zwischen dem Radiohören und dem Abspielen von Kassettenmusik erklärte.

Ich war dabei als kleines Kind alleiniger Beifahrer im Ford Cortina. Vielleicht durfte ich gar vorne sitzen was für damalige Verhältnisse nicht unbedingt ungewöhnlich war. Das Gerät spielte u.a. Simon und Garfunkel "If I Could". Angetrieben durch Trockenbatterien.

Der Einsatz des Radiorekorders als "Autoradio" war sehr selten. Bewusst erinnern kann ich mich nur an obige Szene. 

Marke und Type des geschätzt 1970er Geräts bleiben vorerst leider im dunkeln. Am ehesten würde es diese Aufmachung schaffen:

Bild: Symbolbild aus dem '1971er Neckermann Katalog. Unserer war zwar kaum von Neckermann. Markant aber die horizontal gerasterte braune Front.  

 

Der Telefunken Concertino HiFi 301

Als mehr den Alltag begleitend darf die Telefunken Concertino HiFi 301 Stereo Anlage mit einem Philips 10 fach Schallplattenwechsler gelten.

Das Gerät um 1970 angeschafft war gewissermaßen für rund 20 Jahre das familäre medientechnische Arbeitspferd.

Täglich lief für Mama das Wunschkonzert, am Wochenende Quizshows nebst sonstigen Sendungen.

Telefunken Concertino HiFi 301 Steuergerät Receiver

Bild: Das Telefunken Concertino HiFi Steuergerät wie auf Deutsch damals Receiver genannt wurden der Saison 1971/73; gemäß dem Datenblatt waren 31 Transistoren und 7 UKW Stationstasten für den Alltagsgebrauch bei 2 x 22Watt Musikleistung das Maß der Dinge. ©Telefunken Report 1971/72

Zwei eher flach gehaltene Lautsprecherboxen mit beige Stoffbespannung konnten dezent hinter den Vorhängen versteckt werden. Die Lautsprecherkabel waren mit den angegossenen DIN Steckern versehen und mit einer Verlängerung am Receiver angeschlossen.

Die UKW Senderspeichertasten erlaubten bequem das Umschalten was meist Regional Wien oder Regional Niederösterreich, eventuell auch Burgenland bedeutete. Am Sonntag dann das Ö3 100.000 Schilling Quiz mit der später vorzeitig verstorbenen Moderatorin Brigitte Xander.

Ich bevorzugte da eher den darauffolgenden "Der Schalldämpfer" mit Axel Corti, in bester Erinnerung einer Sendung in der er sich in seiner Art über die ersten Pay TV Stationen in den USA ausließ.

Oder Josi Prokopetz alias Herrn Redl mit seinen fiktiven Monologen mit seinen Saufkumpanen, letzteres sehr zum Mißfallen von Mutter.


 

Ein altes gebrauchtes Deutsches Kassettendeck

Zuvor aber führte der Frust von Papa ob des vorerst gescheiterten unterfangens Kassetten hören zu können bzw. vielleicht so auch Schallplatten überspielen zu können ihn ins Pfandhaus, wo aber nicht um des sparens willens, sondern weil man ihn bewußt alte Deutsche Kassettengeräte aus ähnlicher Zeit wie der Telefunken es war als alternative empfahl.

Das Gerät, es war ein ITT Tischgerät wenn mich nicht alles täuscht hatte aber ebenso bereits einen abgeschliffenen Tonkopf und damit einen dumpfen Klang. Zwar immer noch wesentlich besser als die Fehlanpassung beim Toshiba Gerät. Echte Klang- und Hörfreude selbst bei bescheidenen Ansprüchen kam aber so nicht auf. Wie schon beim Toshiba bot es sich dem angehenden Techniker auch hier nicht an an dem Gerät herumzuschrauben.

Der Telefunken kam in die Jahre. Der Klang und Empfang war durchaus gut und mehr als ausreichend für die Wohnzimmer Beschallung dank seiner 2N3055 Transistorendstufe. Was dann aber losging war das stetig mehr als störende Kratzen des ja oft betätigten Lautstärkereglers.

Es wird auch nicht Schmutz gewesen sein, sondern eben der Abrieb der darin befindliche Kohlenschichtbahn. Gleiches Thema gab es bei einer es müsste eine Italienische Elektronikorgel aus den späten 1970er Jahren sein wo auch ein einsprühen mit Kontaktsprays keine Lösung bot.

Lösung, das wäre damals noch mit dem Gesamtaustausch der gesamten Klangreglerplatine geliefert durch die Telefunken Niederlassung oder war es schon der ASWO Dienst um über öS 700 Schilling plus Spesen möglich gewesen.

Heute ein lächerlicher Betrag, damals aber schon die Frage ob man in ein über 20 Jahre altes Gerät noch was hineininvestieren möchte, zudem die Thematik mit dem Kassettenabspielen ebenso unbefriedigend verblieben war. Fernbedienbarkeit war auch noch keine gegeben was alles je kein Einzelgrund, aber in summe die Motivation für eine Neuanschaffung wurde.

 


Philips GA247 Stereo-Plattenwechsler

Zum Abendessen, jedoch eher an Wochenenden wurde der Philips Automatic 10 fach Wechsler eingeschaltet.

Im "Sekretär" in einem Fach mit Klappe stand er. Daneben geschlichtet diverse Schallplatten, darunter wenige Schellacks die aber niemend hörte da auch die Nadel dafür nicht gegeignet war sowie wenige Singles. Boney M mit "My Baker" war so eine davon.

Über Musikgeschmack läßt sich bekanntlich streiten. Selbstredend war hier vordergründig eher der der Eltern maßgebend.

Nur wenige Schlagerplatten, zumeist mit einer Schlagermischung quer Beet aus den 1970ern passten ein wenig auch in mein Schema.

 

Philips 22GA247 Stereo-Plattenwechsler

Bild: Der Philips 22GA247 Stereo-Plattenwechsler ©Philips Katalog Sommer 1972 by Hifi-Archiv.info

Den Schallplattenspieler zu bedienen war dann schon bald die auch gerne von mir übernommene Aufgabe. Zuerst war die transparente Plexiglashaube abzunehmen.

Man musste zudem nach dem Abspielen einer Seite die Platte wieder wenden bzw. tauschen. Den Vinylgeruch beim Herausziehen der Platten aus der Schutzfolie und zuvor noch aus dem manchmal interessant gestalteten Cover habe ich immer noch in der Nase.

Diese Handhabung dürfte auch anderen bedingt durch die CD Zeit abgegangen sein was vielleicht den schon einige Jahre anhaltenden Boom und die hohe Nachfrage nach Schallplatten wie auch zugehörigen Abspielgeräten erklären mag.

Nur einmal glaube ich habe ich die 10 Fach Wechselfunktion mit Hilfe der dafür erforderlichen Einsteckstange mit den Singles probiert, falls wir überhaupt 10 Stück davon hatten?

In jedem Fall blieb es ein filigranes Einmalexperiment das kaum Anlass zur Wiederholung gab. Allgemein der Aufwand nur um letztlich maximal 10 Lieder zu hören war auch damals schon nicht mehr ganz passend.

Von der Ausstattung aber war der Automatic Abspieler eine feine Sache. Nur ein eleganter Tastendruck für die Wiedergabe und die Vorwahl der Geschwindigkeit wra erforderlich. Der Rest lief automatisch ab. Alternativ war auch manueller Betrieb möglich.

Bestenfalls das einmal systembedingt eine neue Nadel erforderlich war, somst waren mir keine Mängel bekannt.

 


ITT Schaub-Lorenz RC630 Chrom-Automatik 3 Band Radiorecorder

Um 1977 spätestens 78 jaufte Papa für sich den  ITT RC630 Radiokassettenrecorder vermutlich als Ersatz für eines der vorhandenen Radiokassettenrekorder die wir dann als Kinder bekommen haben.

Der ITT war natürlich, zudem als Markengerät etwas besseres.

Dreiband Radio mit einer Skala die zudem nach mehr aussah als es war. Bandzählwerk, Chrom Kassettentauglichkeit und als Besonderheit, Papa rüstete das Gerät umgehend mit den Sonnenschein Dryfit Bleigel Akkus aus. Da es ein 7,5 Volt Gerät war was es folglich eine Kombination aus 6 V Akku sowie einem 1,2 Volt Zellenakku.

Warum er dies tat blieb mir ein Rätsel. Kostete doch diese Akku Ausstattung erhebliches Geld und als Aufnahmegerät war er sehr selten im Einsatz da er ja doch groß und schwer war. So hatten am ehensten später meine Geschwister was davon die dann täglich unter Tags das Gerät in Ermangelung des eigenen bzw. es war dann schon defekt sich das Gerät ausborgten und am Abend wieder zurückstellten.

Da der Hersteller "Sonnenschein" hieß wurde zudem im Gespräch mit Interessierten zum Gerät irgendwie auch suggeriert, das nun mit der Sonne also einer Photovoltaik das Gerät arbeiten würde. Dem war natürlich nicht der Fall.

Bild: Der ITT Schaub-Lorenz RC630 Radiokassettenrecorder ©ITT Katalog 1977 by HiFi-Archiv.info

Bild: Der ITT Schaub-Lorenz RC630 Radiokassettenrecorder ©ITT Katalog 1977 by HiFi-Archiv.info

 

Mir blieb bei dem Gerät das gediegene Design und die elegante Haptik der Bedientasten in Erinnerung. Sanft glitten die ovalen Tasten in der Führung. Gleiches galt für die stabile Führung des Lautstärke- und Klangregers.

Ganz anders als mir damals bekannte Geräte dieser Art.

Markant war auch die rote LED an der Front die eine Kassettenaufnahme anzeigte. Im Gewicht machten sich diese Details wie auch der große 12 cm Lautsprecher mit 2,2 Watt Spitzenleistung entsprechend bemerkbar.

Im Prospekttext wurde zudem auf die Tastenrückauslösung beim Kassettenbandende hingewiesen.

Ein damals nicht unbedeutendes Detail: Hatten zwar viele Geräte eine rein elektrische Bandendabschaltung um den Motor bzw. die Mechanik zu schützen.

Die Andruckrolle jedoch ließ das Kassettenband auf der Kapstanwelle drücken bis jemand mechanisch durch Drücken der Stoptaste dies löste.

Für die Gummiandruckrolle bedeutete dies einen erhöhten Verscheiß. Für den Hörgenuß mitunter auch einen Gleichlauffehler der dann mehr und mehr hörbar wurde ("Eiern im Ton").

Das Gerät blieb viele Jahre in der Familie im Einsatz. Zuerst wurde es bei Papa von seinem neuen Toshiba "Mini-Ghettoblaster"ersetzt. Dann verblieb es bei meinen Geschwister.

Der portable ITT Radiocassettenrecorder des Vaters ging an meine Geschwister. Ob deren Gerät da schon defekt war oder nur unschön und ausrangiert war entsinne ich mich nicht mehr.


Sovrin Taschenrechner

Zugegeben, in dieser Aufstellung etwas deplaziert und doch gehört es als Elektronikgerät dazu.

Für seine beruflich bedingten Auftragsabrechnungen benötigte Papa früher oder später einen Taschenrechner.

Damals zwar schon übliche Handelsware, aber noch nicht zwangsläufig in allen Haushalten anzutreffen.

Der mir bekannt erste Taschenrechner im Haushalt war der Sovrin. Ein Gerät wie man sieht mit nur den einfachsten Rechenarten. Dazu ein rot schimmerndes 8 Zeichen Röhrendisplay.

Sovrin Taschenrechner mit Röhrendisplay

Bild: Der Sovrin Taschenrechner mit Röhrendisplay aus den 1970ern, wohl made in Singapur.

Betrieben wurde das Gerät stets auf Papa's Schreibtisch liegend mit einer 9 V Blockbatterie die ob der großen Stromaufnahme bald erschöpft war. So wurde der Apparat in Folge mit einem eigenen dafür modifizierten kleinen Steckernetzteil betrieben.

Als Geschenk vom Chef erhielt Papa einige Zeit später den bereits modern anmutenden Sharp Elsi Mate EL-8130 Taschenrechner der schon ein ganz anderes Kaliber war.

Sharp Elsi Mate EL-8130

Bild: Der Sharp Elsi Mate EL-8130 This image was originally posted to Flickr by France1978 at https://www.flickr.com/photos/51764518@N02/15076181610. It was reviewed on by FlickreviewR and was confirmed to be licensed under the terms of the cc-by-sa-2.0

Fast Scheckkartenformat, ganz flach, und mit in der Oberfläche eingearbeiteten Membrantasten war er lange Jahre das tägliche Arbeitswerkzeug.

Da Taschenrechner ab den 1980er Jahren mehr und mehr nicht zuletzt durch die Nutzung insbesondere an höheren Schulen zur Alltäglichkeit wurde schließe ich hier diese Geräteklasse die für sich betrachtet Bände füllen könnte. 

 


Quelle/Universum TV Play-99 s/w TV

Wiewohl die Familie väterlicherseits mit der zweiten Hälfte der 1950er Jahre relative "early Adopters" der damals neuen Fernsehtechnik und damit mit einem Fernsehgerät waren so galt dies zu meinem persönlich empfundenen Leidwesen nicht für mich.

Der vorhandene Fernseher wurde auf ersuchen von Mama noch vor meiner Zeit ersatzlos veräußert.

Folglich waren nur bei wirklich netten "Strumpftanten", bei der Oma, beim Uropa und wenigen anderen Anlässen Fernsehen für mich als Kind möglich.

Wolfgang, kannst du schon einen Einser zeichnen?

Eine Anekdote möchte ich dabei als durchaus prägend schildern:

Einmal die Woche durfte ich bei einer wirklich netten bereits verwitweten "Tante" die auf mich aufpasste den Kasperl und Pezzi im Fernsehen bei ihr in der bescheidenen Küche/Zimmer, mit Klo am Gang Wohnung anschauen. Sie hatte, als frühere Ingelen Mitarbeiterin, da schon im Pension, zwar keinen Radio aber einen Farbfernseher mit Zimmerantenne. Es müsste folglich ein frühes 1970er Modell gewesen sein. Und das in der Nähe der elektrifizierten Eisenbahnlinie mit fallweisen Störungen.

So begann bei Kakao und Keksen oder Kuchen, alternativ Milka Schoketten, ich wurde da stets verwöhnt, das Einschaltritual des Fernsehgeräts und das "Testbildschauen" bis dann ich schätze gegen 17:00 das Kinderprogramm begonnen hat.

Testbildschauen: Es gab zwei unterschiedliche, das "alte" s/w Testbild auf FS1 und das elektronische farbige Philips PM5544 Testbild auf FS2. Es soll auch wechselweise so gesendet worden sein.

Voller ungeduld ersuchte ich sie bisweilen umzuschalten ob nicht doch schon am anderen Programm der Kasperl läuft.

Und dann lud sie mich eines Tages ein, ich möge ihr doch die Zahl Eins - also einen Einser zeichnen. In Folge dann auch einen Zweier.

Während ich mit den Malstiften oder dem Bleistift den Einser noch mit viel Mühe und neutral interpretierbar hinbekam, so wunderte sie sich nach einiger Zeit warum das mit dem Zweier nichts so rechtes wird.

Die Begründung war, ich zeichnete aus dem Gedächtnis den Einser und Zweier so wie ich ihn in drehender dreidimensionaler Darstellung als wie man heute sagen würde "Intro" vor dem eigentlichen Programm am Bildschirm gesehen hatte. Und während der Einser zwar klobig aber noch einfach ging so scheiterte ich an den geschwungenen Linien etc. des Zweiers.

Es klärte sich dann alles auf. So aber ist man schon als Kind selbst ohne Fernseher vom Fernsehen geprägt worden. Hätten wir wie auch damals selbstverständlich selbst immer einen gehabt, womöglich hätte es meine Berufswahl sowie all diese Webseiten zum Thema nie gegeben. 

Die Situation änderte sich mit der Übersiedelung von der Stadt an den Stadtrand. Abgesehen, das ich schon älter geworden war war ein zwischendurch Besuchen der "Tante" schon verkehrstechnisch nicht mehr so möglich.

Und so dauerte die fernsehlose Zeit nur relativ kurz an:

Wie so vieles geschah es in Raten. Papa brach sich bei irgendeinem Anlass den Fuß und musste mit Liegegips X Wochen zu Hause bleiben. Er konnte zwar eingeschränkt seine Kunden kontaktieren und langweilte sich aber dennoch zu hause ein wenig.

Eine befreundete Familie sah dies und deren Vater wie auch Sohn brachte, und das ist hoch anzurechnen, da die damit verbundene Schlepperei von deren Wohnung bis zu unserer auch ein entsprechender Aufwand war.

Deren selbst nicht benötigte für mich als Kind altbacken aussehende Minerva s/w Röhrenkiste zu uns und stellten routiniert fast wie echte Fernsehtechniker für Papa auf einem provisorischen Tischchen samt Antenne bzw. Antennenkabelverbindung auf. Eine Type aber habe ich leider nicht im Kopf.

Alles lief wie gewünscht, Papa konnte sein Skispringen und Abfahrt ansehen und wir als Kinder waren automatisch ebenso im Genuß des Fernsehen, wenn auch limitiert auf ein ausgewähltes Kinderprogramm.

Das Glück war uns (Kindern) aber nicht hold. Der Apparat lief erst bestenfalls wenige Tage, da schaltete Mama nach dem Staubsaugen den Staubsauger, es müsste ein alter schwedischer Elektrolux gewesen sein, aus. Im gleichen Augenblick fiel das Bild aus und der Fernseher war tot.

Papa rief die befreundete Familie an und klagte das Leid. Rasch kam der Sohn den der Vater schickte um als Feinmechanikerlehrling unverrichteter Dinge die Kompetenz in Sachen Elektronik wieder seinem Vater zuzuweisen. Selbiger kam ebenso relativ bald und sah dass eine Sicherung, es war eine der Minerva typischen Lamellensicherungen, defekt war. Mit einem von Papa erhaltenen Draht flickte er selbige um nach dem Einschalten zu beobachten das eine Röhre rot glühend anlief und er die Reparatur abbrach mit dem Hinweis er sei so für ihn nicht reparabel.

Im Nachhinein hat entweder eine Röhre Luft gezogen oder der Zeilentrafo hat die Zeilenendstufe überlastet soweit meine "posthume" Prognose.

Der Apparat wurde wieder abgebaut und vermutlich entsorgt.

Das war es fürs erste.

Es dürfte aber Papa am Fernsehen wieder "Blut geleckt" haben, zudem wir Kinder wenn auch sicher nicht sehr intensiv bettelnd aber doch uns Fernsehen wieder wünschten. Den Joker bildete die damals noch im gemeinsamen Haushalt wohnende Tante die mit Papa eine Vereinbarung traf letztlich 50% der Kosten eines Fernsehgerätes sowie der ebenso dann fälligen Pflichtfernsehgebühren zu bezahlen.

Zur Auswahl in dem als bescheiden mit öS 1.990,- Schilling gesetzten Rahmen gab es im Versandkatalog, es müsste geschätzt der Quelle Katalog aus dem Sommer 1979 gewesen sein, in dem ein durchaus eleganter tragbarer s/w Kofferfernseher Modell TV Play-99 mit einer 31 cm Bildröhre abgebildet war und bestellt wurde. Die frontseitige Kunststoffmaske steckte zudem in einem Pressspanholzgehäuse was es wertiger machte denn die sonst erhältlichen reinen Plastikbomber der 1970er Jahre. Die Maße H26 x B42 x T26.

Bild: Vom gleichen ungarischen Hersteller mit fast gleichem Design aber verkauft als Neckermann Palladium 764/132 TV. "Unser" Quelle/Universum TV-Play 99 sah an der Front ident aus. Das Gehäuse war nur wenig anders. ©Neckermann Katalog 1979 by Hifi-Archiv.info

TV Play deshalb, da seitlich am Gerät zwei mitgelieferte "Joy Sticks" per 3,5 mm Klinkenstecker angeschlossen werden konnten und aus geschätzt sechs Spielen wie Tennis, Fußball, Squash etc. erste einfachst Computerspiele zu hause gespielt werden konnten.

Dies haben wir Anfangs und auch später wenn auch nicht extrem oft als Kinder und auch mit der Tante gespielt.

Frühes TV Spiel am Bildschirm 1979

Bild: So sahen stellvertretend die Grafiken der TV Spiele aus die gespielt werden konnten. Die vier vertikalen Linien konnten mit den Joysticks verschiben werden. Symbolbild ©Wikipedia Schnurrikowski - WinArcadia

An Kindersendungen gab es damals auszugsweise für uns im ORF:

Pinocchio; Heidi, Biene Maja; Pipi Langstrumpf; Nick Knatterton bei den Werbeeinschaltungen; Oma bitte kommen, Flipper, "Auch Spaß muß sein" mit Herbert "Happy" Prikopa mit den Dick und Doof Kurzfilmen; Barbababas, Familie Feuerstein; Wicky und die starken Männer; Der Junge mit den Goldhosen, Pan Tau; Die Sendung mit der Maus - Lach und Sachgeschichten; Nicklas - Ein Junge aus Flandern, Billy-Ein junger Mann auf der Suche nach seiner Identität, Der rosarote Panther, Flugboot 121SP; später für mich das Panaoptikum für einen ersten Rundblick in die Welt; 1, 2 oder 3 an bestimmten Samstagen.

Ob ich da noch "AM, DAM, DES" und den Kasperl bzw. Familie Petz selbst geschaut habe weiß ich nicht mehr. "Zeichnen, Malen Formen" wiederum habe ich ebenso verschmäht.

Als Kinder liebten wir zudem die Fernsehwerbung wo uns eine tolle glänzende Welt an Produkten vorgegaugelt wurde im Gegensatz zu den Eltern.

Es folgten dann später die EWG Sendungen, Heiteres Beruferaten mit Robert Lempke, Dally Dally und natürlich ab den 1980ern Wetten Dass?,,,, Josef Kirschner mit seinem Tritsch Tratsch gehörte in jenen Tagen auch dazu.

Buchstäblich eine "Lizens zum Töten" hatte bei uns wirklich nur James Bond: Im Unterschied zu den sonstigen härteren Kriminalfilmen die für uns Kinder zumeist tabu waren, war bei uns als Ausnahme der Regel James Bond familientauglich.  

Einmal ging das Gerät kaputt und wurde wie auch immer an deren Serviceabteilung gesendet wo wir es nach gefühlt ewiger Dauer wieder zurückbekamen.

Dann gab es seitens der Eltern sich stets häufende Beschwerden wegen Bildstörungen was papa dazu bewog die Funküberwachung der Post zu rufen da er die "bösen Amateurfunker" die mit gar riesigen Antennenanlagen, zudem schräg Vis-a-Vis am Dach beheimatet waren, in Verdacht hatte.

Zwei Herren der Post kamen und stellten uns einen 42 cm Grundig Portable Farb TV mit Fernbedienung für geschätzt 14 Tage zur Verfügung um vergleichend den Fehlermöglichkeiten auf die Spur zu kommen. Ich bin überzeugt, über unseren kleinen zudem nur s/w Fernseher werden sie gelacht haben.

Soweit ich mich erimnern kann kam nichts konkretes heraus. Mit dem Grundig Leihfernseher war aber schon einmal die Latte für die zukünftige Ausstattung in unserem Hause gelegt.

Der TV Play-99 war zwar günstig aber deshalb nicht zwangsläufig billig im Sinne der Verarbeitung.

Das Gerät war ein Videoton aus Ungarn die wie auch andere "Ostblockländer" gegen Devisen gerne ihre Erzeugnisse mit Phantasienamen über westliche Versandhauskanäle feil boten.

Das TV Chassis war mit Modulen bestückt. Sechs Kurzhubtasten waren mit den einzustellenden VHF/UHF Kanälen belegt. Das Gerät konnte zudem auch an 12 V wie einer Autobatterie betrieben werden. Ebenso war eine Ladeeinrichtung eingebaut wenngleich wir dies nie verwendeten. Das TV Spiel war mit einem Texas Instruments IC realisiert. Elegant war auch der oben versenkbare stabile Tragegriff.

         

Mobile Unterhaltungselektronik

Toshiba Mini Ghettoblaster RT-SF5 aus 1984

Papa kaufte sich damals um wie ich glaube rund öS 3.500 Schilling einen tragbaren Mini-Ghettoblaster Toshiba Stereogerät mit großem Fortschritt in der Kassettendeck Autoreversetechnik.

Diese Funktion faszinierte mich vom mechanischen Ablauf dazu soweit man ihn von außen mitbekommen konnte.

Die kleinen Lautsprecher hatten durch den Stereo - aber noch mehr den zuschaltbaren Stereo-Wide Effekt über 2 cm Piezzo Hochtonlautsprecher einen guten Klang wenn auch nur wenig Bass mit den 10 cm Lautsprechern bei zudem nur 2 x 3 Watt was aber nicht weiter störte.

Der Radioteil war auch mit KW samt einer KW Feineinstellung versehen was ich aber eher nicht nutzte, da in den Abendstunden wenn Sendungen hörbar gewesen wären ja die freie Nutzung des Geräts eher nicht gegeben war.

Die Funktion MQSS - Music Quick Selector System ermöglichte eine Schnellanwahl zu beginn des nächsten Musikstücks auf der Kassette. 

J_Toshiba_RT-SF5 In der Praxis

Bild: Der Toshiba Mini Ghettoblaster RT-SF5 aus 1984 in der "Europa Version" mit 5 pol. DIN Buchse und Langwellenband anstelle dem zweiten KW Band der US Version. Anklicken für eine Großbildkollage vieler Details! Und rechts in der Praxis wie er sich versteckt hat.

Ärger damit gab es gleich zu beginn mit gar "bösen" Briefen von Papa an die lokale Toshiba Niederlassung. Der Grund war, das er das Gerät ja auch mit dem Hintergedanken kaufte, es an die Telefunken Concertino Hifi Anlage anschließen zu wollen um nun nicht nur Schallplatten sondern auch Compact-Kassetten abspielen zu können.

Als „Goodwill – Giveaway“ von Toshiba erhielt er aber eine Tragtasche und ein Schreiben als Ausdruck des Bedauerns....

In der Theorie gab es zwar eine 5 pol DIN Buchse am Gerät dafür. Die sogenannte Impedanzanpassung zwischen der Deutschen nach DIN Norm definierten Telefunken Buchse bzw. deren Eingänge und dem modernen japanischen Standard harmonierten nicht. Man hörte zwar den Ton aber nur sehr dumpf.

Die theoretisch mögliche Anpassung der Impedanz im Telefunken Gerät durch mich, wobei es sicher gedauert hätte hier die richtige Abstimmung herauszufinden unterblieb, da Papa bei solchen Sachen nicht unbedingt "entspannt" war.

Etwas filigran, wenn auch nett gelöst war der Kassettendeckel, der auch die Skalenabstimmungsführung mit beherbergte. Auch hier war es dann mehr ein Schätzen der Frequenz und etwas Spiel im Antrieb.

Dies ließ den Toshiba zum gerne in der Wohnung vielfach verwendeten Gerät auch untertags werden.

Nahe dem Ausscheiden aufgrund diverser technischen Mängel wurde er, im schönen silbrig glänzenden Chromlook dann von mir nach den 2000er Jahern veräußert.


 

Die Grundig Hifi Anlage der Serie 5200

Über einen Grundig Händler in Wien Eßling, kamen wir zu ein wenig bevorzugten Konditionen zur damals aktuellen Grundig 5200er Hifi Serie. Bestehend aus dem Verstärker V5200, dem Doppelkassettendeck C5200, dem Tuner T5200 und dem Grundig Schallplattenspieler und dazugehörenden Lautsprecherboxen kamen nun auch Papa in den frühen 1990er Jahren am Stand der Technik an.

Unsere Grundig HiFi 5200er Geräteserie

Bild: Unsere Grundig HiFi Serie 5200 Anlage im früheren Wohnzimmer

Aber nicht ganz! Den ebenso zur Serie gehörenden CD Player bestellte er nicht da er den nicht brauchen würde. Jahre später kaufte er dann ein natürlich nicht zur Serie und damit einheitlichen Fernbedienbarkeit und Optik passendes Greät dazu.

Diese Anlage existiert bei ihm noch heute wenn auch für andere Nutzungszwecke und Orte sowie anderer Zusammensetzumg.

Sie hat an Nutzungsjahren, wenn auch nicht so intensiv benützt die 1970er Telefunken Anlage damit schon um mindestens 10 Jahre überdauert.

Ich half natürlich Papa die Anlage aufzubauen. Er verband dann nicht nur die neuen Grundig Lautsprecher, sondern auch die Telefunken Boxenkabel durch abschneiden der DIN Stecker mit dem Grundig Verstärker. Ob er die Polarität da richtig erwischte weiß ich nicht mehr.

Als ging es um Leben oder Tod hatte er dann den Zwang die Telefunken Anlage sofort gleich loszuwerden und brachte sie ins gleiche Pfandhaus wo er einst das Kassettengerät her hatte. Ohne Lautsprecher würden die es auber sowieso nicht nehmen was ihn gleich wieder zurückkommen und die Telefunken Lautsprecherboxen holen ließ. Das wars mit dem Telefunken Concertino Hifi.

Besagte Grundig Anlage spielte dann über die Jahre sorgenfrei. Der Tuner bedurfte einmal dem Tausch der Stützbatterien. Der Plattenspieler eines neuen Riemens und einer Nadel. Was aber auch verschliß das waren ebenso die Tonköpfe im Kassettendeck mit Kanalungleichheit und Klangeinbußen. Der Bedarf aber ist ja ohnehin heut zutage dafür kaum mehr gegeben weshalb es auch so bleiben wird.

 

Grundig P50-242 a CTI Farbfernseher

Es war eine damals schon einige zeit aufgeschobene Anschaffung: Der Kauf des ersten Familien Farbfernsehapparats.

Papa wollte, ob es erhoffte Einkaufskonditionen waren oder was auch immer warten bis ich die Lehre als Fernsehtechniker angetreten hatte.

So kam es dann auch und die Eltern suchten, nicht etwa einen vom Bild oder sonstigen technisch/kaufmännischen Aspekten her optimales Gerät. Nein, er musste nur in den bedingt durch ein Zwischenfach, wo später einmal dann der Videorecorder darunter stehen würde, relativ kleinen Platz im Wandverbau mit der Schiebetüre hineinpassen.

Als noch tragbar galt er, weil er hinten oben einen eingelassenen Griff sowie eine aufsteckbare Doppelteleskopantenne hatte. Kompaktes Design im Kunststoffgehäuse mit der damaligen Technik wie IR Fernbedienung, PLL Tuner, PAL/SECAM Farbbaustein mit CTI Funktion für die "Konturenschärfe" sowie der Scart Buchse bestückt.

Fachlich als Besonderheit galt damals die 50cm Rechteckbildröhre sowie das kombinierte "Zeilennetzteil" des CUC 2401 Chassis. Es wurde in der Herstellung also nur ein Transformator - der kombinierte Netz- und Zeilentransformator benötigt. "Erkauft" hat man sich dies laut Bedienungsanleitung mit einem reinen Standby Stromverbrauch von über 20 Watt was damals schon etwas viel war wenngleich man es noch akzeptiert hat. Vergleiche mit heutigen Stby Verbräuchen bei guten Geräten von unter einem Watt!

Grundig P50-242a CTI Farbfernseher aus 1986

  Bild: Grundig P50-242a CTI Farbfernseher aus 1986

Es dürfte beim damaligen Köck gewesen sein, wo die Eltern den Grundig  gefunden hatten, und folglich bei meinem Lehrbetrieb kaufen wollten. Es gab etwas "Widerstand", da der Lehrbetrieb zwar Grundig Geräte beschaffen konnte, aber kein originärer Grundig Händler war sondern eben vornehmlich Nordmende, Philips und Luxor- eine schwedische Marke im Programm hatte. Widerstand im Sinne von schlechtmachen der Marke Grundig alias jeder Kramer lobt seine Ware.

"Außen Grundig - Innen schundig" hieß es im Fachjargon - "Grundig weil gründlich" mag das unausgesprochene Gegenargument gelautet haben. Im Volksmund zudem häufig auch als GrundiNg ausgesprochen.

Ich selbst konnte da wenig ausrichten, es fiel mir damals nur eine Szene aus meiner früheren Schulzeit dazu passend ein:

In Verbindung mit einem Referat was die Schüler zu Alltagsnachrichtenthemen halten sollten, fragte eine Schülerin ob sie dazu auch die Nachrichten aus dem Teletext nehmen dürfe. Der Lehrerin war dies egal. Mir aber zeigte dies einmal mehr, das es Sachen und Informationsquellen gab die ich nicht kannte bzw. nicht zugreifen konnte. Teletext gab es zwar schon seit etwa Anfang der 1980er Jahre in Östererich am ORF. Ob es aber damals auch schon die ständigen Teletext Übertragungen für alle direkt am Bildschirm gab entsinne ich mich nicht.

So argumentierte ich, da wir ja ohnehin nicht einmal einen Videorecorder hätten, sollten wir doch wenigstens den Teletext (Videotext) zur Verfügung haben. Er würde gute öS 1.000,-, vielleicht auch einen Hauch mehr zusätzlich kosten. Papa ließ sich dazu überreden, wohl in Unkenntnis um was es dabei eigentlich im Detail ging.

Und so kam der TV verpackt ins Geschäft des Lehrbetriebs und dazu extra verpackt in einer mit Schaumstoff ausgekleideten (teuren) Grundig Ersatzteilverpackung mit einer nichtleitenden schwarzen Folie noch nicht eingebaut der Teletext Modulbaustein samt Anleitung und einer 2. nun doppelt so großen Fernbedienung mit viel mehr Tasten drauf als die kleine Originale des Fernsehers es hatte.

Grundig Tele-Pilot 610 Grundig Telepilot 630 Grundig Telepilot 650data  Unsere Fernbedienungen

Bilder: Eine Tastenflut die mir als Techniker gefiel. Den Normalnutzern wie den Eltern vielleicht weniger. Unten, die gelebte Praxis schon mit der Nokia D-Box als digitalem SAT Receiver

Den Grundig TP (Telepilot) 610 musste man zum TP 630 wegen der nun benötigten Funktionen für den Teletext tauschen.

Und dann weiter "vorbereitend" für den nie kommenden Tag X auf die TP 650 Data Fernbedienung die dann auch einen theoretisch nachrüstbaren BTX Decoder steuern konnte.

Was sie alle konnten, das war die Steuerung per Doppelfunktionstasten der damaligen Grundig Videorecorderserie was tatsächlich praktisch war und auch oft genützt wurde.

Also eine Evolution von dem was sein "musste" bis hin zu dem was es in dieser Zeitspanne  mit dem "Flaggschiff" an damalig verfügbarer Grundig TV Fernbedienungen gab.  

 

Ich wollte natürlich das das Modul rasch eingebaut wird und der Fernseher zu uns nach Hause geliefert werden solle.

Da niemend Zeit bzw. Lust hatte, forderte mich der Chef auf das Modul selbst einzubauen. Ich äußerte meine befürchtung dabei vielleicht was an dem beuen Fernseher kaputt zu machen.

Na dann trifft es ohnehin gleich euch selbst wra seine Antwort was es mir nicht leichter werden ließ.

Direkt im Eingangsbereich des Gecshäfts - einen anderen Ort hätte es dort auch nicht gegeben begann ich folglich das Gerät von der Rückwand zu befreien. Dann sah ich schon eine Blindsteckerleiste die laut der beiliegenden Becshreibung gegen das große Teletextmodul ausgetauscht werden sllte.

Großes Modul deshalb, da ich die Variante mit den 8 Seitenspeicher die man sich für das raschere Aufrufen vorprogrammieren konnte, damals war das noch was, "empfhal".

Das Modul hatte noch ein kleines Potentiometer um den Baustein auf die jeweilige Empfangssiuation anzupassen. In Ermangelung einer Vorortanpassmöglichkeit wurde hier wie auch später bei Grundig die empfohleneMittelstellung voreingestellt.

Und so lieferte ein Geselle mit mir das Gerät des Spätnachmittags nach Hause und stellte ihn auf. Er erklärte Papa noch ein wenig die Bedienung und verschwand sogleich.

Bei all meiner Freude über den Fernseher wollte aber Papa den Apparat gleich wieder ausgeschaltet haben da wir ja jetzt ohnehin nicht Fernsehen würden....

Ob das Gerät dazwischen einmal defekt war kann ich mich nicht mehr entsinnen. Kleinigkeiten wären für mich als Techniker ja nicht einmal als Schaden wahrgenommen worden. Da war er schneller repariert als es andere überhaupt gemerkt hätten. Das Fokuspotentiometer hab eich glaub eich einmal getauscht da die darin befindliche Metallfeder durch Feuchtigkeit einfach wegrostet und dann sprüht. Dazu vielleicht ein nachlöten.

Meiner Meinung nach war der Apparat schon immer zu klein bezogen auf die Bildgröße. Auch hätte ich gleich den 63cm Stereoversion gewählt auch wenn bis Anfang der 1990er Jahre der ORF noch kein Stereo im Fernsehen ausstrahlte.

Was sich wirklich ausgezahlt hat, das war die Teletextnachrüstung. Zumindest ich habe ihn als Medium beinahe täglich verwendet da ich im Regelfall ja keine Tageszeitung unterwegs zu Gesicht bekam. Man konnte ihn, wenn auch nur in eine Richtung gehend als eien bescheidene "Internet" Vorstufe sehen.

 Der Apparat blieb bis 2007 bei den Eltern als Alltagsgerät im Einsatz ehe er wegen defekten, ich glaube es war die Kaskade mit einem Riss und den absehbaren Wechsel auf einen Flachbildschirm ausgesondert wurde. Die Bildröhre war da schon merklich verbraucht und nicht mehr scharf.

 


Grundig VS-410 VPS VHS Videorecorder

"Das System sei noch nicht ganz ausgereift", war Papa's Haltung bis zum letztendlichen Kauf wenn es um das Thema Videorecorder ging.

Zuvor machte er sich fallweise ein wenig lustig darüber wonach es eben nach mit "hochwertigen" Inhalt versehenen Bibliotheken nun gar auch Videotheken als ein Abklatsch von Dekadenz geben würde.

Als Familie begleitete uns das Thema aber auch die damit verbundenen Vorteile, also Aufnehmen einer Sendung zu einem Zeitpunkt wo man nicht zu Hause ist bzw. schlafen möchte um sie zu einem anderen Zeitpunkt sich ansehen zu können.

Grundig VS-410 VPS, 3 Kopf VHS Maschine

Bild: Grundig VS-410 VPS, 3 Kopf VHS Maschine © Grundig Revue 1987

Es begann um 1983 wie bereits dort geschildert mit dem VHS Recorder bei der Tante, ehe es eine übergeordnete Kritik gab weil die andere Tante sich einen Philips 2000 Videorecorder kaufte wo schon langsam absehbar war das dieses System am absteigenden Ast war.

Spätestens aber 1986, und noch mehr 1987 als es dann soweit war gab es zum Thema VHS als erste Wahl für den normalen Konsumentenbereich, private Videofilmerei abgesehen, keine Zweifel mehr zur grundsätzlichen Systemfrage.

Die Markenwahl war dabei schon vorgegeben: Grundig in Verbindung mit der gemeinsam zu benutzenden Fernbedienung. Dies anstelle wie andere immer zu der nächsten Fernbedienung greifen zu müssen. Es wurde dann der 410er der mit dem dritten Videokopf auf der Kopftrommel ein fast störungsfreies Standbild ermöglichte wie es schon zuvor bei Video 2000 auch der Fall gewesen war. Siehe die Gerätedaten© Grundig Revue 1987

Einerseits, das gebe ich zu, im Vergleich zu den JVC, Sharp und anderen VHS Videorecordertypen die ich tagtäglich im Betrieb zumindest vom sehen her kennenlernte, war der Grundig eher schlichten äußeren Designs und bestenfalls spartanisch elegant in Kontur und Design.

Um es kurz zu machen, bis auf das Fehlen von Longplay und (HiFi) Stereoton war und bin ich von dem Gerät nach anfänglichen zögern immer begeistert gewesen. "Bessere" Grundig Geräte hatten zudem ein Echtzeit Bandlaufwerk, was bei unserem nur ein Nummernzählwerk war.

KEIN(!) mir bekannt gewordenes Gerät hat sowohl für mich als Techniker wie insbesondere meine Eltern eine einfachere Programmierung der Videoaufnahmetimer gehabt. Selbst die erst Jahre später aufkommenden Show-View Programmierungen waren mehr nur ein Gag denn echter Hilfe.

Dazu kam eine große gut lesbares Röhrendisplay mit guter Anordnung der einzelnen Schritte.

Vier klar definierte Drucktasten am Gerät ließen eben vier Timeraufnahmen unabhängig programmieren und auch, fallweise zu meinem Leidwesen (durch die Eltern) einfach nachkontrollieren.

Was ich nicht mehr im Kopf habe, der Recorder hatte ja eine Originalfernbedienung Typ RP 4 dabei, die aber nicht so ganz Grundig typisch aussah und schon ein Japan Zukauf gewesen sein muß.

Grundig RP 4 Videorecorder Fernbedienung

Bild: Die Grundig RP 4 Videorecorder Fernbedienung im etwas anderen Stil als die sonstige Grundig Familie auftrat. © Grundig Technisches Jahrbuch 1991

Über diese Fernbedienung, die wir aber fast nie benutzten wären auch die Timer fernbedienbar zu programmieren gewesen. Mit den Multifunktions Grundig Fernbedienungen ging das meiner Erinnerung nach nicht und man musste sich kurz mit der Fernsehzeitschrift zum Videorecorder hinunterbücken.

VPS: Auch hier gab es anfänglich Zweifel bei Papa ob wir denn das natürlich aufpreispflichtige VPS-Video Poramming System baruchen würden. Wurde doch diese Komfortfunktion damals wie auch anders vom ORF noch nicht ausgestrahlt.

Als Alternative hätte es ansatzweise bauähnliche Typen gegeben an die man, gegen wiederum etwa ös 800,- Schilling eine VPS Adapterbox hinten anstecken hätte können.

Aber auch in dieser Sache fiel es leichter Papa davon zu überzeugen gleich ein diesbezüglich ausgestattetes Gerät anzuschaffen da er wie er selbst sagte später kein Geld für solche Zusatzfunktionen mehr ausgeben würde.

VPS ermöglichte uns dann, als der ORF einige Monate später ebenso dieses Kennsignal ausstrahlte per sofort die zeitgerechten Starts bei den Aufnahmen ohne fehlende Schlussteile.

Erweiterungen:

Das erste Scart Kabel:

Der nun vorhandene Videorecorder führte zu zwei Neuheiten: Einmal schenkte ich uns unser erstes Scart Kabel für sage und schreibe öS 400,- Schilling (!). Viel Geld nur für ein Kabel.

Damit konnte eben der sonst obligatorisch benötigte Modulator zum Sehen der Videoaufnahmen über den UHF Kanel z.B. 36 am Fernsehbildschirm umgangen werden und die Bildqualität war für damalige Verhältnisse noch etwas klarer und rauschärmer zu betrachten.

Dazu kam, das der Videorecorder beim Abspielen über die eigene AV Taste am Fernseher aufzurufen war.

Der eigene Antennenanschluß:

Damit auch ich direkt in meinem Zimmer zum einen einen brauchbaren Fernsehempfang haben könne, die Zimmerantennen aber auch die provisorisch angebrachte gebrauchte Fensterantenne am Balkon brachte leider immer zuviel Schatten, aber auch um die Videofilme direkt an meinem eigenen Fernseher sehen zu können legte ich samt WISI Verteiler eine Leitung in mein Zimmer.

"Macht das eh nichts der Signalqualität" fragte Papa zweifelnd. "Nein, natürlich nicht" war die Antwort. Signal war an der Antennendose ja tatsächlich immer genug vorhanden.

Was immer ein wenig hoch war war der Rauschanteil, insbesonders wenn wir dies mit unseren heutigen digitalbildverwöhnten Augen wenn auch nur in der Erinnerung vergleichen.

Fernbedienen durch die Wand: 

In der Grundig Lehrwerkstätte gab es von den Super Color Fernsehgerätefertigungen der späten 1970er Jahre im Lehrwerkstättenlager noch chargenweise die Infrarot Empfängerpatronen. Mit Erlaubnis des Ausbildnungsleiters durfte ich und ein Lehrgangskollege uns je eine Patrone mitnehmen, nachdem wir zuvor eine Ausgangsstufe noch nachgeschaltet haben und eine IR Diode wie sie in der Fernbedienung gab daran angeschlossen hatten.

Das Ganze diente mir dazu, schon Jahre bevor es sowas einmal standardmäßig bei Conrad Electronic zu kaufen gab, gewissermaßen durch die Wand von meinem Jugendzimmer aus den Wohnzimmer Videorecorder in diesem Fall mit der damals beigelegten Originalfernbedienung zu steuern wenn dieser nicht schon anderweitig okupiert war.

Videosammlung:

Während meine Eltern mit verhältnismäßig wenigen Videokassettenbändern auskamen, da sie in der Regel nach dem Ansehen die Aufnahmen auch wieder überspielten war es meine Absicht eine ernsthafte Sammlung aufzubauen.

Die kostete natürlich etwas, nämlich in Form der zwar schon leistbaren aber in der Menge denoch ins Geld gehenden VHS 4h Videobänder. Damals bevorzugte Wahl waren von mir BASF Bänder. Fallweise auch Philips.  

Akribisch schnitt ich aus der Fernsehzeitung die Beschreibungen aus um sie dann auf die Kassettenhülle mitsamt den Datum und Zeitangaben etc. zu kleben.

"Chicago 1930" mit Robert Stack als Eliot Ness war so eine Serie jener Tage die es für mich galt zu "archivieren". Diverse weitere wertvolle Filme mit so aussagekräftigen Titeln alias "An seinen Stiefeln klebte Blut" kamen noch dazu. Die damalige ORF Themenfolge "Kriminelle - Alte Fälle" bot dazu ebenso das eine oder andere an.

Direkt einen kostenpflichtigen Leihfilm aus der Videothek habe ich nur einmal ausgeborgt, genau genommen gemietet: "Blues Brothers".

VHS Videosammlung 240er Kassetten mit TV Aufnahmen

Bild: Auszug aus dem damaligen Videoarchiv das sich damals so zusammen gesammelt hat. Einige wenige Klassiker sind dabei die es nicht wirklich oft im TV gespielt hat.

Bei einem Freund hingegen "liefen ganze Videotheken" im Überspielmodus durch seine Rekorder. So kam auch ich bei ihm zum Ansehen von so manchen Blockbuster.

Zwar habe ich die Videothekensammlung noch heute wenngleich ich den ganzen Aufwand im Nachhinein in kaum einer Relation zum langfristigen Nutzen sehen würde.

Kaum das man sich heute noch eine echte VHS Fernsehaufnahme soferne nicht etwas einzigartiges darauf aufgezeichnet ist zu Hause ansehen würde. "Wichtiges" ich zudem schon auf Digital überspielt habe.

Unser Grundig jedenfalls lief viele Jahre brav. Was nervte, das waren das ewige Neuprogrammieren von Datum und Uhrzeit nach einem Stromausfall bzw. Stecker Umstecken auch wenn es letztlich recht einfach funktionierte.

Irgendwann lies die Bildqualität mehr und mehr zu wünschen übrig. Da ich anderweitig im Tagesgeschäft tätig war bekam ein befreundetes Unternehmen das Gerät zum mechanischen Reparieren. Der Erfolg aber war auch hier nur von kurzer Dauer.


ITT Ideal Color 3106 Farbfernseher

Dem Bruder eines Freundes repaierte ich geschätzt Anfang der 1990er Jahre den einfach gehaltenen 37 cm ITT Ideal Color 3016 mit dem Oscar Tuner. Was ITT bewog seinen Tunern den Namen Oscar, natürlich abgeleitet aus irgendwelchen Kunstbegriffen blieb mir schleierhaft hat aber vielleicht tatsächlich in Analogie zur Zeichentrickflmserie "Oskar die Supermaus" den einen oder anderen Käufer zumindest unterbewusst angesprochen. Irgendwelche Kunstbegriffe waren: Omni System Cable and Antenna Reception für das was alle anderen schlicht "Kabeltuner" nannten der auch Sonderkanäle konnte.

Einfach im Sinne eines Geräts ohne Fernbedieung und ohne Scart Buchse. Also nur eine Bedienbarkeit am Gerät ohne jeden "Schnick-Schnack". Defekt war der kombinierte Diodenzeilentrafo mit Hochspannungserzeugung. Immer schon eine kostspieliges Teil bei jedem Fernseher.

ITT Ideal Color 3106 Farbfernseher ITT Ideal Color 3106 Farbfernseher

Bild: Der ITT Ideal Color 3106 Farbfernseher dem "modernen" Monoprint Chassis also ohne irgendwelche Module ausgenommen dem "Oscar" (Kabel-)Tuner gehalten im Monitordesign oder besser gesagt als Würfel. ©ITT Katalog 1987; Rechts wie er wirklich m Zimmer stand

Leider spielte der Apparat beim Kunden nur mehr eine kurze Zeit und er wollte nichts mehr "hineinstecken". So kam er defekt zu mir, wo ich als banalen Fehler einen defekten Preh-Netzschalter wie er auch abgewandelt in den Grundig TV Geräten verbaut war ausgemacht und getauscht hatte. Danach war das Gerät, ich selbst hatte keine unmittelbare Verwendung dafür, als Drittfernsehgerät wahlweise bei meinen Geschwister bzw. im elterlichen Schlafzimmer, anfangs noch mit der reinen Teleskopantenne für den ORF Empfang betrieben gelandet.

Dort blieb er auch bis nach 2010 im gelegentlichen Einsatz ehe wegen der Analogabschaltung und der nichtvorhandenen Scart Buchse immer nur SAT Tuner mit HF Modulator verwendet werden konnten und er dann noch funktionsfähig an "Altwarensammler" übergeben wurde.

 


Grundig GV 9400 HiFi 6 Kopf Videorecorder

Hinzu kam, das meine Eltern wieder einen Grundig, eine GV 9400 HiFi 6 Kopf Maschine um 2004 aus einem Nachlaß geschenkt bekamen die von da an bis heute, wenn auch wesentlich seltener als noch in den 1980er/90er Jahren im Einsatz steht.

Grundig GV 9400 HiFi 6 Kopf Maschine,

Bild: Grundig GV 9400 HiFi 6 Kopf Maschine, die alles, zudem geschenkt bekommen, kann was Jahre zuvor nicht so einfach leistbar war

 



 

Das Satellitenzeitalter beginnt:

"Das Kabel" hatte nie einzug in unsere Wohnung gehalten. Zuerst wollte es Papa nicht, dann dachte ich es zahle sich nicht aus ich würde ohnehin bald ausziehen, und dann zeichnete sich schon der Siegeszug der individuellen SAT Empfangsanlagen als leistbare und Monatsgebühren sparende Alternative ab. Dies zudem im Regelfall in besserer Bildqualiät wie ich mich ja alltäglich bei Kunden wie auch am Arbeitsplatz selbst überzeugen konnte.

Erste Experimente mit Antennen am Balkon etc. begannen, die aber aufgrund der relevanten SAT Position wie eben 13°Ost Eutelsat, 19° Ost Astra und damals noch relevant der 23°Ost Satellit Kopernikus nicht ohne entsprechend aus der Gebäudefront heraushängenden Anlagen realisierbar waren. Später scherte sich in der Siedlung und sonstwo niemand mehr darum. Zu "meiner Zeit" aber führte mich der Weg, mit Genehmigung des Vermieters" aufs Dach.

Dort wurde in erster Linie einmal eine man würde sagen überdimenstionierte terrestrische TV Anlage aufgebaut um den für mich schon sehr störenden Vorschatten den wir in der Gemeinsachaftsanennenanlage hatten, und der zu einem ewig unscharfen leicht verwaschenen Bild führte durch brauchbaren Direktempfang danna aber auch ohne Nachschatten = Geisterbilder empfangen zu können.

Um es kurz zu machen, all der getätigte Aufwand stand zum Ergebnis in keinerlei Relation.

Der ORF kam aufgrund der um uns teilweise höheren Gebäude mit wenn auch verminderten Schatten gerein. Ich löste dies durch Empfang des Senders Sonnwendstein "etwas" weiter entfernt liegend wie ich es später auch bei einem Kunden in Wien 12 aus ebensolchen Grunde gemacht hatte.

Ein erhöhtes wenn auch nur leichtes Grundrauschen war die Konsequenz daraus.

Terrestrisch war es einmal eine feststehende Antennenanlage für den Sender Kahlenberg mit FUBA Antennen einschließlich einer UKW Antenne. Damit nicht genug, drehbar per Kompasssteuergerät in der Wohnung konnte eine eigentlich für den nahen Osten gedachte gut 5,5 m lange Multibandantenne damit in alle Himmelsrichtungen gedreht werden. Die Nachbarländer Ungarn, Tschechien, die abgetrennte Slowakei waren teilweise einwandfrei empfangbar.

Als "Nebenprodukt" der mechanischen Mastkonstruktion konnte dann auch eine 85cm SAT Antenne auf den Satelliten ASTRA 19°Ost gerichtet montiert werden. Mit Dual LNB und einem "SAM" also Verteilmatrix in die auch die ORF Antenne eingespeist werden konnte.

Das Ganze baute ich damals zudem aufgrund der zu erwartenden bzw. bekannten Windstärken am Dach mit ausreichenden Sicherheitsreserven als "Meisterstück" auf.

 


Der Grundig STR-12 SAT Receiver

Für das Wohnzimmer schenkte ich den Eltern den ursprünglich gekauften Grundig STR-12 SAT Stereo-Receiver.

Der STR-12 SAT Receiver der Saison um 1990/91 war das fortgeschrittene weiterentwickelte Gerät von Grundig wo man die bisherigen positiven Erfahrungen aber eben endlich auch einmal die Bedürfnisse nach erhöhten Bedienungskomfort berücksichtigt hat.

In diesem Fall war dies im Wesentlichen eine Fernbedienung, die bei Grundig das ERSTE MAL ein Weiterschalten sprich Zappen der Kanäle erlaubte. Davor war dies nur direkt an den Geräten wie dem früheren Flaggschiff STR-201, den abgespeckten Versionen wie STR-10  etc. möglich. Mit der Fernbedienung musste man JEDES Programm einzeln anwählen was bei aller Begeisterung für Grundig schon immer absolut nicht zeitgemäß war.

199 Programmspeicher sowie Stereo Ton frei einstellbar nebst Scart Buchse nicht nur für den TV sondern auch zum Einschleifen des Videorecorders.

Bis zur analogen SAT Abschaltung blieb das Gerät im Einsatz. Dann war auch hier fast zwangsläufig der Umstieg auf Digital bei den Eltern angesagt.

Grundig STR-12 Stereo SAT Receiver    Grundig RC-201 SAT Fernbedienung

Bild: Der Grundig STR-12 Stereo SAT Receiver  

   


 


Autoradios:

Papa war der Meinung, das er keinen Autoradio wolle damit er beim Fahren nicht abgelenkt werde. Zudem, dort wo er bisweilen mit einem Fremdauto fahren konnte war der Autoradioempfang mitunter technisch gestört bzw. die dazu erforderliche Autoantenne was keine Freude beim Hörgenuss aufkommen ließ.

Es gab daher die ersten Autos in der Familie beginnend mit dem Ford Cortina allesamt ohne einem Autoradio, sehr zu meinem persönlichen Mißfallen. Dies doppelt, hätte mich ja die technische Apparatur als solches interessiert aber auch die Möglichkeit eben Musik aus dem Radio oder von den Kassetten hören zu können.

Fallweise, sehr oft kam es nicht vor, wurde ein Radiorecorder auf den Fahrten mitgenommen wo über Batterie bzw. beim ITT dann über den eingebauten Dryfit Akku das Gerät betrieben werden konnte.

Dies änderte sich erst schon zu den Zeiten meiner Lehrzeit.

Etwas ältere Freunde hatten da schon ein Auto mit wie selbstverständlich mehr oder weniger brauchbaren Autoradiokassettengeräte darin. Als Sonderausstattung gab es auch welche mit CB Funk an Bord was es zwar damals öfter gab aber nicht zwangsweise als Ausstatung in jedme Auto gesehen werden darf.

Ebenso nicht alltäglich, dafür wiederum gar nicht so extrem selten, das waren die damals beliebten "Mini Auto Hifi Türme". Also kleine Einzelkomponenten die unten in der Mittelkonsole, meist über dem Getriebtunnel wie auch immer mechanisch und elektrisch verbaut waren.

Bild: Stellvertreter ein Auto Mini HiFi Türme mit Tuner, Verstärker, mitunter einem der damals begehrten Equalizer zudem mit leuchtenden LED's versehen und einem Kassettendeck (Die wir nicht hatten!).

Das hier mechanisch wie elektrisch auch viel "pfusch durch nicht fachkundige Selbermacher" gang und gebe war nur so am Rande erwähnt.

Auch der Einbruch in Autos zwecks Diebstahl des Autoradios sogar in unserer Nachbarschaft (Eckparkplatz, Mercedes Benz 190er Grundausstattung mit Blaupunkt Autoradio) führte nicht ohne Grund zu den "Code Autoradios, Nachrüstalarmanlagen, versperrbaren Kassettenlaufwerken und abnehmbaren Bedienteilen.

Schon früher in den 1960er Jahren mit dem Aufkommen der ersten tragbaren Transistorradios gab es Autohalterungen aus denen mitunter versperrbar diese Radios verriegelt oder auch auch ins Heim genommen werden konnten. Aber das wäre eine eigene Geschichte bzw. Ära lange vor "meiner Zeit". 

Anlass war ein Postwurfprospekt von Niedermayer, Herlango oder Hartlauer die eben auch Autoradios in deren Aktionsaussendungen offerierten.

Ein Modell, zwar ohne mir bekannter Marke bot da alles was das technikbegeisterte Herz begehrte:

Autoreverse Kassettendeck, Digitaltuner mit Senderspeichern nebst Verkehrsfunk und anderen Spielereien. Vier Kanal Endstufe mit Fader.

Bild: FOLGT

Das Ganze im Sinne eines guten Preis/Leistungsverhältnisses auf leistbarem Niveau.

"Wolfgang soll sich langsam auf das Autofahren vorbereiten....., diese Feststellung meiner Mutter in Kombination einer Schenkung meinerseits an meinen Vater in Form des Kaufpreises eines Autoradios sicherten mir ab dann mehr und mehr den Platz im Fonds am Beifahrersitz "um das Gerät zu bedienen damit Papa nicht abgelenkt ist...", was als "Privileg galt und verstanden wurde. Manchmal wurde auch dagegen oponiert.

Es kam aber eben nicht zum Kauf des besagten toll ausgestatteten alleskönner Autoradios.

Das Problem war, die Autos, in diesem Fall der Mitsubishi Lancer F "Fiore" in einer nur ein Jahr von etwa Mitte 1982 bis Sommer 1983 über das Autohaus Wolfgang Denzel offerierten Modellvariante bot noch keinen vorbereiteten DIN Autoradioschacht wie später üblich.

Laut Bedienungsanleitung, in hölzerner Sprache geschrieben, war überhaupt nur ein mono Autoradio Marke Mitsubishi Electric (womöglich Type AR-8720) dafür vorgesehen, so als sei die Automarke in den 1960er Jahren stecken geblieben.

Mitsubishi Lancer ca 1982 Mitsubishi Autoradio Lancer F Mitshubishi Electric Autoradio

Bild: Steckengeblieben buchstäblich ist unser Mitsubishi Lancer F in Tirol, als es noch echten Schnee gab. Und theoretisch wären diese Geräte seitens Mitsubishi vorgestellt worden. In der Technik wie es das Prospekt wie auch das stellvertretende Modell beweist in Sachen Autoradio ebenso. ©Mitshubishi Prospekt ; Ebay Auktion

Die Blende im Armaturenbrett war noch komplett verschlossen. Wo und wie die Verkabelung und vor allem der Antenneneinbau mit anbohren der Karrosserie nachgerüstet werden hätte sollen war auch mir gänzlich unbekannt. Zudem an Papas Auto da herumzubohren war selbst ohne das darüber gesprochen wurde ohnehin ein Tabu für mich.


Panasonic CQ-442EG, das erste Familien Autoradio

So bot sich ihm, ich nehme an bei einer Kundschaft die er als Außendienstmitarbeiter kannte an einen in meinen Augen primitiven Panasonic Autoradio mit Kassettendeck, natürlich ohne Autoreverse sowie einem einfachen ohne Festsendertasten versehenen AM/FM Radioteil. Verkehrsfunkkennung war nebst Stereo das einzige an "Luxus".

Dazu die Antenne und zwei Lautsprecher samt dem Einbau, dessen Kostenanteil wiederum Papa getragen hat. Der todlangweilige Autoradio selbst hat hier beim Händler jedoch so ziemlich das gleiche wie der Alleskönner von den Discounterketten gekostet.

 

Bild: Der Panasonic CQ-442EG  Welche Version es letztlich war kann ich mich nicht mehr erinnern, ob 104 MHz Type EG oder 107 MHz Typ EGA. © Panasonic Autoradiokatalog um 1984 by Hifi-Archiv.org

Dieses Modell war bei Panasonic über mehrere Jahre im Programm. Aber schon immer altbacken und am Schluß wohl ein Auslaufmodell und Ladenhüter den sich Papa aufschwatzen ließ.

Damals (zumindest bis nachweislich 1991) war zudem noch eine eigene Ergänzungsanmeldung zur Hauptanmeldung vom Radioempfang für Autoradios bei der Post durchzuführen und immer mitzuführen was theoretisch die Polizei mitkontrollieren hätte können.

Ich "erbte" dann später das Auto samt besagten Autoradio. Aber auch da hatte ich keine Lust mehr etwas in das Fahrzeug in Form von Auto Hifi zu investieren ehe sich das Thema durch einen Unfall und daraufolgenden Fahrzeugumstieg meinerseits von selbst erledigt hatte.

Ach ja, bei aller sorgfältigen und pfleglichen Behandlung löste sich noch zu Papas Nutzungszeiten die Staubschutzklappe für das Kassettenlaufwerk die dann im Handschuhfach auf den nie gekommen Tag X seines Wiedereinbaues harrte und auch so dem Fahrzeugkäufer der Haverie die er wieder hergerichtet hat übergeben wurde. Dem Mann war aber sicher der Sinn nach anderem denn Kassettenklappen einzubauen.


Grundig EC4000 RDS Autoradio

Wahrscheinlich überspringe ich hier einen weiteren Toyota den Papa dazwischen hatte.

Für seinen neuen Toyota, entweder es war kein Radio verbaut oder aber er wollte etwas besseres, so das er sich für den Grundig EC4000 RDS natürlich mit einem Kassettenlaufwerk entschied. EC stand dabei für Easy Control. Als elegant in der Bedienung waren die beiden Inkrementalgeber die elektronisch die Laustärke wie auch die Menu geführte Abstimmung beeinflussen ließen.

Der Kauf ging hier etwas abgewandelt von der Bühne:  

Der Verkäufer irrte sich im Preis. Er merkte seinen Fehler sicherte Papa aber den genannten Preis zu nach dem Motto Angebot ist Angebot. Im Anschluß ging Papa zu einem der großen Elektroanbieter die Anboten für jeden günstigeren Kaufpreis den es anderswo für das gleiche Gerät gab eine Prämie zu bezahlen.

Grundig EC4000 RDS Autoradio

Bild: Der Grundig EC4000 RDS Autoradio, made in Portugal und schon etwas Staub angesetzt

 

Das Gerät blieb unauffällig in der Anwendung. Ich selbst fuhr da schon recht selten mit Papa gelegentlich mit.

Nach dem Kauf eines neuen Wagens baute ich ihm den Radio aus und Papa schenkte ihn komplett mit Bedienungsanleitung und Code Karte einem Freund der Familie zum Einbau in sein Auto. Dazu kam es nie, der Radio blieb unbenutzt bis er um 2013 veräußert wurde.

Die weiteren Fahrzeuge von Papa waren dann ohnehin mit irgendwelchen serienmäßigen Multimediasystemen ausgestattet was weitere bewußte Autoradio käufe nicht mehr erforderlich machte. Theoretisch könnte das Thema dann mit den zukauf Navigationsgeräten ergänzt werden, wonach mir hier aber nicht ist.


ALBA CP-90 Personal Stereo Cassette Player  Walkman - Kassettenspieler

Als letzten Vertreter der analogen Geräte die meine Mutter zum mobilen Abspielen von Audio Kassetten verwendete gehört der ALBA CP-90 Personal Stereo Cassette Player alias "Walkman", made in China, geschätzt um 1995. Das war natürlich kein Gerät mehr auf das man sparen musste, sondern ein Geschenk oder gar eine Entsorgung von vermutlich uns nahe stehenden Ex-ORF Mitarbeitern.

Alba CP-90 Cassette Player Alba CP-90 Cassette Player

Bild:  Der ALBA CP-90 Personal Stereo Cassette Player  - Immerhin, das Gerät hatte Autoreverse und Kassetten Rücklauf.

Die Gebrauchsspuren deuten noch auf intensive oftmalige Benutzung hin, ehe auch Mama auf einen kleinen MP3 Player, wiederum als Geschenk Familienintern erhalten umgestiegen ist.

Die weitere Stufe war dann das Smartphone was aber ohnehin ein anderes Thema außerhalb dieses Rahmens darstellt.


Beitragsende:

An dieser Stelle endet bis auf weiteres diese Auflistung von Geräten der zumeist Unterhaltungselektronik als aktive wie passive Begleiter unserer Familie bis zuerst analog/digital Hybridgeräte Stichwort UKW/DAB+ Küchenradio und letztlich volldigitale Geräte eine andere Zeit einläuteten bzw. weiterführen werden.


Unser Telefonieren von Ende 1960 bis Anfang 2000

Die Sache mit dem Vierteltelefon:

Viertel Telefonanschluß 1970 Halbes Telefon - Halber Telefonanschluß 1970 Ganzes Telefon - Österreichische Post - Tischapparat um 1970

Bild: Viertel Telefon - Halbes Telefon, oder gar ein ganzes Telefon - Das waren wesentliche Fragen in der Zeit von etwa 1950 bis 1990. (Photos by Fotoarchiv A1 Telekom Austria uploaded by User:BambooBeast or User:AleXXw are released under the {{cc-by-sa-3.0-at}} licence.)

Telefonieren wurde damals noch mit "ph" also Telephonieren geschrieben. Davon zeugt u.a. der Telephonweg an der Periphärie Wien's gelegen dessen Straßentafeln nach und nach in Telefonweg getauscht wurden.

Opa:

In der engeren Familie hatte wohl der Urgroßvater geschätzt gegen Ende der 1960er Jahre als erster sein Telefon gehabt. Zudem ein "Ganzes" wie wir noch erläutern werden.

Mit seiner russischen Stoppuhr in der Hand führte er bisweilen seine Gespräche um die Kosten überschaubar bzw. nachvollziehbar zu halten.

Fern- und Ortstarife sowie die Uhrzeit ab Abends in der Woche sowie Wochenenden bestimmten vielfach wann und wieviel telefoniert wurde. Selbst als er bei uns in Wien eingeladen war, machte er diesbezüglich Aufzeichnungen und ließ es sich nicht nehmen seine (vielen) Telefonate zu bezahlen.

   Uropas russische Stoppuhr

Bilder: Das Bild hatten wir schon. Jetzt aber liegt unser Fokus an seinem Telefonapparat rechts im Bild. Rechtes Bild seine russische (sowjetische) Stoppuhr.

Als querschnittgelähmter wird er womöglich Ende der 1960er Jahre bevorrangigt mit einem Anschluß versorgt worden sein was aber eine reine Vermutung bleibt.

Unser Telefon:

Bei uns dauerte es bis etwa Mitte der 1970er Jahre bis wir unser "Ganzes" zudem als unser erstes Telefon erhielten bzw. die Eltern es haben wollten und/oder es sich leisten konnten.

Die Freude am "Ganzen Telefon" war aber von kurzer Dauer da wir bald auszogen und in der Neubauwohnung zwar gleich ein Telefon vorhanden war, dieses aber nur als Vierteltelefon deklariert war.

Zum Verständnis:

Natürlich war der Telefonapparat ein "Ganzer" Apparat. Auch kamen nicht die Nachbarn zu uns in die Wohnung um damit zu telefonieren.

Vierteltelefon hieß, das eine Telefon-Amtsleitung auf bis zu vier Teilnehmer aufgeteilt wurde und immer nur einer anrufen konnte bzw. angerufen werden konnte. Die anderen Teilnehmer waren dann blockiert.

Basierend war dieser als W48 genannten Vermittlungstechnik aus 1948 die durchaus auf damalige Verhältnisse bezogen innovativ war, aber zwangsweise über die Jahrzehnte letztlich als veraltet galt.

Etwas besser hatte man es mit dem halben Anschluß, der folglich mit nur mit einem weiteren Teilnehmer geteilt werden musste. Im Idealfall jemand der wenig telefonierte.

Abgesehen von unterschiedlichen Grundgebühren für viertel-, halb- und ganze Anschlüsse, war im dichtverbauten Gebiet nicht einfach und beliebig mehr ein ganzer Anschluß zu bekommen, da es schlicht nicht soviele Leitungen gab.

Das löste sich erst langsam in den 1990er Jahren mit dem Ausbau von Glasfaser und weiteren hier nicht angeführten Verbesserungen und Erweiterungen im Telefonnetz der österreichischen Post.

Das Telefonieren mit dem Vierteltelefon in der Praxis:

In der Praxis lief dies so, wenn Papa spätnachmittags, des frühen Abends noch seine Kunden nachtelefonieren wollte und die Leitung schon besetzt war, dann drückte er den "Freizeichen Knopf", klemmte ("illegal") einen kleinen Nagel in den Knopf ein und legte den Hörer auf die Seite.

Das Telefon hatte nebst den Knopf für das Freizeichen links unten angebracht auch eine Indikatorscheibe die ein Freisignal anzeigen solte. Zumindest bei uns hat dies nie irgendetwas angezeigt.

Dann konnte es bis zu 45 Minuten dauern bis man das Relaisklappern im kleinen zudem verblombten Zusatzkasten an der Wand in der halben Wohnung hörte, der automatisch dann "unseren Apparat" freischaltete.

Erst dann hatten wir das Freizeichen im Hörer, die anderen drei Teilnehmer waren dann gesperrt, und mein Vater konnte seine Gespräche führen. Wehe er machte den Fehler und legte auf. Dann war mitunter der andere Teilnehmer schon (unhörbar) in der Leitung und wir waren wieder blockiert.

Ich denke, es waren bei uns ohnehin nur drei Teilnehmer am Vierteltelefon angeschlossen. Ein Anschluß dürfte zudem eher wenig verwendet worden sein. Einer davon aber umso mehr.

Uns selbst würde ich als Normalnutzer bezeichnen. Telefonieren kostete ja Geld und daher war das "Fasse dich kurz" zwar nicht immer aber letztlich doch ein Thema das man in Gedanken behielt.

Was bis zur Telekom-Liberalisierung galt, das war "Hände weg" von all den technischen Einrichtungen. Natürlich habe ich einmal heimlich den Relaiskasten geöffnet um zu studieren was sich da drinnen abspielte.

Grundig Stenorette Teleboy

Bild: Beispiel aus der reinen Theorie für damalige Privathaushalte und nur für Geschäftsleute und für solche die sich für ganz wichtig hielten - Teleboy und Stenorette Anrufbeantworter und Aufnahmegerät am Beispiel des Herstellers Grundig.

 

Telefonsteckdosen für ein freies Umstecken des Apparats in der Wohnung oder im Haus wie man es in ausländischen Filmen oft sah waren eher die Ausnahme denn die Regel.

Die Technik blieb auch als zwangsweises Dauermietmodell immer im Eigentum der Post.

Der Zusatzanschluß von Anrufbeantwortern etc. erforderte in der Regel die Durchführung durch die Post wenn überhaupt möglich. Streng war auch das Fernmeldegeheimnis, weshalb auch hier wir immer nur mit Neid in französischen Filmen den dort obligatorischen Zweithörer bewundern konnten.

Bei dieser Gelegenheit darf ich die Leser auf das Elektronikmuseum der HTL Donaustadt, in 1220 Wien hinweisen, was insbesonders an den langen Nächten der Museen einmal jährlich sicher ein High-Light darstellt. Das alte österreichische 48er Telefonnetz kann dort in einer funktionierenden Nachbildung verwendet und studiert werden, nebst fachkundiger Erläuterung dazu.


 

Neue Zeiten:

In den 1990er Jahren war es dann soweit. Die Post modernisierte und bot gegen Extrazahlung an nun einen ganzen Anschluß mit gleich einem damals modernen Tastentelefon installieren zu wollen. Dazu wurde man sogar von einer Servicestelle angerufen bzw. beworben.

Da roch Papa aber schon "den Braten" wie man sagt und lehnte ab, denn es war ohnehin klar, das ob man wollte oder nicht, nun ohnehin wie die sonstige ganze Gegend dran war mit der Umstellung.

So kam es wenige Monate später auch, dann war das Ganze für uns kostenlos bis auf möglicherweise die dann geänderte Grundgebühr bzw. möglicherweise ein ohnehin dann neues Tarifmodel.

Umstellung hieß, dass das bisherige Wählscheibentelefon samt Relaiswandkasten wurde demontiert und eine nach österreichischem Post Standard übliche, sich von der Deutschen unterscheidende Telefonwandsteckdose wurde montiert.

Dann wurde daran der nunmehrige Post Standardapparat ARGE W90 angeschlossen.

Ebenfalls wurde die Telefonnummer umgestellt, was bedeutete sich wieder eine mehr merken zu müssen. Unsere alte Telefonnummer habe ich aber immer noch im Kopf.

Unser erstes POST Tastentelefon in den 1990ern

Bild: Der damalige TAP 90 Standard Telefon Apparat der Post. Unseres war in Rot gehalten.

Und schon wurden neue Bedürfnisse geweckt:

Ein Anrufbeantworter bot sich für eine bessere Kommunikation mit Papas Kunden an.

Die aus dem Radio- und Fernsehantennen Geschäft bekannte Firma Hirschmann stieg damals wie so manch anderes Unternehmen in den nun lukrativen Markt des Telekomzubehörgeschäfts ein.

Zweimal verkaufte ich deren neu auf dem Markt erschienenen digital aufzeichnenden Anrufbeantworter Hirschmann 2100 Komfort Telefon wie es hieß, einmal im erweiterten Bekanntenkreis, und einmal, man soll keine Geschäfte mit der Familie machen, an Papa, natürlich zum Sonderpreis.

Der reguläre Verkaufspreis betrug öS 2.990,- Schilling.

Es kam zu "Emotionen" ob des nichtfunktionierens bzw. der gestörten Funktionen mit dem Produkt. Gleiches wenn auch distanzierter beim anderen Kunden.

Beide Geräte wurden von Hirschmann umgetauscht. Ich glaube unserer war sogar zweimal defekt. Letztlich dürfte es so manchen Hirschmann Kunden getroffen haben und das Unternehmen verabschiedete sich wieder relativ rasch aus diesem Marktsegment das man augenscheinlich mit Fernost Produkten gefüllt hatte fernab der sonst üblichen Hirschmann Qualität.

  


Tanten:

Unsere Tanten und Bekannten hatten ebenso unterschiedliche Anschlußvarianten. Zum Teil schon vor unserer Zeit, zum Teil dann nach und nach was dann wenn es zum Anschluß kam als mehr oder weniger großes Ereignis in der Familie bekannt und gewürdigt wurde.

Mit dem Anschluß bekam man auch ein paar Postkarten dazu mit denen man, in denke kostenlos, Freunden und Verwandten die Nummer bekanntgeben konnte.

Es müsste dies später unsere "Tante Franzi" in Wien 16 betroffen haben, in jedem Fall dann erst gegen Ende der 1980er Jahre meine Oma.

Bei "Tante Franzi" gab es zwar eine Nummer die man anrufen konnte, dies war aber nur die Nachbarin die schon Telefon hatte und dies der Tante erlaubte. Man war sich durch die  Küche/Zimmer Wohnungen mit Bassena/Wasserstelle am Gang sowie geteilter Toilette ebendort wohl zwangsläufig näher als man dies heute kennt.

Oma als Sonderfall:

Mit Sonderförderungen auf Antrag wurde eine Telefonleitung mit Spezialpflügen in den Äckern und Obstgärten von der Ortschaft kommend zu ihrem Haus verlegt, dies zum Anlaß das sie im Fall gesundheitlicher Probleme Hilfe holen könnte. Am Grundstück selbst wurde dann ein Übergabemast errichtet.

Ab da war sie an die Welt angeschlossen. Zuvor war die Kommunikation, falls wir nicht einfach an Wochenenden und Feiertagen "hineingeschneit" kamen, mit Ankündigungen per Postkarte üblich. Das galt auch vielfach für Urlaubsvereinbarungen etc. ehe telefonieren kostenmäßig kein Thema mehr war.

Telefonieren wurde ab da auch für sie zur selbstverständlichen Errungenschaft.

Mein eigener Festnetzanschluß:

In der zweiten Hälfte der 1990er Jahre traf es auch mich noch einmal: Die Auseinandersetzung mit der Post, da ich zwei Amtsleitungen fürs obligatorische Büro-Festnetz wie auch für einen Faxanschluß bzw. für mein erstes Internet Modem (33,6er US Robotics) benötigte.

Eine Leitung war problemlos möglich. Für die zweite musste jedoch fachlich ein ich nenne es "Trägerfrequenzmodulationsgerät" Kasten in dem auch ein Akku für den Fall des Stromausfalls verbaut war an der Wand montiert werden um über eine Zweidrahtleitung eben zwei unabhängige Verbindungen herstellen zu können.

Die zweite künstliche Amtsleitung war dann wie eine Art Langwellenradiosignal auf die Leitung aufmoduliert.

Nicht immer funktionierte das mit dem Faxen, sei es an meinem gebrauchten Faxgerät von Alcatel als Spende eines dortigen Technikmitarbeiters an mich, oder später am neuen Canon 4000er Multifunktionsgerät gelegen oder am Teilnehmer am anderen Ende der Leitung.

So reklamierte ich einmal bei der Post Störungsstelle, mit dem Erhalt von deren Bestätigung, wonach "die Leitung einwandfrei funktionieren" würde und ich die kundenfreundliche Anmerkung erhielt: "San's froh das überhaupt was kriagt habn...." im Sinne des damals nicht selbstverständlichen Zweitanschlusses.

Das änderte sich nur wenige Monate später als eben Telekabel Wien wie auch weitere Anbieter im Rahmen der Telekomderegulierung plötzlich sowas wie Wettbewerb konnten.

Das letztlich auch hier nicht alles Gold war was glänzt ist ein anderes Thema.

Wie überall nahm die Bedeutung und die Notwendigkeit von Festnetzanschlüssen von Jahr zu Jahr ab bis ich die letzten weit über fünfzehn Jahre bestenfalls nur noch einen technisch möglichen, jedoch nicht mehr aktivierten Anschluß habe.


Dieser Beitrag wird lose weitergeführt und bei Gelegenheit ergänzt bzw. wenn die Fülle der Themen zu groß wird neu aufgeteilt.


 

Quellen und Literatur (Auszug)

  1. Digitalarchiv W.Scheida
  2. Biebl, H.: Siemens Austria Super 541 B. Radiotechnik (Österreich) 1953, Heft 3, Seiten 77 – 80.

  3. Anzeige in der Zeitschrift „Radiotechnik“ (Österreich) 1953, Heft 4, Seite 114.

  4. Radiobote Heft 77, 13. Jahrgang November-Dezember 2018, zum Minerva 570 Volltransistor 

  5. https://www.hifi-archiv.info/Neckermann/Neckermann-1971/08.jpg

  6. https://www.stereonet.com/forums/topic/289427-sansui-au-101-recap/

  7. https://www.vintagechief.com/sansui-au-101-amplifier-21458

  8. https://www.hifi-archiv.info zu Sansui 1973 Katalog zum AU-101

  9. Liste: ORF Die Rundfunksender Österreichs 31. Dezember 1991

  10. https://www.dccmuseum.com/ DCC Museum; Abgerufen am 17.5.2022 

   

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Updated: 28.10.22